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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0428
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grniirm -ssrirswrffs. vas awr dio Kriegsgo, .
hmwics, mitaeteilt wordcn sei. ,

Dr Siinheimcr: MLisitc dcr uncnigeschraiirtc
U-Voottriea' als einzines Mittel eiMe,e1,t werden.
um Dcutschland vor der Nnd.'rlaao zu bowadren.
oder gab es noch eino Möalichkeit. andere Wege zu
a.-brn? Warum ist nicht durch eine Erklaning
über Delgien eine letzte Friedenskarte amsgespielt

^v^Vcthmann Hollwcg. Eine sskche Erk-äruna

in dem Augenblin. wo die Entcnte uns ^riedens.
bedingunacn stellte. dic eine Zertrummerung
Deutichiauds b.cheuteteu, ware vo'ill-m, .u n . I u g
gewe'cu. Später ist ein Äugeublick^ aekommen.
mo icb im Begriffe war. eine solche Erklärung os-
fcutlich achzugebeu. weil ich diesen Augcnblick Pch-
choloaisch fiir richtiger hielt; aber darübrr wcrdc
ich mich später Lus;crn.

Dr. Helffcrich: Das kann ich nur bestätigcn.
Wir Imttcn sa Wilson unter der Hand initgetcut.
dasr wir Belai'n nicht annektieren wurdcn.
Trotchem ka.m davau.f die Seiiatschotschast vom

^"'Professor Bonn: Die Seuatsbotschaft wird aanz
misrverstanden. Auch sie hatte unr dou Zweck, ei-
ncn Drnck auf die Eiitente auszuilben. Die Entcnte
war auif die aurorikanischen Krobite angewMen.
Milson hätte nur den Kredit sperren brauchen und
w.rr dazu auch ber'.'it. Am-rikanische Bankicrs -at-
ten schon mit deutfchen Banken ,virb'ung ge-
nommcn.

v. BeLhinann Holtweg:

Eraf Vernstorff meint', datz Amerika voin
Ein.tritt in don Kriog gegon Dctütschlackd nur hätte
abgeb.rlteii werden küunen dädurch, dast w.r Amu'-
rikas Fmcidensvcrimttbung aimcrbineu. Das wird
stimmeu. Wilson koimtc dda Krieg g-ögc.u D-utsch-
land nur verineidcn, wen er den Fr.ü;<n vevmit-
telte. Nun kanu inan mil rückichaaieuidem Bl.ck>
sagon. dal; cs hesser sew sen wäre, weiin ivir uns'
in die Hände vvn W'lson-bsgaben bätten', obwolil.
nach meiner Nnsicht auch d-r Eintritt Aisterikas in
den Kriog.es nM notiwmdig gEircht- hat. dast wir
zum Frieven von Versiailles kMiron: ab r wmn wir
uns damals in Wilsons -Mnde'begkben Wlen,
so bessben wir uns in die E.'walL oinvs Präsid-n-
ton, d.r selbst nach Aiwsase- des Ercrstm Vern-
storff uns nicht fre-undlich gesiniff mm und-
V-m Senator Stone Masszfg schwe'.'wiegcnde Vor-
wiirfo ux'gen unineutvaken Verh.rltcns grlgenü'bsr
DeutHlands gcmacht batte. Das wirre-v ö l lig rn
seiner Hiand g wesen, dcnn eine Mlebnung bättc
bcdout 1: Erneuvrung de^ K-rj'.-ges'mät'der Eutenle'
un d' mit Amer'cka. Dcrfür crber würe dias' dchffschc'
Dölk nicht zu hvibvn'sawvsen. Sie mö?en meii.e
furff-ffch.

und veridmmnen, crber ich-
Mubten wir nus nrcht gewrsre Sichsrhmtrn i cr chcrf-
fen gogen uiMögliche- Fr7.'denslbedingnng?n?

Ean.z allgemr-in möchte ich dami roch srrgen, drst
wir allv'uns doch bier sehr büren svMen, mit die-
sem Verfahren

dic Wilsonsche Polit'k zu rechtf'rtiaen.

