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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0408
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kannt segcben. Schriftltg.) SoLann verliest er die
Anträgo der Dcutschcn lrbera^en Doirsparte,. Sk-
ltwtcn:

Die Fraktion der Deutschen lrLeralen Dolrs-
na.rbei Lecmtrakt:

jn formeller Hinficht: aetreunte
Beratuna und Abstiminirna ubcr drc
Bewilliguna oinersetts. vie Deckuna anderer-
seits der eimelnen in der Vorlage aufaefubr-
ton ^orderunaen.

Ll. In materietlerHinficht:

1. Die Positionen: MesirLelastuna der stad-
tischen Werke von etiWi 1500000 Murl.

- Lmd Steiaeruna des Zinsertdienstes um
25 VW Mark abzusetzen und bis ?ur Vor-
anMassbcratung fur 1620 zu oertagen.

2. Die für Verbilliauna der Lebensmrttel
LusMwendcndM Kosten Nl bewilli.L.en u.
aus Anlebcnsmitteln iru bcstveiten.

3. Die Veschaffmiasbeibi.se von 11tt500
Marlc innd die Mnte-beibilfe b'ir b'dn-rr-
tige Krd-igshinterbli^bcne und Anochörige
dcr Gefanaenen in Höl-e von 100 uoo L-r..
Au bcwillia>en und zu iürer Dcckuna fol-
«eude Nesrrven hcranzLzureickrn:

Nesetve aus 1S17 234 669— Mk.

Rechrruriasübe'schuk 191b 907 97558 Mk.

Umlaaenachtrüae 1919 in Höbc von 111355,43 Mk.

1244 506.— Mk.

Stadto. Dr. Curtlns iD. I. Vpt): Die Döschaff-
sunecibeihilse isl nor'w»..idi>8. Die Stadt dars nicht
zurÄMehea. wo ejne Not E wirklich vorhrmden
ist. Schwieria sei die De ck u n g ssr ag e. Die
Umlasc dürfe nicht nochmals crchöht wcrden, nach-
dcm man dies in diesem Ivahrc schsn Kvernml «e-
n-acht baü-e und <mch die StantsLt-cuer in die Höbe
«esanLcn set Der drilte Steuerzrttel sei ein Mech-
tes WeiHnachtssciHenk sür di: Be-völkerurm Man
solle Lcdenken, datz durch die fortsesrtiten ErMchun-
gen

aoch die DLrgerschaft in Erregvng
Lmrme. Man kvnne ruhig die ReservLN her-
ansiechcn. de«n diese Reseroen seien ia Steuer-
vefcrv-cn. Die Sterocrtlachtrcige brächtcn stchcr auch
noch sra^e Suurnren. Selbst der Staia-t habe er-
k Lrt, keine nenen Stcvrrn mehr M vcrlangen.
Exätcr müsie mau doch auf die R^ervcM znrück-
ereifen. Däe Smmmc zur V^-rbtHiaung der
Lebensmitlel solle <ms Anlvhensmitteln «e-
nommen rverd^u, da es eine enrmatV: Ausgoio'. >ci.
Andere Städte machten es ebenso. Zn vo-luti'cher
BezieÄing bcdeut^ die UmIavcerHVun« aüerdings
eine Stärlung der Staidt, dic stck aber -mit Hinsicht
auff di.c' RcichseinLamDrenjtrld-r Legcn das
Reich richte. Es 5ei uurcchl finauLpsrMlck ae-
ven das Reich zu rWcn, Die StäLL? würden ubcr-
haupt nicht in unmiltelbare Beziehunsen zum
Reichs tretcn, nur dis Vundcsstaatcn. Die Üm-
lokeerhöhnng fet wcder Lcrecklrst nock
»Ltis.

Dre rvcktcren DeLattcrcdnern sirck alle dcr Auf-
saUrug. Lasi dio SrMmen «eucbmrrü werdcm rnüs-
son. mrr über Lie DLckungssraae berrschcn Mei-
nun a sverschiedenhrfften. Am SchluL der LuÄ
- erfucht

Stadto. Dorn lD l. B.> deri OLerbüraermc i ster
um Auskunft übrr d4e sinanziellen Verbältviffe
der badrscken Stadbe. dte tn der letzten etne
Amstraesrhöhnn« vorgcnvmmen l-aben. Man
HNÜtzle mksien. ob dbHe Städte Lber ächnkche Re-
serven verfuaon. rvic Heidclberg. Erst
dwnn konne MM aus dieZe Städte hinrvLiHu.

