Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 13.1895

Page: 95
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/d8. er cdi.8 ci9es ?.u d^don I>^ sineu §ulen
Iruvven an a^6en Zlalt §e1opI liat alleg un-
^evkn'dod.
dud cles Lu urdund dLden >vir un8ers ca-
pilel3 §emain secret jn8i§el Ia88en dericden
an 6en drief, der §eden i8l usf 5r^ta§ naeii
der da.il§en dr^ dün§t3§, von ddri8li uii8er8
Heden derrn ^e^urt kunfLedendundert und im
/.melden jare.
I)aruin5 §e!od und ver8pried i'cd od§e-
nanter ^odanne8 Luedner or§ani3t, d^ und
ind minen §uten linken an avde8 8latt, Zol-
dem ol)§e8cdriedenen driek in allen punclen,
arUedeln und ma)mun§en, mied derurend, ver-
dindend und ukl mied ^F8end, §eutxded Lu
jeden, und dem allem §elru^vlicd naed Le
dommen und dainvicler nit Le lund nocd 8cdaf-
5en §elan v/erden, v^eder dured mied 8eld.8
nocd ander perzonen, und incdtL dievdder Lu
erlangen ^eder ven §ai'8tlieder nocd vveldicder
oderdaiten. Oed od mir elviM8 die^vider von
)?emand3 a^§ner deve^nu83 §e§eden oder xu-
§ela83en v^urd, nd LU §edrucden in ainicder-
la^ WF88 noed we§e, alle8 unZevaerd.
dnd de8 Lu urduud dad icd min a^§en
in8i§el dier an tdun dencden und Lu merer
8iederdad mit vle^83 erretten den ernürdi-
§en doed^elerten derren mai3ter dlan3en von
dlin lieeneiaten und Ldorderrn ^u 8andt Ltedan
LU do8tentL, da8' er sin a)'§en in8i§el, docd
inl und sinen erden un8ededlied, ocd §edencdt
dat an den driet, der §eden i8t uks 5amp8ta§
naed 8andt dlrdardlL ta§, von Ori8ti un8er8
lleden derrn §epurt lu8end sunkdundert und im
L>ve1lten jare.
?er§. Or. Li§el de8 Idan8 Luedner: d'raZ-
inent. Im >Va^pen Lterne; llelm-
Lier; ^.dler mit auZ^eZpannten
dlü^eln, aus derllru8t einen Ltern.
IIm8edrist: Ilann8 . . .
Li§el de.8 Odorderrn 1Ian8 von
dlm i8t vvodl erdalten. dm8edrist:
Li^illum madter llann8 von dl in.
(Aus dem Bad. Geneval-LandeSarchiv
in Karlsruhe kopiert.)
Vielleicht werden weitere Studien mehr
Material bieten, ch
Vor hundert Zsahrrn — die Fran-
zosen in Oder sch Waden dezw. in
St. Christum.
Milgcteill nebst Einleitung und Amnerknngen
von Amtsrichter a. D. Beck.
(Fortsetzung.)
Etwa 50 Schritte vor dein Stadtthvr drückte
mir der mich bis dahin nach gegebenem, seinein
Versprechen konvoyiereude Patriot, eilt allem Den-
ken nach ehrlicher Mann, die Hand, die kalt wie
Schnee war, embrassiertc mich mit Thronen in
') Monatshefte XXV S. 103 schließen aus
dem Abdruck eines Gesanges von Büchner im
Werke „In Ikpliaplniz Oasparis Otlromari (ge-
storben 1553) ans ein späteres Sterbejahr des i
Konstanzer-Mcisters. ^

seineir beiden Augen, verlies; mich, dann auf der
Stelle, ans der ich zu ihm sagte; „Ucee! amice!
Livltas istlraec est uativitLtis meae locusG
unter der mir elvig nie vergeßlichen Nückänße-
rung: „Ncce et tu Weverencke ckamins! guocl
saru ex nunc cksbeo acl exercitum, ouia st s§o
borno sunr sub potestate coustitutus! Du jum
vacke! conbckentsr spera, gula Oomiuus tecum,
ackisu!" — Mitten durch die SU Spalier ran-
gierten, trotzenden, meist besoffenen, rechts und
links uinhertaumelnden Franzosen marschierte
ich nun immer vorwärts, so hurtig als ich es
nur vermochte mit meist zur Erde geschlagenen
Augen (eilte gleich außer dem Pfarrhofe am
Knochen des rechten Fußes eingedrückte kleine,
aber doch blutende Wunde machte mich wider
meinen Willen zum Hinkenden) meinem mir
vorgesteckten Zufluchtsorte, dem Pfarrhofe bei
St. ck>os zu. Wer kann oder wird es mir ver-
argen, wenn, da ich nun wirklich daselbst an-
langte und zuerst die rechter Hand anliegende
Grabstätte meines in eben diesem 'Monate vor
30 Jahren hier beerdigten sel. Vaters Joh.
Kvnr. Sehfried, durch 24 Jahre gewesten Haus-
meisters im allhiesigen Zucht- lind Arbeitshause
erblickte, den niämiigttch bekannten ehrlichen
Mann mir lebhaft vorstehend, nichts sehnlicher
gewunschen habe, als nur bald zur Seite oder
zu den Füßen desselben hingesellet zu werden.
Gewiß! so einen, hoffentlich nicht sündhaften
Wunsch erzeugte und nährte in meiner äußerst
beklemmten Seele vorzüglich die bange Besorgnis
und gar nicht unbegründete Furcht, es dürste
gar leicht meinem jetztmaligen Vater, dem gnä-
digen Herrn und nieinen geistlichen Miibrüderu
zu Weissenau das nämliche, vielleicht gar ein
noch schrecklicheres Schicksal zu teil geworden
sein, als selbst das meinige in verflossener Nacht
gewesen. In dieser marternden Unruhe und so
einen erschütternden Kampf kämpfend, langte ich
endlich nahe um 8 Uhr zu St. Jos Z an, ward
daselbst aus den ersten Anzug der Hausglocke
wahrhaft brüderlich eingelassen und ausgenommen,
auch mir alle mögliche Hilfe von dem Herrn
Pfarrvikar Pater Ambros Bredclin H erwiesen.
Das erste, um was ich, bat, war eine Prise
Tabak. Ich erhielt selbe und noch dazu eine
demselben Herrn Mitbruder vor 6 Jahren von
mir verehrte Taballere. Gleich reichte man mir
auch ein frisches Nasentuch, was sehr gut war,
denn seit bereits 10 Stunden mußte ich mich
zur Ausräumung meiner Stumpfnase der Finger
bedienen, Strümpfe und Schuhe folgten auch in
Bälde und was mir bei damaligem Bedürfnis
das Nötigste war, eine warme Tasse Kaffee.
Meine halb- oder ganz kranke Köchin ward be-
müßigt, Erwärmung im Bette zu suchen. Ich
aber ließ inzwischen durch meinen Hausknecht
Sr. Hochw. und Gnaden, meinem gnädigsten
Herrn mündlich, weil ich es damals schriftlich
nicht vermochte, mein erlittenes traurige-s Schick-
sal, meine gänzliche Ausräubung und nun er-
folgte Entfernung von meinem Pfarrorte ver-
melden und >vo und tvie sowohl ich als meine
Domestiken zu besorgen wären, untcrthäiiig und
kindlich aufragen. Nach mehreren, unterwegs
von den Patrioten gemachten Schwierigkeiten,
kam endlich mein Knecht in die Weissenan und
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