Das wiirde einer Haktung-gkLrchksinmen. wre ste
selbst in Anrerilka nicht eimml übevall vorbanden
ist. Mör sollten an die V.larlei.lung -d.'r Leutschen
Polii'ik denn doch einen etw>as andereg
Mahstalb' anlegen, als os hrer vielfoch geschoben ist.

Di-o- weitere Verhandlung wird aus nachin'.t-
tags -4.30 Uhr voritagt.

Politik für ffMch.brrlten und Sw konnen nrvch vcr-
urteilen und veridmninen, aber ich- frane Si-e;

Nachmittagsffhunlf

° Borsihender Eofbern: In einom sechn nmfansw-
chen Schrriben ist nnr mitgrteÄt word>on. dah in
den erstair Tag'n von 1917 im Rerchsamt dos In-
ncrn von ei,»sm boheren Vanmten eine Drnkschrist'
in Vepbindung mit der Dsnffchrrft d' s Admi .al-
stabcs -wiksssarbeitet wsrden- sei.

Dr. Helsferich: Dast eine'Denk'chrift ansgsrrrbri-
tet wovden sast i>st mir nicht bckannt. Das Einrige,
was ich dmnals im Ausschnh gesast baben kann,
war dsr Ansdruck ddr Hoffnung; dah cs mrs gelim
gou mo'chte, England zuiM Frisden berert zu'machen.
Mo ich crm 12. Iodar 'die Antwort dev Entento an
Wilson kennen lerinto, ände-rt e sich meine Aüsicht.
Denn da war der Mdment eingrtr-ten, von denr ich
meine Hcrltvng cMängig nr.-chde.

Theater und Mu'iü

Winter-Konzcrt der Hnrmonie-Gescllschaft

An allen Ccken und En-den klingt und singt es
su dk-scm Wintcr' Mld so ist auch die Harmonie-
Eesellschaft uilt ihrer musi'kalrschen Darbietung
nicht r>m Ruckstand gicblieben. Sie war durchaus
oornehm nach Inhalt und lilrrsfiihrung gestaltet
wobei ichbcmerke. dasi ich diewr allerdings erst
von der Mitte des Konzerts ab beiwohnen konnte.
Line ucue Kammerinufikver.'inigung der Herren
inimcrfcld lDioline). B rn m m (Celloi und
ahlcnder iKlaoier) brachtcn das Es-dur-

s o

Sa.-.^.llcr^»r'avier) drachten das Es-dur-
Tr.o vou Beethooen. das irr E dur von Hapdn.
und wsrlcr ipielto Herr Brnmm mit H.'rrn Sah-
lender die Vroloiiccll.Somilc von Eriog. So rung'
klangschdn. rcin und
slu„ig in der Aussuhrung gelauven dio vorgetra-
ven'm^dÜ^'g^O-^eres das Schcrw Loi Vcetbo-
ven wurde sehr aninutsvoll ge chcnkt. Aks Solisten
^räuiem Marie Oeder
vmbm!' ,.üd -ür vou Liedern von

me - ud idLn ^'b-rt rhre wohlklingende Stini-
^ temperamentvollen Vortrag verwer-

der ibr die letste Eruppe

nchst^ Ausdruck am

naü au? vcwisse Uurube im Ton

'ich nÜ- ti^ ^ "sübren fein. Wirl-

L L^L^^^nfuhliger Ausfassi.ua bat Fräu-

Dr. S.'

.ein Hermine W'e i ßHL'NZeff^

Ke?W.^L?ts^

"L' B-Uhncrs abendfüllendes
Morwerk »D >a s H oh,r Lied vom Leben und
b/.E,rbe n wird am 19. November durch den Cä-
lllienverein und den Lwderkranz zn Frankfurt
t-^t- unter Leitung des Komponisten seine Ur-
'usführrmg haben. Eine aussührliche Analyse des
Prof. Mcrr Chop-Berlin ist sooben
>m Jatho-Verlag, Berlin erschienen.