Der OberLLrsermerstei' rvi«ä»erholt da-
«vuE nur seine Mitt^lvna. Lasi die Städte frrei-
bura usw. Umlaa-eerböbuna vorgenommen haben.
Gine Antwort auf d4e Zrage des Sradlv. Do.M er-
solgt nickt.

Die Anträc« der D. l. V. sbvtr. Deckmial wer-
deu dann mit Sttmmcnmebrb-sit aLaele-nt^
die aanze Vorlaae da-auf einstimmra anae -
«om men. SchluL der Sitzuna aeg-en balb 9
Ahr.

Aus dem Leserkreife

lstür die Auslasiungen unter diefer Ueberschrlft
träst die Schriftle'tung nur die presiaefeuliche
Schriftleitung gegenüber mit dem vollen Namen
des Einfenders versehen fein. Auf AZunfch wlrd
ver Name verfchwiegen).

DaS Verbindrrngsslrrdcnlenlrrm
Wir erhalten solgende Zufchrift: Das Der-
bindunasstudententuln. das aus Revolutton
zahlreichcr und stärler als fe beroovaina. ,st den
Herren von Links natürlick ein Dorn im Auae.
Fördern arsir doch' aerade bei den Derbindunaen
mit ihrcm Bcftreben der Erzi.'ebuna von Perfon-
lichkeilen. mit ihrem strenaem Ebraefüb-l. ihrer
wohltättaen Zucht einen Geaensatz zu dcn alles
aleichmachenden. jede Individualität und Autorl-
ral vLrnichtendcn Massel>estt'cbunaen der Aetztzett.
Es sei dcn Derbindunaen boch anaevcchnet. dasi
nicht auch sie sich vus Zweckinäkialeitsarün.«?n
umlWeniicrt" lobcn. wie jcht so Manckcr. fon-
dern. wcnn auch dk Zeit mit ihrer Schmach für
diurtschiand nrcht spurlos an ihncn vorüberaeaan-
aen ist. ihven <vlt-en ^.deolen trcui aeblieben sind.
Dafür haben natürlich di-e Hernrn lein Verständ-
nis und fo Ü.nutzen sie jedc Eeleacnbril. dcn
Klassenhasi in il^er Prcssc zu schüren. Ei-n rttch-
lich starles Stück leist-et sich z. B. die Heidelder-
ger ..VolrszMuna". Das Machwark wjmmelt na-
türlich von talfächl'ichcn AnrichtiÄetten. dre vom

