Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 12.1887

Seite: 141
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1887/0151
Lizenz: Freier Zugang - alle Rechte vorbehalten Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
Miscellen.

Zur Grabschrift von Larisa Bd. XI S. 451.
Z. 8. Οΰδέν γαρ πασιν έστί ist sinnlos und metrisch unmög-
lich. Auf dem Steine muss stehen ούδεν γαρ ΠΛβΙΝβΟΤΙ,
wobei freilich -λεΐν = πλέον, da kein η mit einer Zahl folgt,
nicht ganz correkt wäre. Am Schluss der Zeile ist kein Sub-
jekt zu εγείρει ersichtlich, denn der άνηρ Z. 6 kann es, wegen
οΰδένα, nicht sein sollen. Wohl Οανόντα γαρ ούδεν (Nominativ)
εγείρει. Das η Z. 9 steht in der Luft. Wohl so abzutheilen:
ούδέν πλέον έστί (θανόντα γαρ ούδέν εγείρει)
η τείρει ψυγην

wobei man freilich erwarten
ψυχήν.
Heidelberg 25. Mai.

sollte zum mindesten η τείρειν
E. ROHDE.

Funde und Litteratur.
Von der kleinen S. 136 f. vorberichteten Nachlese in Dimini
und Menidi abgesehen ruhten die Ausgrabungen an den meisten
Orten. In Eleusis ist ihre Wiederaufnahme angekündigt.
Nur auf der Akropolis sind die Arbeiten fortgesetzt, und in
Sikyon hat die junge amerikanische Schule die Aufdeckung
des Theaters unter Leitung des Herr M. Murtrey in Angriff
genommen und das Pensum dieses Jahres erledigt. Die unter-
sten Sitzreihen, davon die erste mit, für jede Kerkis gemein-
samen Lehnen, die Orchestra mit umlaufendem Canal, wie in
Athen vor jeder Treppe überbrückt, das Bühnengebäude, oder
vielleicht nur der Unterbau desselben, mit einer Thür in der
Mitte davor, gegen das Theatron das Fundament des Prosce-
niums theilweis oder ganz jüngeren Ursprungs, ein andres
Fundament dem Bühnengebäude aussen parallel, an der rech-
loading ...