Hager, Georg [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,5): Bezirksamt Burglengenfeld — München, 1906

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V. B.-A. Burglengenfeld.

Burgruine, waren nach dem Kastenhaus (17), ebensoviele nach dem Schloßhof gerichtet. (Vgl.
Aite die Ansicht Fig. 2.) Interessant ist, daß man statt der Stuckierung Ausmalung
"chretbungcn. wählte — ein ungewöhnlich frühes Beispiel fingierter Stukkaturen. Zuerst kam hier-
für der Maler Paul Schwender in Regensburg in Frage. Am 26. August 161g wurde
aber der Vertrag mit Georg Khopp, Bürger und Maler in Straubing, abgeschlossen:
}>Nemblichen soll er die im fürstlichen Schloß neu zugerichtete Cappellen zue Burckh-
lengfeldt durch Khunst der Mallerei auf die Art und Form, dem vorgelegten Muster



genieß, allß nemblichen daß Gewölb sambt den Frönbögen und den zwen Porkhirchen
und Prüstmeuerlin mit Quadrata und Ovata Rammen von Gibsfarb gar liecht und
mit der Erhöhung, daß es der Stuccatorj Arbeith gleich sehe, und darbei die Zieradt
der Architectur gemeß fein sauber mahlen, auch die langen sowol Oval Fenster und
Türgerüst auf solchen modum einfaßen, auch daß Seittengewölb und Sacristey
und waß weiter vonnötten, gleichergestalt behöbig mit Gemehl ziehren.« Khopp
erhält 170 Gulden. (Kreisarchiv Neuburg, A 1273I/2, mit Plänen.)
Die Schloßkapelle, im Mittelalter dem hl. Ägidius geweiht (vgl. S. 27), hatte
in den späteren Jahrhunderten St. Michael zum Patron, (v. REiSAcn, S. 83. —
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