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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0487
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ul)l (Dcm.) stellt eine llik^ l!
d.. was die Ncaimnlt
rrschleuderung des NaülmlkM
-weizer Erenjls infolM Wv
inftänden durch SLwttztt rle
Tiefstandes der dsutM LL
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sehuna der Beratuna auf abends halb 6 Uhr an-
Lüauml'.

Abendfiftung

Es wurde ilb.r die Ansragen weaen Evhöhung
der Kriegshint-erb>l!ieben-eNbe,;üge weiterbevaten nnd
dcr Zentril-msankrccg angenomimen. An Meitcr
Loftlng wurde dann anch der Eeiestentwurf über die
C11 t s chäd i g-u na r>er. Landtags - Abge-
0 rdneten angenommen. Das Gosek tritt sofoit
m Kraft.

Abg. Henrich (Zentr.) begründet dann eine
sörmliche Anfrage wegvn des Schukes der ju-
gendiichen Arbeiter.

(Die Sihung dau-ert fort).

^ ^in badiichen Landtag babcn m-Hrere Abge-
ordnete des Zentrums eine förmliche AnfrWe über
die Eowühruim von T-euerungsäulagSn
und Teuerungs - Beihilfon an Hairdao-
Leitslc-Hrsrinnen eingobvacht.

' Dcr Bsrkehrsansfchust des Landtags bestdinmte
als V.richterstatter für die BahnlbanMsuche Walds-
Hut-Iestetten den Mg. Flei^ (Soz.) Mövschin-
gen-Ojberkurken den Aög. Velzer (Zentr.) und
St. Blasien und das Nheintal den Abg. Kölch-
lin (Dom.)

Badische Politik

Deutsche liberale Volkspartei

Karlsruhe

Am 24. Nov-mber hat der Karlsruher Ottsüer-
ein die Neihe der von thm für diesen W'nter be-
absftlitigten Deranstaltunacn in einer gut bssuchten
Nersanrmlung mit einem Vortrag des Geh. Negie-
rungsrats Mathy aus Mannhoim- liber .T>i e
Arbeit der Deutschen Volkspartei in
der Nütion alversammlung in Wei-
mar" eröfsnet. Der Nedner gab zunächst üb-r
dic Zusa,lnmensekung der Fraktion unter treffender
Lharakterisierung ihrer Mitglieder Aufschlust und
schilderte dann die von ihr geleistete Ärbeit tm
EiWelnen unter Hervorhobuna der groken Ee-
stchtspunkte uNd der arundsäMchen S.lellu.-na der
Partei j;n den wichtiasten Fraaen. Er betonte be-
sonvers. dast die Deutsche Volkspartei den uns
knechtc,iK>en Frteden mrcrschütterlich abaelehnt
habe. dak ste an der alten schmacz-welk-roten
Fahne un>d dem KaiserAM als dein Symbol dmt-
scher Einheit festhalte. wenn ste auch sich bcmühe.
auf dem Bodcn der neuen Detsasslma -Um Wohl
des Volkes mitzuarbeiten. Dast sie ferner ei-ne'
entschiedene Geanerin der weitaehenden Soziali-
sterunaopläne der Sozialdemokratie sei und die
Ueberführuna privatwirtschaft-licher Unternehmun-
gen in die öffentliche Bewirtschaftuna nur rnsoweii,
für aevechtfertia^ ansehe. als daoon ein' danernder
und übrwreaHnder Nuken für die Alla-emeinhait
mit Sicherheit zu. erwarten sei.

Nach Schluk des beifällia aüfaeNommenen Vör-
traas. in dem auch die Schwieriakeitcm des Eesetz-
entwurfs Lber die Bekriebsrä>e gestreift wurdsm
kounte der Porsikendo mitieilen. dak über dieftes
überaus wichtiae Geseh. dessen streitiae BÄtim-
munaen ein (öoaenstaich der arökten Soras für mi-
ser Unternshmertunr sind. ein in der nächst-sU
Vers animlu na vom 8. Dezembcr m haltewder
Vortraa siÄ ocrbreiten werde.