^r. ^ ohn an yelffSrrch dic Fvags
richtoi-e, ob Engilau/d in dem kritischen Jcchre 1917
die Däm>derung seiner Ectreideä'm.fichr nicht ausga-
glichcn hat durch düs Akiehreinfichr oou Reis, suchte
>d>cr Vorsitzonde Abg. Eothein, um eine-n, neuen
Zusam-inonstog HelLferich Cohn zu vermeidM, schnell
ckmc Zwischenfrage eiiizuschichün. Hölfferich aiber
antmortAe nur doin Vorsitreiiden, sodab Dr. Eohn
wdZcu der erneuten Weigorimg dcr Bcantwortung
dci von ibm gestelllcii Fäageii einen Boschluv
des Au.-ichusscs boaiitragtc. Dor Ausschuß berief
über cine Stunde. Er erkiärte oine Meigerung des
Zeujgen, Fragen eines Ausschußmitglicdes zu bet-
antivorten, nir unzulässig und sehte diosoMler-
ger-ung eiiwr allgcinoiiien Zeugirisverwoi>geriii-iiQ
gleich. Da Dr. Holfferich air dioser Zougnis>oorlw>ei-
gerung sesthiolt, wurde ibm ab.umi'alls ciine
Geldstrase von 330 Mark

zu'gcsprocheii,- aegen die cr sofort Einsp >r> u ch
e i n l e g't ck

Helfserichs Erklärmlg

Von uns-oroin Berliner Vertrotor
(:) Bcrlin, 18. Rov. Die Erklärung Helffsrrchs
wird zum Eogenistaiid we-itschwe-isigcr Rechts-er-
örto r'u u g e n gomirchi wcrden. Jn iint-errichte-
ten Krcifon rst man der Anst'cht, -das; dre von Holf-
fckrich angeschnittenen Fragen im jetzincn Moment
schwer löribar sind, ,da die Verfassung sich »ich-t aius-
führlich g.nug iiibcr dos. vorkoenmer'den Fälle aus-
drückt. I:>: .iif.rlls ist es stih. wabrschrinl ch. daß
d.s. Ausschuß sich der Hclsscr.chschcii Rechtsausle-
gung anschlleg-'n mutz.

Aerauögcibe der Möbel der
ausgewandertcn Elserh-Lothringer

Die frailsösische Regierunig l,at sich auf Grund vmi
Vsrba-ivlungoir, Aie in dcn letzccm Tagsn rwichc-n
deutjchen und foairzösisch-n Vortietern bier stattfmr--
den, bei-cii c.rklärt, >b.is gcsniikte drutsche Möbilinr
in Elsust-Loibriüxeu sreizugebcn. Dic d-ülschr Rt-
gierimo lxrt sich dmgcgeil rervilicht.v, dar fuanrö.
sischen Nogiorung 2."> MiÜionen Fvank'n fvanzö-
sischer Mäbruirg zur Entichädigung dai.-jenrgen
El ctz-Lo!'.'iriNger zur Vcrfügung z'.i stollen. die wäb-
renh d<s Kn Dss wgen ihrcr ooliti'chen Haltung
imd E 'siimung.durch d. il'ch.- B-bö iden verhaftot.
interniert, ausM.vresen oder zu cirrer anidrrm crls
eiuar Eeldstrare vorurteilt wor^.en sind. Die Ein-
zolb iten des Abkomiiceus werden in kücg.st r Frfft
beL.mntgegcchcn werd ri.

Die D-d2utung.die.scs llobieii.komm'ns lätzt sich,
wic vorschiod-'ne Verl'mcr M-ocgenblält r sagen, ani
l'cksten dadurch ermessen. d'atz die Zwbl der bishori ains-
Elsatz-Lc-tbringen Avsg wiose ieii mrf 80 009 g °
schLtzt w.crdc, von dci-.cn dic mcisten den Wohnsitz
unter Zurücklassung ihrcr gesamten
Habe rcrlasstn muißtcn.