Lefer aber sicher für bare Münze aenommen wer-
den. Wohcr follte.der Schvttbcr auch scine Wtts-
hert fchopfen. daf; der Verbindungsftudent ^einer
fahrendeil Bahn mcht ncm)fr>l.inaen". ^bei «efchlos-
fener Schranle die Unierjühruna nicht bcnutzen
dürse". ..immrr rechts vcm sinnom BealttLer «e°
hcn müsie. ff'^Lft wcnn -es die eiaeno Mutter foi"I
So rrlft er patbetijch aus. Ueher all das löunten
wir als üb«r cinen schlechten Witz zur Ta-
aesokdnuna übevaehen. Damät beanüat sich «Ler
SaiL'tlus nicht. er weik nvch fchreckliche Dinae
üLer Zweck und Zusumme.lsetzuna d.n: 'Korporatto-
nen Au Lcrrchtcn. Der arvsie Zulaur dar Verbin-
dunaen r.ühre von „den Iünlinaen her. denen es
d.r mächtia anaelchwollsne Ce^-jcrck ihres Daters
aestcrtle. einiae Semesier zu verLummeln". Dak
<s den Herren Anast und Bange rmrd be.i dcr
arosiou Zahl der I.uaend. dic sich in den Korvora-
tione-n AnsmnmrnfinLet. alauben wir. Untcr ihnen
l-aben die Kttegs- und Revoluticmsgewrnnkr
lcinen P-«tz. Die finden wlr and-rrwäris ru den
Parteien und Lac»rn. wo man dbn Verbinduuas-
ftudenten mit scinem W-ahlfpruch „Ehre und Va-
ierttrnd" sicher uicht verjtchen lann. Und was
das Bunimeln wnbetrifft. so laun jcdrn ciu Llick
in dre Lbersüllten Horsä e übcrzeuaca. dak im
Zettalter drr Arbeitslöhne für derr Studenten.
ffer ja nur Kopfarbeiter ist. der 8-Stuudentaa
noch nicht einseführt ist. Auch LLer den Zwrck
der DerbändMia ist L'rr Herr seiner MrÜTluna «ach
vvlllommen ULterrichtLt: es ist ein sehr prosiri-
scher ..Versoraunasl lLngel." Die idealeu Erund-
sätze voa SellKzucht und Zreundschaft sind ihm
zu hoch. er beurteilt all'.s nach seiner Vartei. wo
sich diL Eenosie« zur ^utterkrippe dranaen. wo
jcder Parteisieumd crneut obne jedr K-ermtnis
das Recht auf Versorauna aepachtet im haben
scheirrt. Zu auterleht wird drr SchrciLer arob
uud droht nrit der Reoolutron iunerhald der Stu-
deutenschast. Hoffentlich wi d die auch ba-D kom-
men. «Ler arrders als er sich denkt. indem näm-
lich die nationa'e deutsche Äuücnd sich auf sich
felbst Lesinui und sich j-cbes Dreinreden von Leu-
ten rmd Parteieu. däe sonst dein Audentischcn Le-
ben fremd marnüLcr stechen. in euerarscher fffform
»erLittet. I.

wegkmnmen. Mit dem Essen ist es einfach
schlecht. Zm Hentle Parl be-kumen wir TlLa fur
Ta« Bohnen und Pserdef eich «nd jede« zweilen
Tag Reisfuppe. Am Anfang war ich ganz herun-
1er eeLemmen. Nun geht es mrr wrrder etwas
bcsscr. Ich haLc nämlich ctwas vou rneinc.vi Zms
verkaL.fi. und nur durck Arbertcu Eeld verdientz
tch war namllch ln dom PnrL Lavrpe nputzer
Euer Ecld. das 'chr vor 4 Monaten durch die Bank
einleAcchlt habt, häbe ich cheute no,h nlchr. Nun
will rch jch tehen. iu der H-e,ffnuno. dak es euch
allen noch sut gehl."

^ Zeicheu der ZcH. In der-MensLürüer NorL-
daut>che>n Z-situng Lcfiüdtt Isick w,e satzt exst Le-
Lannt wivd, unter der Spitzmarke: Westerlarid. 30.
AuaiHL, nochstchendo AuSlasiung: „^rn Schwusen-
stek eiuer hreq'igeu BuH «radtnng las mnn vor ei-
nigen Tcrgm ein Perkat: „D'.r Verklau? von Zei-
lunsen ftndet nach Rückkohr der Angejtellten aus
ber SpieLank stiatt." Am. näckllen Tag- hina
eine Nvelte AnkündiLung aus: -NaL Veeirviguug
des Strsrks der Ans^stellt.n lostei das „Bcrliner
TcrgeLlatt" 1 Mark tiux eäne Nummerl)." —
Wenn das so weiter gogiangen ist. musi» das Zer-
tung-lchen tn WA-rland MicUick ein reHt kost-
spchliges Dergnuaen Lvwerden sein.

* Kcrn Witz! Wie tönnen an einer elnfachen
<llltägi.ich!ell TrLnssrtion derzeit ^dwt Lcteiligte
Parteien ohne KeUcnchandel verdienen? Dcr
Schwejzer Käusm<llm sendet seiucm Merrerchischcw
Ee.chäftsfreund den jewer-s erforderttchcu Brief
unfranki--rt und schttetzt demse'Lcm eme Etnkronen-
note Lei. Hierbei verdient er. der ftatt einer 25-
Centimas-Ä-rarke diHe Kronennote um S Ccntimes
ersteht, 17 Ceiltimes. der öjterrriMcvs Enrpfänger,
dcr das Strafporto per 50 HeDr L:«leicht. 50 H l-
ler, und die Post hat Miekljch die dop-peilc Porto-
einnahme.