Das Notenprivileg der Bank
-Die Handelskammer Mannheim hat im
Namen des B-adischen Handelstags an
das Ministerium des Jnnern und Auswärtigen in
Karlsruhe und an den Reichsrat in Bvrllin «ine
Einsabe serichtet und die Verlängerung Ves
Privilcgs dc-r Wsdtschen Vank Mr NoüLNMlsgabe
beantvagt. D.ie Einsalbe gcHt davon -aus. von roel-
cher Bedeutung die Badische Bcm'k schcm im Frie-
den. besonders aber auch tm Kriege für das badi-
sch: Wirtschaftslsben gowvsen sei. Zeir Entbrstung
der Reichsbcknk sei dringend erforderlich. dast das
Notenvrmilea ^er Badtschen Va'»f im-e anderer
NotenLanken fortb^'tehen bleibe. Die Einsabe un-
terbre-itet dann genaue Vorschläge. in welcher
Weise das Statut der Badischen Bank den neuen
Bedürfnissen angepastl werden inuk. Die EingaÄr
ist von den bcrdischen Handelskcvminern imr einzsl-
nen unt'crstüht worden. Ferner hctben fich noch
Mhlreiche Körverschaf'en nus Indu-sirie und Han-
del den Ausführunsen des BadfsHcn Handrls-
tages angeschlossen.

Zwei niedliche Vären

hat sich die Mannheimer „Tr ibün e". das Blatt
der U. S. P., aufbindeN lasscn. Sis behauvtet
nämlich itt ihrem Vericht über die Dcmonstration
am lehten Samstaa:

„Wie wir noch erfahren. soll eine arökere
Zahl der Drmonstranten bewaffnet «ewesen
sein. Waren das etwa Wafferr. die Remmele
für die Einwohnerwehr herausgegsben
hat? Oder wer sonst hat diese Studsnten be-
waffnet? Was soll übrigens auch Sas Ererzi-eren
realschülern m den Fluren der alten Hetdelber-
ger Kaserne? Will sich die Ncmerung des freie-
von 14- bis 16jährigen (Symnasiast-en und Ober-
' sten Freistaates der Welt auf den Schultern von
Kinhern eine Zufluckit suchen?"

Schariderbar, höchst schauderbar- Man siehj or-
dentlich. wie die „Freiheit" bedroht ist von den
Eymnasiasten. während im Vordergrund ein Ne-
aktionär frech das Haupt erhebt. um sich fim Stile
der „Tribüne") wieder „vor in Purpur aehüllten
Idioten im Staube /m wälzen." Es qvbt keineu
noch so offensichtlichen Schmindel. auf den .die
..Tri-büne" nicht prompt hereinfällt.

* 'Das badischs Minlfterinm dss Answärtieen
teilt mit. dek di> Sch'iffbrücke bei Speyer
Mr den Fustgänger- und F-uhrmerksverkahr jetzt
freigeg«ben ist. Wcigen Lrleickftrrungen im
^enL^inverkel^^^sben noch Ver^ndlungen.

! Rus StaZr rm) Umgegend

Aerdelberger tzilfe

sür Wiener Kinder

Eleichzeitig mit einer von Professor Salo-
m 0 n-anaekllndigtcn Mtion fllr die NotleidcUden
Deutsch - Oesterreichsr hat -auch das „Hetdelberger
Tagrblatt" eineii Aufruf er-schvinen' lassen. in de-in
es nacki der Schildevung det ungeheueren Nol tn
Wien, an den b.'kannten Opferstnn der Heidelber-
o-er Vürgerschaft appelliett und sagt:

»Wie wäre es. wenn Heidelber« den
An 7 ang einer arostzügllgen Kind-erh ilfe
machte, indem sich hier 6 0 oder 100 Famt-
tie.n b-'reit findcn wilrden. welche uns sagten:
«Wie nehmen jede ein Wisner Kind auf, wtr
wolllLN es an Mi-.lt-erstatt durch die schlimmem
Wittteriiwnato pflegen und vor Nv-t sckKtzen,
daintt es ll'lräfttat in die H-.'imvat Mrückkeihren
kann. Jede Famitie, die diese Gotbespflicht auf
stch niinmt e.ntreis;t etn »Wiener Kiitd dsm siche-
cheren frühen Eraibe!"