Das neue englischeEinwanderungs-
gesetz

Das eirglisch" Parlament bffchästigte sich mit
der Eosetzcsvorla-ge- üiber d'm Einwanderungs- und
Bvwog'.rngsfrecheit 7 r e m der StaatsangehörrgeTi
in England, dutz frcrwde Staatsangebörige zwei
Iäbre wach In-krafttrcteii des- Eesetzes orne-Son-
dcrgeni'bnrigung hcüben nrüssen. um nach Englcrnd
zu kommen, oder sich dort aufzu.balt-.'M, Gs en-t-
spanir sich eine lange-Debatte, die schüctzlich-Äaiiirit,
endcte, -datz d'r M'misteL dcs Iimcrn> scime Zch'
strinmnns zu einer Dcrkänserrmg der Frtst anf 3
Iahre gcrb. Es wurde weiter stlstscstrllt, datz aHis
s e imd 1 r che Staatsangchörrge crk l e Personen drs-
Deuffchen Neiches, Qüstrrrrich-Ungarns, Bu-lscvrrens
und der Türkei anzusehen sind, dro drche Staats-
cmgehörigkert noch Lesrtzcn und sio N'icht >kladurch
seändcrt haben, datz sie Llstgsbörige ebnvs der rreu-
geb rl-det c n Stiaatcn geiworden sind. Ernv wei-
terc Ent schli etzim gbos-agt, datz d -ose seindlichon An->
gshörigen in England kcinen Erundbetsrtz
und kern Besitztuim- haben dünften, burch Las siei
E '> n. f l u.tz ans wrchtigc Industrien oder di>e Hcrn-
-delsschiffalhrt^geiwiinnen- könnöin.

Die Kosien der „Befreiung"

Das frangÄsisch-e auswärtigc Amt lätzt durch
seinc- Presseabtevluns sorbm -eine SatisM veröf-
fei'lliäM, der zuifolgo Fr>aiikreich sür dio sogen.
VesiEng von El satz - Lo 1 h r i n g.e n rund 3
Milliarden Francs ausgogaben hQt. voir wol-
cher Sumure etwa zwc.>i Mll ariien Fra^ncs allein
sür dic Psalz evhofft, darf man sich luider keinckn'
Zugleich wird in di--som Vn-icht betvnt. dcrtz die.
vo7,. Elsatz-Lothring-en eingegangeircn Einnahmen
bis jetzt runü 111 Milli-onen Fliancs Letvagen.

Keinetzoffnung auj Erleichterungen

der Be,'a.^uuas-Verlügungen

Am 11. Norcnrörr sc-n-den in'M a.n-nch.-e i m
unter d''m Vovsitz L-es Staatsl'omnr.issä-rs sür di>e
Psalz D'v. v. Win 1 e r st e r ni v.^traMiche Be-
s-vrechuingen von Dertrctern pokitrchcr unidl.wrrtz-
schdstlichsr OrMirisation-sn statt über die Lüge' in
der Psalz niach' "klbLauf d-ss Wrffenstrllstamidch».
Uobor die ErIeichterungen die maistsich dvnn
Hß,für die Pf-ahz cvhofft, darr sich loidcr keinen
Jllu.sionen hingciben. Tirard, der Vorsitzende

der sogenannten mtovallrierten .Hoh'ir
Konrmrsiion" in. Koblcnz. hat di rch scin« Presie in
m-ohrcran Arttkc-ln dar,auf hindouten lassen-, drrtz er
im sriotzen und giairzcn die Aeva Ecravd-Ailangin

Kanrpf um die Pfalz wtrd crlso nach wie vor von
den Fvanzoscn fortgefübrt wevden. Er mird unter
Timrd vielleicht noch gefährl-icher und evbitterter
als untür Gevard.

Deutsches Reich

Zm Neichstag

werden bei den in den nächsten Tagen wieder be-
oinnenden^Verhanv ungen die Minister Erzber-
gex und Schmidt die gegenwärtige finan-
zielle nnd w i r ts cha f tl, che Lage Deutsch
lands in grötzeven Neden darLegen. Crzbrrger wird
die noch zu evledigenden Steuervorlagen
und das noue S t eu-crf yst e m ausführlich be-
handoln. Man erwartct, datz die gogenwärtigen in-
nerpolitischcn Konflikts zu leidenichaftlichen D-'-
batten in der Nationalversaminlung führen
werden.

