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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0455
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Lorwiirfe und der würdelosen Selbstverurtei-
lung. Unser Sündenrcgisier uinfaßt Folian-
ten. Sie drücken auf uns wie Erabsteine.
Wenn man^noch eine Zeit lang auf didse
Wcise das sittliche Bewußtscin degradieren
wrrd, dann wird die Nerwüstung nur noch
größer werden, als sie ohnehin schon ist.

Ss wird Zeit, daß wir aus der hartnäckigien
Sclbstverneinung herauskommen und trotz
Leid uud Not glaubcn lernen an unsere Le-
bcnswendung, an die wachen Kräfte, die in
uns verborgen liegen, an die ganz unzweifel-
haft sichere Möglichkeit unserer Wiedergeburr.
Nur der ist verloren, der sich selbst aufgibt.
„Berzagtheit Ist die eigentliche Sünde", sagi
Luther, „Verzagtheit ist der Tcufel". Der Herr
dcs Lebens isi unendlich freigebig gcgen den,
der vor dem Wagnis, mit einem schweren Da-
sein einen ehrlichen Kampf aufzunehmcn,
nicht zittert. Fort also mit den Eedanken an
Eterben und Untergang in den Abgrund der
Hölle!

Fn diesem Sinue sei uns der Bußtag ein
Mahner, uns zur'Kraft zu bekehren. So solltS
er ein nationalcr Volkstag werden im werte-
sten und besten Sinne.

M. W.

Die Mehlschieber

An den M-eh l sch i eb un ae n. von dencn wir
vor kurzcm berichtet haben. sind hauptsächlich 'fol-
gende Bäcker beteiliat:

Ludw^g Ereiner. Bahnhofstrake. mit 39
Säcken j;u je 2 Zentner. Iakob Treiber. 6and-
schuhsheim, Steckelsaasse. 16 Söcke. Adam Schul-.
Vlumenstrake, 12 Sack. Frau Martin Volle. Heu-
markt 6. 10 Sack, Fakob RanLenbusch. Niönch-
aasse. 9 Sack. Iohann Bayer. Handschuhsheimer-
landstss.ake 10 Sack.

Das Mehl wurde unter Verlehuna der Reichs-
getreideordnuna und der Höchstpreise — etwa 100
His 150 Mark am Sack — an den Neiscnden Kairl
.Scheifele, den Expcdienten Wilhelm Kolb
hon Neckargemünd. der bei der Mehlhandluna Ee-
ora Heierlin« h'er das Laaer unber sich batte. nnd
jlm Mehlchändlor Eeora Heierlina selbst ver-
tcmft. Scheifele und Kolb haben das Mehl wieder
mit oinem Aufschlaa von 150 bis 200 Mark pro
Sack in der Hauptsache an Konditoren wei-
1er verkauft. Geora Heierlina behauptet. das
Mehl als Reserve für Heidelbera aufaekauft m ha-
ben. unr es vor den Schiebern -u retteu.

Auker den acnanntair Ba'ckern sind in kleine-
rem Aiakstab noch etwa 1 Duhend Bäcker an den
Mehlverkäufen beteiliat.

Zu den Abnehmern aehören fast alls hiesi-
aeir Konditoren. tzauptsächlich Konditor Nörr und
Konditor Stüh. Sie wollerr die Herkrmft des
Mehls nicht aekannt haben. Die Lebkuchen- und
Gebäckkonditorei Hans Cchubert. Nohrbacher-
landstrake 180. und He-nrich Frey. Gaisberastr.
12. sind besoiidvrs fchwer belastet.

* Deutsche libcrale Volkspartek. Am Aümtag
aibend, pünktlich halb 8 Uhr spricht Dr. Curtius
im »LSÄtzen Bock über die pa rt e i po l i t ische
Lage, worauf heute schon aufimerkfam semacht
Ki.

* Dersonalmeldung. IustizMrkrr Gg. Knaner
beim A-mtsgericht Heidslberg wurde> zum Justiz-
sekretär ernannt.

* -Stadttheater. Mittwsch selangt zum ersten
Male das Singspiel «Am Brunnen vor dem
Tore" von Walter Goehe zur AuMhmns. Die
Haiuptrollen w»:rden gsspielt von den Dcrmen von
He'-mrolt. Montt. Preger. Wolsert And den Hervcn
Bi-erinaer, Maier-Maelde. Marls. Ostevburg. Pat-
ten. Schommer. Spielleiter rst Herr Maile. Die
mnsikalnsche Leitung wurde Hcrrn Kcvpellmeistsr
Lobertz nbertrasen.

