Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 39.1923-1924

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EDWIN SCHARFF RELIEF „REITER" (1920)

strömt es in solcher Fülle herein, daß sie sich GEDANKEN UBER KUNST

dagegen verhüllt und doch zugleich darin ein- .„ , . ,....... „

. ., . , . . Was ersetzt bei Homer die Unwissenheit der Kunst-

hullt, ihm sich entgegen weitet. Wie ein , ,. . . . . , ... . .

regeln, die ein Aristoteles nach ihm erdacht, und was

Wellenschlag geht es von ihr auf die Freun- bei einem shakespeare die Unwissenheit oder Über-
din Über, die Sich willig erschließt. Zwischen tretung jener kritischen Gesetze? Das Genie!
beiden ersteht etwas wie die spannige Wand Hamann
eines Glaskelches, indem der Klang sich gleich- Manier jst Tat der Personlichkeit, sie ist der Zu-
sam verfängt und voller wird, um zugleich stand der Produktivität, wo das Subjekt, ohne sich um
in jeder auf ihre besondere Art auszuschwingen. Natur oder Idee ängstlich zu bekümmern, das, was
Alle Poesie kommt hier von der Form, die ihm nun einmal geläufig ist, mit Bequemlichkeit aus-
äußere Anschauung löst die innere aus. Damit führt. Goethe
gehören diese Werke der bildenden und nicht Alle Kunst ist menschlich und nicht griechisch,
der literarischen Kunst an. Jos. Popp Heinse

Die Kunst f r Alle. XXXIX.

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