Hager, Georg [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,5): Bezirksamt Burglengenfeld — München, 1906

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Fronberg.

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Das Schloß, dessen langgestreckte Hauptfassade nach Süden gerichtet ist, ist Schioß.
südlich, östlich und westlich von einem tiefen Graben umgeben. (Lageplan Fig. 32.) Beschreibung.
Der Zugang führt von Süden her über eine Brücke zu einem niederen Torturm.
(Fig. 33.) Der Torbogen ist rund, mit Kehlen und Stab profiliert, 16. Jahrhundert.



Am Turm ist das Allianzwappen des Max Karl Freiherrn von Spiering und seiner
Frau Bertilia, geb. Freiin von Stingelheim, aufgemalt; dieser hatte 177g—1787 Fron-
berg inne. (VO. XVIII, 240.)
Vom Torweg gelangt man in einen Vorhof, an dessen Nordseite eine zwei-
geschossige Laube mit acht Bögen sich hinzieht. (Fig. 34.) Die untere Laube,
jetzt geschlossen, mit einfachen Säulen. Die obere auf Säulen mit Laubkapitellen.
(Fig. 36.) An der Brüstung der oberen Laube zwischen gotischen Maßwerkblenden
das Wappen des Geschlechtes von Vestenberg und die Jahreszahl (Fig. 3g.)
Aus dieser Zeit die ganze Laubenarchitektur, interessant als ein in der Oberpfalz
seltenes Werk der deutschen Renaissance.
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