Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 30.1919

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INNEN-DEKORATION

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L. CONRAD1
VESTIBÜL
HAUS PAUL
SCHUCHARD

mit innerem Schrecken vernimmt. Es wäre sehr unklug,
den Kampf gegen diese sofort zu eröffnen. Die Art,
wie man die reale Welt der entstehenden Schöpfung
allmählich an die Stelle der bisherigen unbestimmten
Welt der Vorstellungen schiebt, muß die Unnahbarkeit
solcher unzugestehbaren Punkte von selber ergeben.
Alle sachlichen Forderungen aber, die ein Bauherr stellt,
müssen dem Architekten zunächst wirklich eine Richt-
schnur sein. Er darf seinen Beruf nicht etwa so be-
trachten, als wäre der Bau um des Architekten willen
da, er muß vielmehr sein Inneres so einstellen, als wäre

er nur um des Bauherrn willen da. — Der Architekt gibt
seine Persönlichkeit durchaus nicht preis durch solch
liebevolles Eingehen auf alle Einzelheiten der
äußeren und inneren bauherrlichen Bedürfnisse. Er tut
das ebensowenig, wie der gute Porträtist, der die Züge
seines Modells bis ins einzelste durchforscht, um sein
Wesen im Bilde zu erhaschen.....fritz Schumacher.

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VON DER EINFÜHLUNG. Was macht den Meister?
Die Fähigkeit, vor jeder neuen Aufgabe innerlich
wieder zum Schüler zu werden.............w. m.
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