»Wenn Heidelbevger Vürger rafch und ent-
fchlossen ein Beisptol geben. oielleicht sprinigt
daun von H.'rdolbrrg diäser Gedanke wie ein
zündender Funke durch ganii SüdLeUtfch-
lan d, von S ta-d t -u S tadl und von Dorf
mi D 0 r f. und aus den fünfzig Kindern M Hei-
delbarg werden Taus e n d c, denen seholfen
wevden könnte)

Eestern a-bend fand nun auf Einladung von
Professor Salünwn eine VersammlLuno statt. die
den Erfolg hätte, dak die vom »Tagöblakt" mit
oukerorcontlich schön.om Erfola begonnen-e Aktion
M einer Hilfsorganrfation ausgebant wurde. Ein
AuSschUK wi7rde gMldot, der die weiteren Dovar-
Leiten erledigen wird.

Wie wir hören, stnd bis jetzt schon Mer 300
MeÜdungen eingelaiufen. Eewik ein sehr erfroutt-
ches Zeichenl Wir schttehen uns d-rr Aufforderuns
des „Ta«eblatts" gerne an und Litten. unsere Le-
fer dias Livbeswerk ^tatkräftig M unterstütM». Wsr
nicht in d-r L-ase ift. ein KinL bA stch -aufnehmen
zu tönnen. der möae einen Eriff in seinen EelL-
beutsl tun. Allo hitsisen Äanlken hahen ein
Konto ..HeiLelberger Htlfe für Wiener Kinder"
errichtet und nehmen Gckben an. Auch die ^Bad.
P ost" rst gerne brreit, Anmsldungen und Geld-
aaben entaegenMNehmeu.

* Der Bortraq Prof. Dr. Onckens im D. O. B.
frndet nunmehr bcstimmt am Donnerstag.
11. Dezember. im groken Saal der HarMonre stalt.

" Empfänqer postlagcrnder Pakete trerben mit die-
ser Ayt von Postompfattg i/eilmeise Mikbrauch.
Sie holett die Päkete inn-crhalb der durch die
Poftordnung Mgelastenon 14tägigen Lagerfrist —
Lei Nachnahmepaketen ist ste 8tag'ä — ah oder las-
sen ste liogen. je nachdem mie es ihnen patzt. Es
fcheinen stch unter diesen Postabholern auch fülche
zu befinden. die die Postpaükamnrern als sichcres
Dersteck für Schmugglerwaren benutzen. Um
Mitzbräuchen M steuern. werden die Postanstattßn
vom 1. Dejzember ab oine ungebühtlftbs Lagerung
n^cht mehr qestatten. Met stch mncrhalb Ler zuläs
stgon Lagerfrist zur Abholung Linfindet. hat alle
für ihn lagernden Sendungött auf einmal in Em-
pfang zu nehmrn. Nur bei N a ch n a h m e- p a k «L
ten blöibt den Empfängern die 7tägige Lagcr-
frist weiter gewahrt. Lehnt er Lie Empfangilahme
emes Teiles ab. so wird dieser Teil als verweigert
gemäk der PostorLnung weiter behandelt. Eine ge-
wisse Nachstcht werden die Postanstalten solchen
Empfängern gegeniil'er beiäiigen. denen di-? Post-
lagerung ein notwettdiges Mittel für ihren Erwetb
ist. z. B. Hausieren. wenn es sich offsnstchtlich nicht
um- Schmugglerrvaren hattdelt,

* Das erste Volkskainmermufilronzert des Hei-
Lcklbereer Konservatoriums-Trios sindet hvute
ckbeud 7 Uhr im Harmoniesaal statt.

* Der Berein der Badener m Berlin feiert <rm
30. November im »Rh.'invold" sein 25. Stiftungs-
fest, zu dem eine Reihe örstklassiger Künstler ihre
Mitwirkung zugcfagt habrn.