* Was ein Stroik kostct. Der „Vorwärts" stellt
fotzt fost, datz die At>e t a l l a r b e i to r durch dm
Streik etwa 70 bis 90 Millionen Mark an Löh-
nen einbützten, ohne datz sii: etivas erreicht hätten,
was sie nicht auch ohne. Streik erlangen konnten
^ Eegen die matzlosen Zeitschriftengründungen.
Das Reichskabissett hat beschlosien, die Mitz-
stä n de-im Vvrbrauch von Zoitungspapier abzu-
steklen. Allein in Berlin sind in letzter Zeit 24
Witz- und Schundblätter gc'griindi.'t worden.

Aus Vaden

Die Ausbcutung der badischen Torsmecie
Die badische Rcgicrung hrabsichtigi die Er.in
dung emer gemeinnützigen Eesellschast m b zz '
Ausbmlung der badi,chm Torsme.re ins' Lüb''i?Ü!
vufen. Nahezu alle grötzcreu Sladte deg Land-Ü
Ihaben ihre Bereitmilligkeit crllärt. der l^s
schaft beizutretcn und im Verhältnis der Einwnü
nerzahl der Städte entsprechende Einlagcn ,u mn
chen. Das von den Slädtcn M übecneh mnde

MÄ"°' """" W a.s

Die Stromliefcrung des Murgwerks
hat in Ziartsruhe zu alst-rhand Eerüüue.i ül.er
den Zustand des Krnstwerles Anlatz g-^b.n
einer Mitteilung dcs stadtiichen Rachtui-.'cnnintes
wird betont. datz sich das Werk in ausg > zeick -
netem Zustaude befiudet. Es könüe nuch
k-'ine Rede davon sein, datz TeUe drr Einricktun-
gen belgischer Herkun-ft wären uud fetzt wieder
abgeliastrt werdeu mützten. Auch eine Abordnung
aus Karlsvuher Erotzdetrieben habe das Murg-
werk bvsichtigt und fcststcllen können. datz alles in
bestcr Ordnung sei. ^ 'n

kZ'Nyolle nur uuter airderem Nanren fortAusetzen. g»
stcnkit. Höchstens Ve r k-ehrs>e-wl«j cht-e-
rungen sollon mäßig gewährt wevden, cvber ancht
die.e werd-n durch weitgelstnlde'Au sweisuir« s.
moglichkeiten nahezu hrrifällig gcm-acht. Dvr

Badische Politik

Deutsche libcrale Volrspartci

Heid?lbcrg

Eine übor Erwarten arotze Anzahl von Partei-
freundcn hatte durch dtzimBesuch des aestripen
Vortraas-abends im ..Weitzen Bock" das Inieresie
bowieson. das si-c an uiiseren Brüdern un-d- Schwe-
stern in der Pfalz hah:u. Der Führer drr Deut-
schen Volkspartei in der Pfalz. Direttvr Buraer
aus Ludwst-shafeni sprach übsr ..die pofftischc
Laaie in dcr Pfalz". Den Kernpunkt seiner hoch-
-ntevossanten' Ausführuiiaen bildeten die Kämpfe.
die in erfreulichcr Uebereinstiin-muna s ä mck l i ch e
Parte-ien a-eaen die Landesverräter' Haas und
Konsorvi-n sührtcn. Einzelheiten zu berichten.
müssen wir uns v:rsagen. Die Pfälzer imützten>
aber auch vom Reich unterstützt werden, ihr deut-
sches V.'nken-und Fühlcn tönire nur stark bleiben.
wenn ihn-en auch im Neich eine starke Welt-e na-
tionalen Bc-wutztstins sntaeairnkomm-e. Starker
Beifall lohnte den Nedn-er. Der 2. Vorsitzends.
Hauvtschriftleiter Kurt Fischer, kl-eDete den
Dank in-herzliche Worle. Wenn es Herrn Bur.a>.'r
aclunaen war. durch Tntsachen das Mitaefübl der
Höv-r zu erw-'cken. so miitzte abrr auch das betont
werden. datz cs niit dem Mitarfühl all-e-ine nicht
aetcrn sei. Nicht nur mit den Pf'/-i.'ern fühlen
sollen wir. sondron gleich ihnen arbeiten, ofstn-
und ohne Scheu die Ueberzenauna bekommen.
furchtlos allen denen c-eaenüber treten. die in uin-
dcntscher Schamlosiakeit nichts anderos tnn. crls
>hr eiaen-es Nest zu beschmutzen. Und nicht nur die
Hepzen auf. son-dern auch die Eelldbeutel
,auf zur Hilfe für die Pfälzer. Auch diesem Red-
ner zollte die Versammluna herzlichen Veifall. K.