* Die Kurzarbeiterunterstühnng. Fn den näch-
sten Tagen sindet im Reichsarbeitsminiisterium
«lne Bchprechun-g statt, in drr die Frase beraton
werden svll. in wvlcher Weise die prodnktive
Erwerbslos-en - Fürsorge aefördert wer-
den kann. An oieser Konferenz soll auch die Frave
der Kurzarbeiterunierstühung behandelt werden.
Das badische Arbeitsministerium wird dazu eineu
Vettreter entsenden. der die AufÄabe hat, die Wün-
sche Badens zum Ausdruck »u brinsen.

* Ein Fahrradmarder erwlscht. Ein DaglÄMr
Vus Man^eim versuchte sich sestern vor einem
'Hcäilse der Hauptskaße als Fcchrradmarder. Der Ei-

gcntümer oes Llades kam jcdoch im selben Auseu-
blick hinzu u. nabm die Verfolgung zusammen mit
dom Eigentümer oes Hauses auf. Es gelang ihnen,
den Gauner in der Dreikönigstraße zu erwischen
und seine Festnahme ru vcranlassen.

* Taschendiebe bei oer Arbeit. Auf dem Haupt-
bahnhof wurde einer Dame die Celdtasche Mt 300
Mark scstvhben.

Wiesloch. 21. Nov. Die landwirtschaftlichie
Krsiswlnterschule wurde eröffnet. Der eHbe
Kurs mird von 45, der zweite Kurs. de-r mu Mitt-
woch bsginnt, van 35 Schülern bosucht. Die An-
stalt hat somit chre bishsrigon Besuchsziffern be-
oeutend übevschritten. Da» Alter für vie Wu/f-
nahm» ist das vollendete 17. Lebensjcchr.

Mannheim. 21. Noo. Jn einrx geolcmtvn Danl-
gcheßnov.'lle soll den Privatbanken verboten wer-
den, Wück^el unter dem Diskoutsatz der Reichsdant
zu lombardieren. Da 5)icrdurch die bckdrsche Jn-
dustrie empfiudlich geschäd'rgt mürde. hat sich oer
'allü-meins Fabrikantenverein teloaraphisch
an deu Reichsmt und an die badische Regieruna
Mwandt, um Mgen ein devartiges Derbot vm Zn-
teresse der Jndustrie entschiedenste Verwcchvung
rinzulagen.

Bruchsal. 21. Nov. Eine Tabg.kvflanzer-
versammlung des badischen Bauernvereins
die aus den Bczirli.n Bruchsal. Bretten. Eppingen.
Sinsheim. Wiesloch, Schwchingen. K-arksruhe und
Durlach besucht mar verlanate div Freigabe der
diesjährisen Tabakernte.

- Sport öer „S.p.

i

* Pokalspiele in Heidelbexg. Am morgiaen
Sonntag spielt Fukball-Ges. Union mit sämtlichen
Mannschaften aenen Astoria-Walldorf. 4. Mann-
schaft vorm. 10 Uhr. 3. Mannschaft vorm. halb 12
Uhr. 2 Mannschaft nachm. 1 Uhr und 1. Mannschaft
nachm. 2.45 Uhr. Da V. f. B. am lehten Sonntag
überraschend hoch geaen Astoria-Walldorf verlor, so
wird nwrgen ein spannendes Spiel M erwarten
sein. SLmtliche Spiele sind auf dem Sportplatz
bei der neuen Kaserne.

Gerichtszeitung

* SchosfeAgericht Heidelberg. In der össent-
li'chen Sihung vom Smnstag. den 15. ds.. wurde
Geora Ruppert von Kirchheim weaen Körper-
verlestnng zn 8 Monate Gefängnis. Ioh. Schmitt
von Neckargiemünd wegen Bergehens gegen die
Verordnung betr. Eierversorguna zu 80 Mark Geld-
strafe oder 8 Tage Eefängnis. Georg Honig oon
St. Flgen und Eeora B-ernhardt von Saiwhau-
sen wegen Varaehens aegerr die Berordnuna über
den Verkehr mit Zucht- und Nutzvi'eh zu. ie 50
flNark Eeldstrafe oder 5 Taae Eefänanrs. Friedrich
Summerer von Neckaraemimd weaeu Doraehens
geaen die Derordnuna übcr den Handel mit Le-
bensnntteln zu 300 Mark Geldstrafe oder 30 Taa«
Eefänanis sowie LeopoLd und E-eora Sterzen-
bach von St. Flaen weaen Diebstahls und Heh-
lerei erstersr zu 10 Taaen Eefänanis. lehterer zu
2 Ta«en Eefänanis verurteilt.