* Zm Militarverein hält morgen Samvtas,
den 80. NooeMer Hetr Rechtsanwalt Dr. Rei-
do-l oinen Vortrag Über dte deutschsReichs-
verfassün«. wozu nicht nur die MktglieLer,
sottdertt auch deren Anqehöriae. sow-ie Eäite mill-
konrmen sind. Der Vo-rtrag findet im unteren Saal
dos Kocholbräu statt und beginnt rvm 8 jlhk. (Siche-
Angeisentvil.)

* Jm Eartsnbauvercin fand <vm Mittwüch
v-bend i,n Här,nonies<val eine MitgtteLervetsaMin-
lung statt. die sehr sut befucht war. Die Bersanmn-
lung wurde vom zwaiteii Vorsitzenden. Earten-
molsier Diebalder, gelcitet. der eitten Vortrwg
über Deerenobst im Kleing-artenbau hielt. Obst-
Läumvz können in Klöingiirten. dte nur kurze ZeiL
in ilnserom Bssitze sind, nicht aivgepiflanzt werven,
wolül «ber Beerenobst. die das Iahr darauf sckMi
geerntet werden können. Die straiuchartigen hier-
von sivd: Johannis-, Stachel-, Him- uird Broni-
beeren. Alle diese Arten wollen nnHrhaften. tisf-
gründigen, gutsed-üngten Bodeii^ und möoilichst
lichtc!. sonnige Lageil. Gute Pflege ist gleichzeitiig
cin Worbeugungsmittel ge>a>-'n Krankhoit. Die
schlimmsten Kmnkhcüten sind üei Johanniisbeeren
di»c Vlättfallkrattvheit. bei Stack>elboeren der aime-
rikanische Stachel>beermehltau. Dcr Vortrag fanL
röichen Dttfall. Nach der Beantwortung des Frcrge- i
kastens wurden noch Veroinswngeleigenhetten Le-
fprochen. Um Lio reichhaltiüe MuMenverlasung
beibehalten zu können, war die VersamnMng ein-
stiimnlig der Ansicht. ab 1. Iaimar. den foitheriüM
geringen Veitrag von 2 auf 6 SNk. zu erhöhen.
Dox Anschluk des Vereins an den Vevbaud ba-
discher Eartenbauvereine sand nicht die
Mehrbeitsstimmen der MitglicLeir. Alle Älitglie-
der aber. die in den Besitz der monatlich erschei-
nenden Zeitschrift gelangcn wollen. ivorden gebe-
ton, dies sofort deni stcllvertretenden Vorsitzenden,

?, i ttutMteilen.

* Eine Erfindmlg zur (Lrhöhung der Heizkrast
der Oefcn. Herrn Hoinrich Hoffmeister (Schiff-
gasse 10) wurde ein „Musterschutz" erteilt. auf eine
Einvichtung -ur Erhöl,ung Ver Heizkraft der Oofom
Sie besteht Lattir. datz das Ofenrohr verlüngert
wird, und darum in Nippen gebogene Dlechtafeln
angebracht werden, woLurch sich dle Heizfläch.' nach
Belieben um 2—1L Quädratmeter und imehr Heiz-
fläche erhöhcn lakt.

* Die Beschäftrgung Schwerbeschädigter. Das
Ministörium für Kultus u-nd Unterricht gibt be-
kannt: Unter Bezugnahme auf u-nseren Erlak
vom 17. Mai 1919 w'vd äuf die Verordnung vom
24. September 1919 aufmerksam gemacht. Dar-
nach find alle öffentlichen nnd privaten Betriebe.
Düros und Ve-rwaltungen verpflichtet. auf 25 bis
einschkietzlich 60 insgesamt vorhattdene Beamte.
Angestellte und ArLeiter ohne Unterschicd des Ee-
schlcchts mindestens einen SchwovLefchL-
digten und auf je 50 weitere Arbeitneh-
mer minLestens einen weiteyen Schwerbe-
schädigten zu beschäftigen. Es sind daher bei den
une untcrstcllten Bchorden. Vetrieben. Büros und
Verwaltungen bei weitcren Ein- uttd Anskellmi-
gen in' erstcr LtN'S Schwerbeschädistte zu berück-
sicht-igen. Lanvit auch die Staatsbehörden der oben
bezeichneten gesetzljchen Derpflich^uttg in üollem
Umfanae vorbildlich nachkommen.