Das Ergebms der Bezirks- und
Kreiswahlen in Baden

Die Karlsruher Zcituua veröffentlicht dst
am-tliche Z u s a m>m e n st e l l ung über das-
Erg-ebnis der Vezirks- und Kreiswnhlsn in Ba-
den. Danach gehören von den 5L8 insgesamt in die
neuen Bezirksräte gewähltsn Persomn. 233 der
Zentmmspartei, 130 der svziaidemokvatischsni
Partei, 107 dex doutsch-dcmokratischsn Partei, 26
der deutsch-nationalen Partei und 5 der Unab-
hängigen Sozialdsinokratie -an. Anderweitige-pokiti-
sche Richtungen sind im ganzon mit 17 Bszirksrä-'
ten vertreten.

Prozentual ausg-cdrückt beläufft sich der>
Anteil der Parteien bei der Zrntrumspartei auf 45
v. H: ibisher 31 v. H:)> btzi der sozialdeMokratifHen-
Parttzi -auf 25,1 (7,3; v. H.. bn der deuffchcke no-
kratischen Partei aiuf 20H (38,1) v. H. natioaallibe-
rast und f-orffchrittliche Dolksparrei). bei der
deutschNationalen 'Partei aus 5 ,5/>) v. H: rechts-
stchende' Veroiuigvr.g), bei der Unabhäng'gen Sö-
.;.z-rratie 1 v. H D;c A'nK'" so-strg'r
pclii.'cher Richtunge ö'ia.iit sich auf 3.3'v. H.

Es entfallen auf die Eemeinden unter 4000
Eimvohnern 71 v. Hh auf die Eemeinven üb-'r
4000Vrnwohner 29 v. H. der sewählten Bezirks-
'räte. Nach den Beruf en grrordnet,geyöron 150
dem Eewerbe an, 120 den Lnndwirten. 80 Arbsi-
1er 56 Staats- und E.imeindebi.mmte. 40 Be-
triebsbemnte und Augostellte. 26 gchören den
frestn Berustn an und bei 46 jst der' Beruf nicht-
sestgestellt wovden. Don den gewähUen gehören der
Zcntrumspartei 196 (112). der sozialdemokratifchen
Partei 104 (37), der deutsä>demokratischen Partei
105 (152, nationalliber.rle und fortschrittlichl

Volkspartei) und den son'stigen Parteien 42 (23)'
an. .

Es entfalleii au,f die Eenieinden -mit über 4000
Einwohn-ern 146 Kreisabse>ordnete. Im Verhält--
nis zur Einwohnerzahl sollten aur sie 175 Kreis-
abgeordnete -ontfallen. Insg-esanit sind affo 29
Mitglieder zu wenig vorhanden. Auf dre Ee-
meinden unter 4000 Einwohncru v'-'rteilen sich 301
Kreisabgeordnete. Im Verhältnis sollten von ih-
nen 272 Mitglicder in di: Kreisoersammlung. ent-
s-andt sein. Die kleineren' Eemeinden baben a fo-
29 Kreiswbgeordnete mchr als ihntzn nach der Ein-
wohnerMl berechnet zukämcn.

Badisch-schweizerislhe GrenzLeveiuigunq?