* AmeriLavifche Z-itLnssrck.amF. D-l Hercms-
keber emcr «rmerikanischcn Zettung veröffent.ichte
^1«! Q.uarlalswechise! Mg-cnde „leLrrreichc" E-c-
M)lchie: „Ern ü-armer. dcx -u geizia war. um sick
^ ^igene Ze.tun« zu ha ten. jchlckte sei-
nen ^ehn sort. dMnit er Leim Nachbarn erne Zer-

-5N der Eil> rik der Iunge eincn
Blenenkorb um e^id wurde von den Bienen Lö>
miscriüstel. ^.-cr Dater, d:r d m Srhn zu Hilfe ei-
t^n wellte, vev,uchte. durch einen Stacheldrlchtzaun
öu kruchln, ttk fich die Hojen in Jct,cn und
schranivile sich das Leni Llulig. Eine jcincr Kiihe
Kwangte fich dann Lurch das LoL im Zaun> nnd
starb imchdem sic einige Eiftpj anzeu g.'fr.-,,<n
hatte, d'c drauk>ru rvuchjen. urährend dle ^rau dce
Farmcrs, Lie deck Mann helsen wollte. .lincn a/o-
tzen Krug Sahne umwarf.. Das jünÄtc Kind. das
man clllcin im Hause zurückgel;asien l<ltte. fing on
mir Zürdhöt?ern zu spielen, und steckte das Hons
tn Brand. Un, so.chen Unglücksfällen za cntüehen.

Amil. BekmtmchWe«:

Deu Verkehr mit ZuSer betr.

Nk. ^kuhftehend brinaen wir die wich-

tiüston BAttnrmungen der Bnndesrntsverordrmng
über den Derkehr mit Zuckcr vom 17. Oktober 1917
sowie die badische DollMgsverordnung vom 1. No-
vember 191? zur öffenttichen Kenntnis.

HetdelLerg, 8. NovsmLer 1019.

Vezirksamt.

- § 1-

Die VersinMng der BevoHevung mnit Zucker
ttcigt der Rcichsüuckerjtelle o>b Die R/.ichsMckrriili.lle
ist eine Behörde und best«ht <uis einem Vovsitren-
den, einom oder mejhrercn ftellvi.^rtreL:nden Äor-
sitzcnden und ciner vom Reichskanzer M beftim-
n.eilden Anzahl von Rtitglicdern.

Der Norjltzende. die fteüvertretenden Vovsitzen-
deir und Lie AtttslVdcr m rdeu vom Ri-ilchskanz-
ler erna-unt; diejer führr die Aujsicht und erläbt
die näh^ren Bejtrnlanurgen.

Zuckerrüben dürfen nrcht versüttert werdcou'Die
LandesFentrallb-horden, oder Die von ihiren b:-
stimmL.n BehörÄm könn-en im Elnz.lfoll Ausncch-
men hiervon zutasien.

D^: Reich^cu.zier b^stimmt. ob und in w:lchen
Mengen Zoikerrüben zu undcreu Zwecken als zur
Vcrarbrlttms auf Zucker verwendet urerd.'N dürfcn.

Die Le,>onLeren Vovchriften üder di« Verwen-
dung von ZErrüben zur Branntttt.mberriluns
Llcrben unbcrül,rt.

' T Z. '

Zuckerrüben Lürfen rmr nn rübenvererrbeitende
JaLrikcn und nur zur VerarbeitunL auj Zucker
aba^etzt werdeu.

Züm Abi-atz -an a.nder» Stellen und für andrre
Zwecke bedarj cs der Zustuusnung der ReiHszn!-
kLrstcLie!.