Letzte DrahLberichte

Verliu, 21. Nov. Beim Auswärtigen Amt gins
ein Telogvamm des Vorschenden des Exvkutions-
ausifchusies der internakionalen Arbe it« r - Kon-
ferenz ein in welchem dem Bedauern Ausdruck
gegeben wird, datz die deutschs Abordimng infvlge
ihror spüten ALreise nicht in der Laso sein werde
bei der Konfevenz positiv mitzuarcheiten. Es sei
amch umvahrscheinlich, dak die Sitzunsen übrr den
S. Dszember hinaus ausgedehnt werden würden.

München, 22. Nov. Der Schriftsteller und Ne-
dakteur an der »Fugend". Eeorg Queri, ift -gc-
stern. erst 40jLhrig einem schweren Leiden erlesen.

Wien, 22. Noo. Das Achkchr-Abendblatt <<rfahrt
aus siwerläsirger Ouelle. datz der Verkauf der
Kunstlwercke durch Deutsch-Ocskrreich infolg: Pr 0 -
testes ber Subkommission der Revarationskomi-
misitcm ausgägeben worden rst.

* Der Partcitag drr Unabhänsigen. Wie die
.Freibett" mitteilt, ist. numnehr mit einiger Ci-
chechett ansenommen w.i:den kann, dak ein erneute
DerikehrSjperre der Abhaltung des Letpziger Par-
teitagee der Unabhängiaen nicht hinderlich ftin
aknn. der Beginn dre Tagung amf den 30. Ztov.
sestgesetzt. Die Frauentasung bogimtt Äkeits am
L9. November.

Vnd mit anderen Ehrunsen bedacht worden; ich

!bitte alle. dk fich dafür interesikren, den grdruck-
trn IahrcSberich' einzufeHen. ^ ^

Auch in den boiden lc-tzten IMren hat sich die
Univer,ität wieder einer Anzahl hock^erzvger
Stiftungen und Schenkungen zu erfv-uen
gchabt Ich mache hier nur die folsenden namha.st:
Vor allem die großartise Stiftung einer Mir Uni-
versität gehörigen OrthopädiMn Anstmt sur
Kriegs- und Unfallbeschädiato. die -aus der Schlter-
bacher Gemarknng rm Entstehen bogrisffen ist. Da-
durch. dak die Stadt drn arötzcren Teil des Eelän-
des dn.für zur Verfügung siettte. der Stactt eine
besondcr-.; Profesiur einsetzie. insbckondere aber
durch zcchlreiche und arotze EeldschenLungen natür-
licher und iuristisch-r Personen ist der -hockcherzige
Plan zur Ausführung reis geivorden. so dak <rm
6 Februar 1018 in feicrlicher Sitzun« die er-
folgte Eründung der orthopädischen AnstM der
Universität Heidelberg. der eMm dieser Art in
Dautschband. verkllndet werden konnte. — Die Io-
stffine und iGdüard von PortheinvStistung ifur
Wisseusclmft uKunst in Heidelbcvg wurde Vnründet
uud spätrrhin erwütert. Ferner Herr Dr. August
von Röchlins-Mannhei-m schenkte dem geolo-
kisch'n Fnstitut die srotze Sammlung des verstor-
benen Wicner Eeoloaen Eduard Suek; das Fn-
stitut für gescküchtliche Ncchtswissenschcrft mit einer
romantischen Abteilung (Papyrusinstitiit) und ei-
ner deutschrechtlichen Abteilung wurds aufsrund
einer Stiftung des Herrn Dr. Rudoks Mosse,
Bcrlin errichtet; der psqchiatrisch.m Klinik flossen
von verschiedenen Stiftern reichc Mittel Kl'; wei-
tere Stntungen verdanbrn rvir Fnau ^Zohanmr
Maria Avenarttus. Heidelberg, Frau Maria
Hoff.mann, HeidÄLerg, Herrn Karl Fulius
Mayer. Barmen u. «- m. Allen den Eenannten
und mich dcn hicr nicht genannten sowie d-'n unbe-
kannt gebliebrnen Stiftern und Stisterinnen set
auch von dieser Stelle aus ausvicUiger und herz-
licher Dank -aussesprochcii Ie mehr die stcvatlichen
Mlttel durch andrre, der Wissenschrft ftrnliegen.de
Bediirfnisie in Anspruch genommen werden, desto

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ohne vorher meine Pretfe eingeholl zu haben. 8797

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private Unterstützung angswiesie-n. Möge sie nie
veosicaen.

Zwiffchen das Wintersemcster 1918—19 und k
Soinmersemester 1919 wurde ein Kriegsnotsemester
eingelegt. das von 1721 rmnmtrikulierten Stubie-
rend-m beffucht wurde. Die Besuchsziffern der re-
gukären Semester rvaren: 1918: 2806. 1918—19:
2944, 1919 : 3403. 1919—202 3322.