Der Streit um d-i>: badische Enklar-e Bm's i n-
g-en, dem kleiNVir. rnnfftten des'Schwerzer Kan-
lons Schaffi'/ausen gel:g>men Dörfleins. w'll an-
schvinend nicht zuv Nuhle kommen.- Neuerdings
wird- wieder in ein-igeir schwsizevischen Blättern
die Ansicht vertreten. datz cs an dsr Zeit wäre.
drn geographfsch' abaeschnittcnen F'ecken Erde voitz.
Baidan loszulösen und ihn m^t der Schw-eiz zu
v ere-rni g eii'. Die Büsrngtzr selbst sind mit ein-rm
solchen Schritt einverstanden. d-enn sie- haben erst
jüngst mrt alloir gegtzn eine Stimnie die Entlasiunci
aus dom deutschen Staatsverband gefordvrt. Sollte
diesmr Berlangen entsprochen wcrden. sö könntc
das nrvr in der' Form -ernes Ausgleichs. emer
Grenzberernfgunn geschehen: aber davon wollen
die Schmeizer anschein-end nrchts wissen.

* Beim

a nrt zur .
und RcchmrnLSs-achen.
st i k errichtet rvorden.

IustizVinisterium rst cffr Nechnungs-
st-lbständigen Boarbeitung von Kassen-
sowie der Kustizstati-

Dre Lohnbemegung in der Metallindustrie

Manuhriur, 17. Noo. Dst streistndeii Airgest.ll-
ten nahinen Stelluna zn dem Bermittlungsvor^
schlag. Der Hauptredner der Versammlung,
Brüggemann, sagte, wenn die erste Rnte am
1. Februar zurückü-'zahlt werd:n solle. köniie noch
imnier dazu Stellung geirommen werden. D.re Ar
beitgeb:r mürden wohl nicht mehr so rasch cinen
Kampf mit dsn Angostellten ausnehnren. Eewerk-
schaftssolretär Nitzer trat für den Vermitte-
lnngsvorichlaa ein, der keine Verschlechlerung
bring:. Nach länaerer, teilweife stürmischer De-
batte murde für.eine m-orgen vormrttag stattfin-
dsnd: AWimmu'ng fol^rnde Fragfformulierung
angenommen: Siud Sie für Fortjetzung des
Stroiks? Erklären srch 75 v. H. dagegen. so rst der
Streik beendet. Am Mittwock morgen wrrd in die-
sem Falle die'Arbeit wstder ausg-i'nomnien: Die>
Bekanntgabe des Abstiinmungsevgebnisses wird
Dienstag' nachmittag orf-olgen.

Mannheim.-17. Nov. Drc' Synods der Diö-
zeje Ac an 11 heim beMoß einsti-mmrg solgtzirdtzn
Antoag an die Sta-Ltsregierung zu richten: „D2
Sonnliag wird in uinistrLn Täg-'N durch Uibungrn
und Deranst'altungen der veffchi^densten Svorts-
vereine und dnrch allerler lärmende Mbckitcn
in -Stadt und üand iir einer Wcisc enthei-kigt,
daß wir als Vertrcter d' b Kirchengtzmeinden, die
aus Lisbe zuni Volk ihm smnie ethifcheu- M«te
erbalten wollen, dazu.ni<ht möhr läng'r schwAgsn
können. Wir v-erlcrngcn vcm der R'gicrung, daH
sic im Jnteresse des Dolkes dafür svrgt, daß dst
bestchtznden Eesetze., diei den Sonntag schütze-m auch
gehandhiÄbt werden. Fcrnr werdtz b (chlofftzn, vom
1. I-anuar ab e'm evanselffches Gemeinde-
blatt allwöchtzivtlich herMsziugöben. Endlich
stll Ler Obc-rkirchZirrat nach srnem Bcscküusie d?r
Synode gobeten wtzvden. eiiren' allg-cmrsinem Iu-
gendssnntag in d-w Landoskirche ernzrmihrsn.

Karlsruhe. 17. Nov. Dtr Städtrat hat sich L--
reit erklärt, -an Ler Eründung einer gemeimiützi-
ge EMffchaft m. b. H: zur Am sbe utu n--8 der
bad if ch e n T or f m-o 0 re mit 78 000 Mark bei
einem Stammkapital von 400000 Mark'zuc brtei-
lisen.

