Belvedere: Kunst und Kultur der Vergangenheit; Zeitschrift für Sammler und Kunstfreunde — 1925

Page: 57
DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/belvedere_forum1925_2/0083
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile

i. Goldglassilhouette, bezeichnet von Menzel in Warmbrunn, 178g
Hirschberg, Riesengebirgsmuseum

DIE GLÄSER DER WARMBRUNNER MENZEL-
WERKSTATT UND J. J. MILDNER
EINE UNTERSUCHUNG VON GUSTAV E. PAZAUREK
Daß die Warmbrunner Doppelwand-Medaillongläser, die von den letzten anderthalb
Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts bis in die ersten Jahre des ig. Jahrhundertshereinreichen,
mit den in die gleichen Jahre fallenden und wenigstens zum Teile die gleiche Technik auf-
weisenden Gläsern des gefeierten J, J. Mildner in Gutenbrunn künstlerisch zusammengehören,
habe ich zum Unterschied von der bisherigen Literatur bereits betont1). Mehr konnte ich
früher noch nicht sagen2), da die Warmbrunner Werkstatt — daß es sich nur um einen
einzigen Betrieb dieser Art handelt, konnte ich bei der weitgehenden Übereinstimmung der
Arbeiten bereits annehmen - - noch nicht festgestellt war. Und von Mildner wußte man auch
nicht, woher er kam und woher er jene Anregungen mitbrachte, die er in Gutenbrunn
so schön ausgestaltete.
Ein glücklicher Fund im gräflich Sch affgotsch sch en Schloß von Warmbrunn und einige
Feststellungen aus den Kirchenbüchern dieser Gegend, die mir auf meine Bitte von be-
i Doppelwand-Medaillongläser und ihr vornehmster Vertreter J. J. Mildner, in G. E. Pazaurek: Gläser der Empire-
und Biedermeierzeit (Leipzig, 1925I, S. 511 ff. — 2 Bei meiner ersten Anwesenheit in Warmbrunn war mir leider —
vgl. Pazaurek, Die Gläsersammlung des Nordböhmischen Gewerbemuseums (Leipzig, 1902), S. 19, Anm. 109 — der
Zutritt in das Schloß verwehrt; sonst wäre diese Angelegenheit bereits vor 20 Jahren geklärt worden.

Forum

57
loading ...