* Kellerbrand. In einem Hauso der Ziesel-
Wusersandstrake -entstand c>!n Kellerbrand. der ei-
nen MaterialWttden von 200 Mk. verursachte.

» ^olizeibcricht. Ä»fq->grissen limrdo.-ein Für-
sorgezögttng. der aus Schwarza-b eiltlausen ift. —
Zur Anzeige kNnen drri Wirte wesen Ue-. , ,
tretung der Polizeistunde, ein Phötograph wegen
Schl^ickMnLels mit Zignretten.

Mannhcim. 26. dcov. Di-e diesjährige Landes-
versammlung des hädischen Lnndosaus-
schusses für S ä n g l i ng s- und Kleinkin -
derfürsorge wuroe heute vormittag im Vcr-
sammlungssaal des Nosengartei-s sröffnet. Nn-
stelle des erkranklen eksten Vorsikenden begrükks
Pröf. Dr. L u st sHerorlbsrg) siie EMienenen und
erbat fich die Eenehmigung. an die frühere Erok-
herzogin Luis-e sow'.c an den abwesenden ersten
VorfitzsnLon Telegrammr zu scnden. Die Grüks
des badischen Ministeriums des Znnern überbrachte
Polizeidirektor Döpfner. die dcs Arbeits-
ministerill-ms Frau Marie Baum. Zum Vor-
sitzsnDen der Veissammlung wurde dann Prof. Dr.
Noeggerath. Direki-or der Uickverfitärsrttnik
in Fteiburg. bestimmt. Prof. Lnst erstattete
den Tätigkeitsbericht. Für die Errichtuna der ge-
pläNten Anstalt fllr Säuglings- und Klc-inkmLer-
fürsörge seien zwar 1200 000 M. aus dem Kinder-
hilfstag und anderen Quell-en vorhandsn. sie rei-
chen aLer zitr AusfühLimg dss Stützenackerschen
Projektes nichü üus. Man hoffe daher ein pro-
visorisches Institut in einem vorhan(>rnen EebäuLe
errichten zu könnckn. In ber Diskussion wurde
auck» die Heranziehung der untsrsten Volksschichten
und guko Vezahlung der FÜr.sorgerinnen qefordert.

Letzte Drahtberichte

Gegen dir wilden Streiks

Von unserenl Bsrliner Vertreter
s:) Vcrlin 28. Nov. Das in Aussicht stehende
Gesetz zur Dermeidung wilderStreiks
ist im Einverne-Hmen mit Ver Leitung der soz^alde-
Mokratischen Eewerkschcckten entworfsn worden. Das
Eesetz verpflichtet bei 5eTeilezu Verhand-
lung<rn vor dem Schllchtungsausfchuk unL zur
Anerkennuug dcr gefällten SchwVssprüche.
Da das ESsctz in der Hauptsnch.- die Arbefter von
dsm Stroik abhalten soll. ist tm Lager der Eswsrk-
schaften eine aeteilts Stimmuna. Die Gewert-
schastsleitung wird wegen ihrer Teiknahttie an der
Ausarbeitung ldieses Eesetzes onoegriffen. Die
Mehrheitssozialdemokvatische Fraktion hat sich
noch nicht über ihre S cllungnahms zu denr Sireik-
gesetz entschieden. Ds» dsin linken Flüges dsr
Fraktion stökt ss heute schon aus starkes Mist-
trausn.