Heidelberger SLadLtheater

Zvh'gen^e aus Tauri».

Alle menschlichen Gebrechen sühnt reine Mensch-
lichftit. Dies köimte «ls Motto über dem Seelen-
drama stehn. das noch inimer. wenn es <vuf der
Bühne in verständigsr Weise behandelt wird, einer
tivfen Wirkung fähig ift. Der Höhepunkt. wo
Jphigcnie, Lie sich von Pylcrdcs hat bereden l>asien.
an einer LUgo ftilzunehmen. inm dic> Fliuchi zu er-
möglichen, die übernommene Rolle nicht durchfiih-
ren kann und dem König die W<chrheit>rnllhüllt,
was das Eefährllchste von Allem ist. dieser Höhe-
vunkt wurde so recht zum Mittvlpunkt des Abends.
Frl. Schott. die das Parcenlied besonders schön
sprach. hatte wirkkich etw-as von bie-fer Goethischen,
enchllhnenden und belebenden Reinheit. Taube uud
loere Ctellen ftchlten ihror Darstellung durchwc-g,
und das Eanze hatte einen ju«endlichen Imprtls.
Horr Felix arboitete als Orest «uf Wcchphoit hin.
die grocke Vision, wo er die versöhnten Ähnen vor
sich schaut. golaing ihm bosonders gut. Als Pylatdcs
bewios Herr Saar eine boachtenswerttz Ga-b« der
Charakteristik cruck, -auf dom Gobiet bes ycchen Sttl-
dranms. Herr Thieme behandelte ass Arkas
den Vers besondttts svrafiiltig. was cruch bei dcm
Thoas des Herrn Schäffner lobentd ihervorse-
hoben wcrden kann. Der grotzo Erfülg des Abends
sit aber wohl in erster Reihe dem Spielleiter
Zwillinger zu danken. der alle dielse fchwftri.
gen und Sorgfalt erheisck>enden Dinge mit Feinse-
siihl und Klarheit zu einem packendan Gcmzein zu.
sammengeschlosien hatte. K. W.

3. Butter und Margarine

^/, Dfund Butter zu 73 Pfg. auf Fettmarke Nr. 10
in oen Geschäften Haag—Henn; übrige Geschäfte
'/, Margarii^e zu 63 Pfg. (das Pfund zu Mk. 5)
Verkauf dcr Butter vom 20. 11. bis 25. 11. 19.

„ „ Magarine vom 25. bis 30. 11. 19.

4. Zerealienmrhk

250 Gramm zu 34 Psg. auk Bestcllmarke Nr. 4.
Abstempelung der Bestellmarkcn 21. bis 25. Il.iii
denGeschäftcn laut Bekanntmochuiig vom 21. II. 19.
Nachstemplung der Bestellmarken erfolgt nicht.

5. Obstwein

iu Mengen von 20—100 1 an eine HanLhaltung
zum Preise von 1.20 Mt. zuzügl. 25 Pfg. Stcuer
pro Liter, Bcstelluug vom 20. bis 30. Nov. gcgcn
Borlage dec grünen Ausweiskarte in Zimmer Nr.
83 unsereL Amt.'s. Bezahlung bei Beslellung.

Hülsenfrttchte

1 Pfund zuni Preise von Mk. 1.35 als Ersatz
für Kartofseln auf Kartoffel.Ersatzmarke Nr. 5 an
diejenigc, welche dic neue Kartvffelmarke mit voo
legen können.

7. Rüben

Jn der altcn Eilguthalle (Personenbahnhos) tägl
9—12 und 2—4 zentnerweise Bodenkohlraben zu
12 Mk., Oberkohlrabei» zu 15 Mk., Rotcübeu zu
18 Mk. den Zentner.

8. Speck

125 Gramm a Mk. 4.20 per Pfund auf Abschnitt
1 der neuen Fleischbestellkarte. Verkauf ab Montag,
in sämtlichen Metzgereibetrieben.

s. Für die Verkaufsstellttt:

Hlllsensrüchte alS Ersatz für ttartoffekn sind am 24. 11.

Firma Braun L: Co. gegen
-olen. — Hülsenfrüchtenmehl und

abzu
ohnen auf

lonialwarenmarken werden für Geschäfle A—K
am 26. 11. für Geschäfte L—W am 27. 11. bei
Firma Braun L Co. gegen Barzahlung ausge-
geben. — Zucker ist zugeführt. — Butter ist aus-
egeben. — Margarine ist am 24. und 25. 11. bei
irma Maisch, Hauptstratze 192 gegen Barzahlung
i der Zeit von 9 bis 4 Uhr abzuholen. — Speck
Wird Samstag zugetsikt.

Heidelberg» >en 21. November 1919. 6791

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