L <

Bsttjer «m ZuLttrüLe« -balbrn -aüj Vrr7ange«
der ÄLeichsMcketstelle hie RLben au drc von dre er
zu bostlMmen-dc Stell-r zu ttefern mnd nack den
Anweisunse» dcr Reichszuckerstelle zu ver aven. Zn
Dorträsen, nach denen Z-uckerrübm zur Ver-arlb-i-
tung auf Zucker an Z-abriken zu liefern sind, joill
nur aus wichti-gen Eründ-n eins^grrfje» werden.
als wichtiscr Erund üiilj insboonderc. wcnn die
Vcrarbcitung der Rüb-m «mj Zucker durch Lisfe-
rung an die zum Emps-ange bcrechtiste Z-abrik ge-
fä!hrvtt wird od:r die Zrlpchr an sie mir Rücksicht
cnrf die Vrrkehrsverhä-ttnisie umvirSchÄ.tttch ist,
oder sie die Rüben nicht ardllunganlatzig abneh-
men kam». Die Etelle. der die Rüben zugewiefen
sind, jst -nr ALiuchme drr RMen und zur Zcchlung
eines angemesienen Preyes verpflicktet der unter
B.-rücksichtjsuua der V sitzchcnLen Vv^Lriftm LLer
die Prethe für Zuckerrüben za bemessev ist. Zncker-
rüben. dje vertraLlich an rine Zvckerfabrik zu kie-
sern waren. hat Lie Dtelle. der die Rüben zueewte-
sen worden sind, crn dü.s>e MÄrik Zn b zM-en. Di

brik recknet nnt dem Liejerer der RLben lo ab.
aLs ob die Rküv n an sie üclicfert wärcn. Dic
ReüchvsuScrstell« kann uber die Bedinlgunsen drr
Lioserung nach näHercr An-wej.rws dcr ReichsLanz-
trrs Bestrnlinmngen treste«.

LeLer Strettlgkrjtrn. die Lck aus der LiLfersns
der Rülbcn Mischen den Bcteittüten erMbcn, ent-
W.'idct enbgu ttg dü böberr DvvwM-unsLbcHörde
Zuständig N die Delhärde. tn deren Bettrk zu Üe-
jern fft rcker ttn Mlle des Abx. 1 Satz 2 «.ack dvm
Bertrivge zu liefern war. Sie bckjttmmt. wer die
barcn Anslase« dcs Dcrfcchrens «m ttasen ^lt. Auk

woH-es dir sechrton Le>l,cr ansgr'strrdert, recklzci-
trg Ef unjcr Vlaij zu abonnieren."

* Ern Rlesrnd'amant qcfundcn. ^n Ler süd-
äfrikllnffchen Pxentter-Mine ist ein «rosier blau-
roalsier. fehkerkvser Dianrant gesundcn worden. dcr
gekren 1500 Karat wie-nt und dcsien Wert ans 5—6
Millionen Schilling geschätzt wird. Dieser wun-
Lervolle neue Stein erhä.t LaLurch noch «rns be-
sondeni Bedentung. -da-k er wah^heinkch
sehlenden Teil Les Cullinan-Diaman ten
darstellt. Der Eullinan-Di>amant. bekannilich Ler
grökte VieMein Ler Erde. L-r 8000 Karat woa.
wu/rde mit einem Mcsier aus dcm Quarz heraus-
oeiöst uud rrschsen damals zerbrochen. Man hatte
aber bisher Len dazn aekLrigen Teil nichl findpn
konnen. unL er soll nun ln Lem n-clven Diamanlen
-cms Licht «ekomemn setn.

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TheHa v. Eumpert. Mit farbigen und
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bundcn v Mckrk. Carr sslonrming unL C. T Wis-
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bew'-gt. wvs sie vcredelt unL anfpornt, ist jn dcm
beliobten Kiuderbuch reichllich enthatten* * Nen-
Märchen. roizvollc Derse, anmutige Eodichle, jnter-
esiante Spiele unL Rätsel weck-seln mttesnander
ab, uno die allb-kannten Beschafttgungstafeln w-r«
den manche Slunde <vK> Winlertagen «nsenehm
und anreg-w.L ausfüllen. Neichljchcr. dvm Kindt.'s-
gemüt angepakler Bllderichinuck verleiht dem
Buch Le-sond.cren Reiz. Es wird eütrl Frearde in
die Herzen unserer Kinder tvagen und auff ibre«
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10 Mark Carl Flemming unv C. T. Wis-
kott A. E., Derlin. Zn wnmuttgen Erzäblungon
und Märchen, in erristen Betrachtungcn und ästhe-
ttschm Plauderei-n bi det di-'cs Vuch Herz und
Eeinut unsercr Mädch-n. :n Kunstcubciten gibt es
ihnen erwünjchte Aneitung für dcn Flcltz der
Hand, Lclchrt sie in fasillck-en Aufjätzeu über W:j-
sensmcrles aus Ecschichte. Natur unv Techrnk, er^
hebt sie durck lyrüche E.aben in das Reich des
Zocalen und bietct jhnen vollkommene Zeistrcu-
ung Lurch interesiante Rätsel. So verdient das
mit prächtiO.m Bildern künsilerisch gqchmuckte
^ucli ein ^kostbarer. Schatz für die hettMwach.ende
weibllche ^ugcnd g-.nannt zu werven.