Die ausgebliebenen Südslawen

Versailles. 27. Nov. D!e für gesterit Nachmitta«
in Ausstcht genommene Unterzeichn ung der
Friedenskonven!.ion Lurch die südslavischen
Vertreter konnte nickt stattfinden. Man war-
rete g>m Ouai d'Orsay rirrgeLlich. d'-e Vertreter ka-
mon nicht. sottdern licken mitteilen, dak ihrc In-
struköion-en nicht genügettd se'en unv ohne diese
konnten die Südilaven den bulgarischen Friedens-
vertrag nicht untcrzeichnün. ebcnsowenig d'e Ru-
mynen.

Die Kolilennot

Koblenz, 2g. Noo. Der Kohlenmangol
macht stch auch in der Umgvbung von Koülenz
bemdM-ar. So muk -aus Anordnung des -amleri-
kmrischsn KmnmainLanten in sechs -Nachbaro-rten,
damnier Ehrenbreitstein. Niederlahnstein unL Val-
lendar an den WochsntaLicn eine Einfihräiekung Le--
Gasverbauchs erMgen und das Gaswerk Ehren-
brecktstei-n Larf nur zu beskimmten Stunden E-as
a-bgebon. Jn Bad Ems fällt dio Gasabsabc
vom 30. ds. Mts. ganz aus.

Der Untersuchungsausschuk

Berlin. 29. Nov. Der parlamentarische Unter-
suchungsausschuk fiir Lie Vorgeschjchte dcs Keieges
ein'gts stch gcstcrn auf die FeststeNivig des Frage-
bogens fllr dt-e Zeit zwischen vem At-jentat oon
Serajewo uud der Kriegsrrklärung. sowis über die
Zuziebung einiaer weiterer Sachverständici.er. Dcr
Fragjeboaen soll an d'e- Hauvtauskimftkperlüi'cn ,»r
vorläufisen schristtichcn Beantwortung igesaudt
werden. Nach dieser Veroollständrgung dcs Ar-

beitsplanes will man in dcr nächsten Wochc rrn
denEesamtausschuk herantrcten, um mit den miind-
lichen Vernehmungen übsr diese Zeit beg'nnen zu
können.

(!) Köln. 29 Nov Aus Paris wird geme!Let,
dak die amcrikanischo Friedenslrb ordnung
am 5. Dezcmber abrcis.n wirL. Die b r i t i i ch e
Abordnung wird bnld ttäck dcm 5. Dc-i.nbcr wl-
gcn. Eine int-.-ralli-i'srte Sonüerkonfercnz soll im
Ianuar einbcrusen wcrdcn zur Loiuiiü. ber
Ilürkischen Fräge und zur Unterzekchimng dcs Frie-
densvertrages m't der Türkei. Ob sie in P->/is
oder London stattfinden wird. ist noch nnbc -'int.

Königsberg. 27. Nsv. Der schon vier Wochen
daucrnde Ausstcvnd der Duchdrucker ist be-
ende t.

Wien, 27. Nov. Wegen der N 0 tenabstem-
relung in Süv-Slawieu wird der g samte Pir-
sonen- und Eüterverbehr nach dort voraussichtlich
aus acht -rase etzngestellt.

Zandel und Verkshr

* Heidelberner Aktienbrauerei vorm. Kleinlem,
Hcidclberg. Das Ergebuis dcs Gcschäftsjahres
1918—10 ergibt ttach ALL 52 803.93 Abschrcib>,ngen
einen NeingvwinN von Mk. 194 161.09. Die Eene-
valversanimluna vom 27. sliooember 1919 beschlok,
die gl-cliche Dividende von 12 v. H. wie in
Vorjcchren zu verteilen. D.ie Mk. 500 000.— nene
Aktten erhalten für di'ises Jahr die habbe Divi-
Vende; aukerdem werdcn Mk. 50 000— für einen
bsionvcren Rchcrmjonds Mr Berfügung des Aaf-
sichtsraites bestinnmt. und Att. 0638.30 dem Beaim-
tem und Arbeiterunterstützungsfonds. Mk. 6935.89
der geietzlichcn Neserve zugowiesen und Mk.
28 622.66 für statutärische und verrragsmäkisr Vük-
sütungen bsnützt. wonach Mk. 40133.8? als Ge-
winnvortvwg für das nerre Jahr verbleiben, Dis
Gaiellsck-äft bsrichtet, dak der Absatz >und Gck-cWft.s-
gang sut rvawn, dic ÜoL-srnaihme des Detriebcs
der Schroedkschen Vrauerel-GZellichäst trus we-
sentlich zimn EcgSbnis bei und konytc dadurch die
eiwvme Steigeninü äller Ansgäben für Löhns und
Ecchälter, sowie sür Brennmnteriatten nnd Fu.t-
terartikel leichtsr ertragen merden.

