Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hager, Georg [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,1): Bezirksamt Roding — München, 1905

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Quer. — Regenpeilstein.

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mit weiter Fernsicht gelegene Einöde bietet mit ihrer Wallfahrtskirche, dem Bauern-
hause, dem Turme mit dem weit vorspringenden Dache und den Holzständen ein
malerisches und für die Yolkskunde interessantes Bild. (Fig. 74.) — (Interessante Auf-
schlüsse iiber eine geplante Bauveränderung an der Kirche 1776 u. über die Jahr-
märkte nebst einem Plane der Kirche von 1782 u. der ganzen Marktstelle von 1781
[von dem Maurermeister Michael Millinger von Straubing] finden sich im Fiirstlich
Thurn- u. Taxisschen Zentralarchiv Regensburg, Akten XI, 66, 14 u. 24.)

Fig. 74. Quer. Ansicht des Marktplatzes mit Mauthäusl und Kirche.

REGENPEILSTEIN.

BURG. Im herzoglichen Urbar von 1270 als »castrum in Peilstein« im Amt
Wetterfeld genannt. (MB. XXXVI a, 375). Bald darauf wird in Regenpeilstein ein
eigenes kleines Amt gebildet. Als solches erscheint es im Urbar des Vizedomamts
Lengenfeld von 1326. (MB. XXXVI a, 616. — Bavaria II, 1, 608.) Besitzer waren
irn 15. Jahrhundert die Zenger. Im Oktober 1526 kaufte Ruprecht Sparnberger
Schloß Regenpeilstein mit der Hofmark zu Wiesing und der Saffranmaut auf dem
Regen von Hans von Kotzau dem Älteren. 1570 veräußerte Ruprecht Sparnberger
Regenpeilstein an Jobst von Tanndorf zu Forchtenberg. (Hermann Frhr. v. Reitzen-
stein-Reuth, Gesch. der Familie von Reitzenstein, Miinchen I | x891], 259.) Die Thann-
dorfer waren im Besitze des Schlosses bis 1605. Es folgten dann die Maroldinger,
Bertholdshofer, von Altershaimb, Schott, Chlingensberg und wiederum Schott. Jetzt
im Besitz eines Bräuers. (VO. VII, 131 f., 135, 142, 144 ff., 150, 153.)

Miniaturabbildung bei Philipp Apian, 24 Bayrische Landtafeln, 1568.

Die Burg (Lageplan Fig. 76) liegt auf dem linlcsseitigen Plateaurand des Regen-
tales, auf einem nördlich in das Tal vorspringenden felsigen Grunde, dessen Ost-
seite durch eine tiefe und breite, von Siiden nach Norden in das Tal hinabziehende
Schlucht von Natur ebenso geschützt ist wie die Nordseite. Südlich und westlich

Kath. Kirche.

Burg.

Geschiclite.

Beschreibung.
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