Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hager, Georg [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,1): Bezirksamt Roding — München, 1905

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I. B.-A. Roding.

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wurde nach und nach wieder katholisch. Mit der Wiedereinführung des Katholizis-
mus lebten auch die Klöster wieder auf. 1669 hielten in Reichenbach die Benedik-
tiner, in Walderbach die Zisterzienser ihren Einzug. Im Dreißigjährigen Kriege hatte
die Gegend besonders 1633, 1634 und 1641 viel zu leiden. 1634 wurden Bruck und
Roding, 1634 und 1641 Falkenstein niedergebrannt. Auch irn Spanischen Erbfolge-
krieg und im österreichischen Erbfolgekrieg wurde der Bezirk in Mitleidenschaft ge-
zogen. In den napoleonischen Kriegen wurde 1809 zwischen Franzosen und Öster-
reichern um Nittenau gekämpft.

Bei den Territorialeinteilungen des Königreiches Bayem in den Jahren 1808,
1810 und 1817 wurde unser Gebiet dem Regenkreise, 1838 dem Kreise Oberpfalz
und Regensburg zugewiesen.

1802 wurde das Pflegamt Bruck mit dem Landgericht Wetterfeld vereinigt,
1813 das Landgericht von Wetterfeld nach Roding verlegt. 1838 wurde in Nittenau
ein eigenes Landgericht errichtet, das 1857 vergrößert wurde. 1852 wurde das
Landgericht Falkenstein gebildet. Bei Errichtung der Kgl. Bezirksämter 1862 wurde
aus den Landgerichten Roding und Nittenau das Bezirksamt Roding geschaffen, das
bei Auflösung des Landgerichts Falkenstein 1879 um eine Anzahl Gemeinden er-
weitert und auf seinen jetzigen Umfang gebracht wurde.

Das Bezirksamt umfaßt jetzt die Amtsgerichtsbezirke Roding und Nittenau.

In kirchlicher Beziehung gehört das Gebiet seit den ältesten Zeiten zum Bis-
tum Regensburg.
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