nmnalverbandLn zu veriorgenden Betriebe lnmi.
zu sewerblichen und'techntjchen Zwecken b. ^
und vcrwendet werden darf. ^

Die Reichszuckerstelle fetzt darnach die VeLorr^
cmkerle feft unL ertellt die erforderttchen

Handelt ein Anternohmer Len uach W i
2 auwestellten Erundfätzen und BeLingungen 2
der VerwcnLung des Zuckers zuwid.'r. jy ttma
Lehattlich der Varjchrist.im 8 32 Abs.
nrunalverband feine Zuckervorräte v-äne
enleignen ^nil.eu

tz L2.

Derblauchszuckcr darf -ausier im ?jaLr Les ^
nur gegcn B.^ugs,L)eine di-r Reichszuaerckr'le «b/-
geoen U'id bezogcn werden. svWeit ni.hl hj.. d",.,
munamerbändc jür ihren Bezicr nach ^
a.rocvcs bcstrmmen. Der HanLel nnt
ncn sit vcrboten.

Lic AnijVrderwng Ler ReichrMlckerstelle chat Ler Be-
sitzer vhnc Rücksicht auf dre «mdgültiae Zests!'tzung
Les Aebcrnechmepreiscs rmL der Lrefevun.gÄbeLin-
Lungen Lu lr-chrrn der zur AbucLme Drrpflichttte
vorlüuLis den von ihrn sür -avgemesierl,erachtcten
Preis M zaUen. ' ^ .

Werden Lie Rüben r.rcht freiwillig Lber affen.
fo wilD Las Elsentum ou? Autraa Lcr Stelle. an
die fte zu IsiHeru ist, Lurch AnvrLuuug L-r Rttchs-
zuckerftelle «uf dle Slelle Lberlraigen. Die Auord-
nuug ist ml Le-n DLltzer M richten. Das LiÄ'n-
tvm gccht Lber, stckald Lle Aneüdnuug dcm Dc-
sitzer ZuLcht.

8 ir-

Die Hersteller von DcrbLüuLszuckrr dürfcn Z-°t-
kiT nur nach den Wcl.flm.-gM der R'ichsluckcrjtrLe
oder segen Bezussschein abgebc.':. S'e siud ver°
pf iäch.'t, Zucker an die ihnen von d^r R-cühszuLcr-
stelle bemrnnten W-nchmer ,zs liefern.

Die Rüuhdlckerstclle crlLkt die »äck'irc-n Ve-
stimmungen; sie Lann insbc^cmLeve Lie Bedinsun-
gen der Acfcruns, Abrmchme umd Bcza-l«us stst-

Dkr ReichsLlrnJler bestimmt die ErunLstitzc M-
r>:e Bemesiung des ZuckLverbrwucks Ler Mrg'r-
lichen Bevölkerung. Dabcf M Ler B^dr^ fur Lie
LLstvcrwertruilL im Haushakt zu derÄMchttgen.

8 17.

Die Neichsmckerstelle LLerweist Len Kvmmu-
uakveribändrn B^zugsschrine übcr die ZuckerMEeu.
die -gemäk tz 16 cruf jcden KommunaLvcrlwlld ent-
fallen Äs LanLeszcntrwldäkörden kömicn bestm-
Lere Vermiitlvngsftellen errichtcn. die die auj die
Kommuna-'vcrhändc ihres Bezirks vnttaüendL G2-
samimcnLc unlervcrteiles.

Die KonlilnunalverbänLe konnen Len auf ste
mitsMenden Zucker fe ibst Leziehen oder die Be-
MVschestie -an den HanL^ weiterS-'ben.