<- Dir Eeneralveriammlung der Wagaonsabrrk
Rastatt Ä. G. in Nastatt senehmigte die ErhöhunL
dcs Mtienkapitals uün eine Miillion ans dreiein-
halb Million-cn Mark.

Kurse vow. 27. November 1919.

(Äitgeteilt von der NhHnischen Ereditbank.tt
Filialc Heidelberg.

3"/o Tcutsche Reichsanleihs.

3"/ü Deutsche Neichsanleihe .
4Vg°/o Deutsche Nülchsaiusihe .
5°(o Deutschö Neichsanleihe.

4°/o Preuß. Cönsols . . .

4°/a Baven von 19l9

'/3°/o abg. Baden ....

4°/o Bayern.

4°/a Württembergcr....

4°/o Hesscn.

4°/o Heidelberger von 1910 .

4°/a Frelbarg lOIO ...

4°/o Karlsrnhe 1913 . .

4°/o Maimheimer don 1610
4°/» Rhein. Hyp. Ps. . . .

8'/z°jo Nhrin. Hyp. Pf. verlosbar
4'/« Pfälz. Hyp. Ps.

4°/,, Hesf. LandeShyp. Pf. .

4°/o Hesf. Landcshpp. (Lvin. Obl.
Dentfche Bank Aklien .
Diseontv-Commandit Anteils .
Rheinische Creditbank Akticn
Pfülcksche Aank Aktien .
Süddentsche Disconto-Ges. Aktien

Phönix Bergban Aktien
Obcrschles. Ctscnbahn Bedarf Aktien
Lberschles. Eiseinndustrie Aktisn
Allgem. Elektr. Gef.Aktirn. . .

Bad. 1/lnilin- u. Sodafabrik Aktien
Benz L Co. Nktien. ....
Heidelbergec Cementwerke Aktien .
H. Fuchs Waggonsabrik Nktien
Aer. chem. Fabr. Mainiheim Aktien
Verein deutscher Oelfabriken Aktien
Zellstofs-Fabrik Waldhos Aktien
Zuckerfabrik Waghäusel Aktien .

Pribat-Dtskont.

Neichsbattk-Diökonk. . . . .

DevissnLnrse

Geid Brief

Konstantiiiop.
Holland 1713i/z

Täliemark 010'/«
Schwede» 994'/«

Norwsgen 869'/«

— Schlveiz

0862/« Spanien

Wärine-
Gcade
n. Cels.

9.6

niederst. ^höchster

Wärmegrad feit
geftsrn

1.6

Wind-

richtung

26. X.

27. XI.

. 77.50

77.^0

. 69.50

07.25

. 62.50

61.90

. 63.-

03.5s,

. 65.50

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114.-

.125.—

124.—

.121.—

124.-

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199.75

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225 —

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169.—

.236.—

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480.50

.329.—

228.-

, 175.—

172.50

.349.—

344.—

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197^-

.220.-

231.—

.353.-

357.—

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Gelk»

Brief

829'/.

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82.30

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97-5--/«

142',.

14,2 .

IW W.

S 7 uhr.

Hinnnel

7.2 Tüdkvest klar 743.5

Lusldr.

mm

Niederschlog —nnn

Mitteliverte von gestern:
Temperatur — 5,0

Dunstdruck 4,9 riim

Nclativs Feuchtigkeit 75,7 '/«

Wasserstand am 28. Novembsr I9L9

Heidelberg. 3,35 n>, Heilbronn. 1,6S m
unv in N e ck a r st e i n a ch 8,15 m.



^esten

(-rorse LttVmerLparnis.

V
 
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