Effenheim, 17. Nor. Zu-m-Mtdenkcn an'sitnkir
D0H11, der in der ^iimefchlacht gefallerr ist, HU
Fabrikänt Arndld Winttzrcr- in EreiL vr V.
der Stadtgmneind? 'Ettonbei'M 25000 MarL zu.ge-

wicsen. Die Zirffen stllen MtzN'Mbeitsurnähigtzn

E'mwohntzrrr der Stadt sufalltzn.

b) Konjtanz. 16. Nooember. Eestvrn. kamen hstr
aus-Span'ien über dre Sch'wtziz 48 Mlänn-r
(4 Offisstre, 18 Soldaten aus Kam.rim. 3S Mwm
ber doutschen Handolsmarine und K'aullente), 10
Friaucn und 1 Kind an; hr-ute 18 Männ-er' (Kamtz-
r u n kA-mpstz'r, und Ang-.hörigtz' dw Handelsma-
rme) und 6 Frauen an, Me Zim-kvc'vsonen.srnd
freiwillrge Heimköhrer, die sich- dein - Rückiransvort
der MMtärpe-rTjomm^ cmgffch-lofseir hatterr. Die Mi-
litäipersoncn smd- Krroger curs Kamcriin. >dst wäi-
rend dtzr Kä.mpfo auf spanisches EÄ-iet persHlllgi'n
oder der Etzsllngennahme' dnichL Aobertritt ^auf sm-
nisches Eobstt entgrmgen uxrrenr von der spanffchM
Regierung nach Barcolonn gob.llcht wo:d:n wraren.
Ucber> Äie Vcchllndlung in Spanieir haben dst L-eute
nrcht zu k.stgen, vielm-ohr wisstn sie vst nur Eutcs
und Deuffchsreundlich's von dvrt zu Lerichten. Un-
ter den Frauen b:lfindeci> sich arch iS>vllnstr»ii:cn,
dis ihrcn 'Männ-ern nach Ddutschlllnd solgcn.

Vonr Schwarzwald, 17. Nov. Mit aller Strengs
bat der W'mter, friihzeitiaer a's in irgend einem
dcr Wsrjcchre, jetzt seinerr Einzug gehaltcu. Mch-
dem ausmngs der Wdche sch'-.r häufigc Schnrestrlle
ni.lderscDLngeii waren und ani Freitag si.ch oie
Kälte im hdhen Schwarzwald bis 12 Grcid gestei-
kf.rt hlltt:, trat aanz vorübergehrnd in den oder-
sten lbe>birgsregio.ien Tauwetter und tZ-ohn-em,
zugltzich cine grandiose Aussichi von alk den schnee-
bedeckten Verggipse-ln des südlichen HLchsckwnrz-
waldes. Frcitag nacht 'hcrrfchte allsmistin stcucktzs
Schneegestöber, auch in der Ebene. Scrmstllg imy
Tlluwetter HK umschlag'.'ndem Südwrftw-rnd. Ader
schvn, geg-en Abend wurde- es kälter und in oer

Nacht vom Samstng lluf Sonntcm'bsgll-nm sast nn-

vermittelt ein ungewöhnlich schwerer Nvrorven-
sturm los-zubrcchen.' im Gefolss rasch-'K Ternpera-
tursturz und Schneetreiben. dlls
breck'ung, d.'N gllnzrn Sonntllg übcr cknprvtt. srn
12 bis 15 Iahren verzeichneten die Fa ffvcmoneu
im Schwarz-wald und die Rhüncbene kernen oer-
ortigen Schneefllll u„r Mitte Noocmver. wie am
Sonntag. Gegen crbsnd erreichttz dre Schntz»chin)r
8 üis 15 Zentinieter; vom nördlichen Schwarz.
wald werden 15 Zentimeter Noiffchn-rv oervsivcr,
vsm südlichen SchriMrzwajÜr 15 brs 25 Zenttmere
Neuschntze. Vvnr aesanrten Schwarzwald wcroen
sehr gmte Söi- und Schliltenbllhneu. fahribar drs m
die Täleir, gsnvfidct. Mir der Wiedcrarffnahmo
das Zugoerlehrs dürfte in der kommcnden Woch^
auch den Wintorsportlern Etzltzgcnhe.it geboten ro^
don, den Ski- uud NoLkisport im SckMarzrolli»
auszuüben.
 
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