^ 18.-

D»e KsmmriniailvcL'bLnLe ckabcn Lem Derbrauch
vw Zucker in ihrem DezirLe zu reseln. soweit uicht
die 8 8 19 Lis 21 AlvweuLiung finden. Si' können
ins.be)ondcre vottchreiben^ datz Zucker an VerLrau-
ch.r nur gcgm ZuckcrLarten abwcgeben werd.m darf.

' Der Retc^kanzlcr kann boftimmen. wieweit die
Kvmmun^veibändc ans den nack 88 16 und 17
auf sie eiltfaNenden- Meusen auck Lie Apotheren.
Easthäuser. Väckcreicn und Konditoreicn. sowic
.andeve Betrlebe der Ledenswittelvetsorgung xu
verjorsen habcn. ^ ^ ^ „

Der Reichskanzler, Lle Lcmdeszcntralbelwrden
oder die vcm ihnen bosti.nvmt>.'n BehördcN können
die Art Ler Regelung vorsckreiben.

Die Dcrbraiucksröaelung greist nicht Platz ge-
genüber Peüsvnen, die von dsn Heeresocrwaltun-
gen und der Marinevcrwattuns mit Zucke: ver-
jorgt werden.

8 20.

Der Neickskanzler bestbmmt die Grundsatze,
nach donen Zuckn: in sewerb icken und joustigen
naher zu bczeichnenden Betriebey. mit Ausnahme
der nach 8 1« näher zu bezeicknenden DetrieLen,
mit Auvnahme der nach K 19 Al»s. 2 von den Konr-

8 23.

Zuckerruben. Rohzuücr und Berhrau-bsLlckr
vlc aus dem Aosland eiuLcffu^rt w.vaen sinL ivm'
dem Llnführenden an die vom NeichÄarL er
stim mcnde Stellc zu liefrrn. ^

Als AuslanD geltcn im Sinne dieser Dottmrio
a-uch die be.etstcn <Ä-bi:te.

Der Reickrska^:er trifst die näheren Vr'lttm
rmrnLm; er kann oie nähev.m DedingungeE/
Lieferung fejtjctzcn. ^

8 32.

Mit EvfLngnis bäs zu einem Tnhre und nlsi
Eeldjträ'e bis' zu zehntaujend Mari ovrr nni
ner diejer Straffen wrrd, unbe.ckalüet erner ver^
wirkten Steiuevstraffe, bestratt:

1. wer unbefugt Zuckerrüben verfüttert vdcr
Lcn nach tz 2 Abj. 2 er1a,>en>.n Beginrnuin-
Lcn zuwidcrhanLett:

2. wer dcn Dorjchrijl.m im 5 3 zuwldrr Zvk-
krrrüben aL.jetzt oder der Liefferungs- unb
D'.rlaidLMcht nach 8 4 nich! nachümmrt;

L wer unbcflist Rohzucker entierut. bürtte-
fchrM. be-tckMüt, zerstört. verüällt. rerffüt-
tert oder fonst verbraucht. veravbeitrt. ver-
kaufftz lomfft vder rrn aAderes Dercmtzelüngs-
oder Erwerbsgujchäffj LL r ihn abfch icht
oder den nach 8 S rrlasienen BestttmnLN-
gen zuWldcrhandLlt;

4. wer Len VorMisten in den 88 5. V. 11 vder
Len -cmiff Erund des 8 ö. tz 7. Abff. 4. ZZ 9,
11 erlasjeven Befttmmungen zuwiderharidrtt;

L.wer d:« Vorfchriftun rv dm 88 16. 22 rckcr
Len auff EvunL Les 8 18. Abs. 1. 8 19 Adsi 2.
8 29 Abff. 1, 22. 23. 24. 31 erlcksien-n Be-

MmrnLngen zuwiderhandett;

L. rvcr L',: nach 8 '38 erfforoerte Auskunft nicht
richtis erteitt. oder Die -Emfickff in die Ee-
schMsaufzeffcklmusen oder die Entuahmc
eckrr Ein endung vmr Proben verweigettt.

N<b.n der Straffe kLnncn L« EegenstLnde. nus
dre frch die straffbarc HanLlung besteht, ringezasen
roerv-n, vhne Ant^rfchp^. fie dcm Täter schöreil
oder micht.

Verordnnkkg

lVcm 1. Nvvembcr 1917).

De» Dckkehr mit Zucker betrrffend

Zuim Bollzus Ver Dundesrats^rrordMmg vom
17. Oktober 1917 über Len Ver/'st: mtt Zucker
lRcichs-EchMla tt Seffte S14ff wird vervLdnei was
ffolst:

8 1.

Ain Sinnc Ler Bundesralsvrrordming ist L«l-
deszc-ntralb thörde Las M!mM.rtti.m Les Znnern,
höhere Berwalttlnssbehörde Ler LandeÄommMr,
MllänLlsc Bchordr Lers Br,zttck-Mnt. Die«s A corch
bojngr. Allsnahnl' n semäk 8 2 Abf. 1 Satz 2 Ler
BlMdesratsvervrdnung Zuzulllsicn.

8Ä.

VMntttlunLSstelle ttn Sinve Ler Bamdesrats-
vcvc-rdnung ist bie b-ttin StattWchen Landcsllmt
rrrick-bcte ^Badlsche Zuckerversorgung". w lch r sls
EeickMscÄtrittms Lvc bet d«M Einkruff süoweßKrut-
ffcher S-tädte, E^ellchafft nitt b.-ckränkter Alffttmg.
in Mannherm errichtetc .^Eejchäfftsstellc der Bodi-
schTi Zuckervcrst'roLiug" briLÄebni ut. Dre Ksm-
wunaLvcrLllnde verkehre« nnt der RciEAuckerstclle
dnrch VerMtttlnng dcr ..Badischen Zuckerv-Tlor-
sung".

Die ^BsdijchI Zuckerversorgung" wiro a7°ch a>s
Stelle beWmml. welche zur Ausübuns der in
den 8 8 27 und 28 Ler DundesratsvcrordnunZ tfl-
Keichncten Brffugnisir errnächli.gt ist.

8 3.

Die Abgabe von Zucker an Verbrauchcr deri
nur gescn Zuckertairch od§r entsprechenden Vnrmerk
auff der Brotkarle erffolgen. Die naberrn
munge» wcrdc« von Len Konmmnalverbällden sc-
traffen, welche srich dic Zuckcrdarte auL-geben.

ZLr dic Ncrabfo-lüung vrm Zuckcr lur Obftver-
wertung im Haushalt ttcfffcn Lie KonnmmalVer-
Lände bcffonLeu» Nege-ämg.

8

Für Lie ALgMe von Zucker zur Dienenfütte-
rmig crgshen 1>e'-onderc Bestinmmngeu.

Diesr DerorLnuns tritt nttt Lem Tage ihrer
VerkünLung in KMt.

Karlsrubel. ÄtsoenlLitt 191S.

. Mlurstcrlum des Annern_,

GküielWiilt Heiklbttli.

Oeffentliche BekanntgLbe.

Durch Lie ErneuerungSackeiten im Schnlhaustffluf--
gehalrcn. muß der Anfaug des DiniechalbjahreS 'ü-k
8 Tage d. i. auf

Montaa, den 17. Novcmver D. 2^.

die Eröffnung der Schulwenfftatten auf L>io»lrag. dcn
34. Novembeic versckoven werden.

Jn alle fachtechnifchen AbalAurfch «och

und Vor' ercitnngskurse könnc-n stch ^blö dahur
weitere Besucher emschreiben kasie«.

Tie schulpflichtigcu «ärtnerkehrli^e -e
Lehrjahreö, sowie bi^ungsbcflmene. s^bN ^

Gartncr. Gehilstn und o'aneuarbetter welck)- 1 ,

einem wöchenUich O-stündigc« Fachforft w -l-
zcictmen. Plankunde. Bodcn- u°d Dun»^^,^ll
Obst. undGemujcban unterDnl^ng^
zu belciligen wün>chen. wollen ?, obe.l-s

aasse 1<h 2 Sloü. anmelden. Nnterricht V ^
5—7 Uhr; Schulgeld L<> tvla ik. z488

Hetdclberg. «- Novemder 1919.

Tas Neriornt.
 
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