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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0489
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Dsr Ch emsss! Wenn icki die Auaen sckilienx. und sei es. wo ^
immer, Wasser an Lchisfsi'Ianien plütschern höre. erwacht in mrr die
Erinnerung an die Iuaendzeit. an Siunden. die >ch im Kcrhn ver-
Iräumte, den See run,dun: und den 5>nnmel iiber m.r.

Der Se-e war der schönste Tumelvlati iiir cinen aesunden Bu-
ben, und ich brachte jeden Taa. den ick loskam. daraui zu. Die äncht-
lichen Bedcnken meiner Mutter wurden durch den Westcrnacher «^ranz.
der meinem Rudern das beste Zeuanis ausstellte. beseitiat.

Das; mir der Westernacher als fünnebnsähriaem Buben Passa-
aievr zur Ueberfahrt auf die I,nsel anvertraute. aalt n.ir -als hohe
Auszeichnuna. und weim m>cki die rrcmden Eäite iür einen Schiffer-
junaen hielten, war mein Clück vollständia. und ich war bemüht, den
Cindruck zu befestiaen.

Ab und zu hielt sich auck eins Dame .m meiner aronen Befriedi-
auna.darüber auf. das; mir eiile Pse.ie im Maul baumelte.

Daran war vornehmlich der alte Boick sckuld. der mcin Lehr-
meisrer im Naucken war.

Ich musjte sür ihn Zinarrenstummel in unierer Wirtschaft s.am-
meln, die er auf dem Heüd dörrte und dann in einer Kaffeemühl'e
zerrieb. So aewannen wir unseren Tabak. Daneben rauchten wir
unaarischen in blauen Paketen. Varinas mit den düei ariechischen Pa-
likaren als Kennzeichen. und dem schwarzen Reiter. Kornährentabak.
der aus der Pfeife herauswuchs. .vschte und lieblich rock,. Ich sas; oft
beim Bosch; an schlechten Taaen in der niederen Stube. an schönen
Abenden auf der Bank vorm 5)aus. und <er teilte mir seine Ansichten
iiber alles Geschehen auf dieser Welt mit.

Sie waren recht versckieden von den allaemein aülriaen. und
wenn sie nicht samt und sonders ricktia waren. io waren sie doch auf
Erund eiaenen Nachdenkens und tmtelnder Bauernschlauheit aefun-
den, und darum »ewib anreaender als alle aedruckten Aeitunasmei-
nunaem

Tür an Tür mit dem alten Boick woknte ein ausaedienter Zim-
mermann. sder Martin. der Leitern maLte. Säaen feilte. die Bauern
rafierte. Uhren richbete und als Viekdoktor in Anieben stand.

Er hatte >einem Hausierer eine Bibel abaekamt vermutlich aus
einem anderen Erunde, als weil die Gelltlübleit oor dem heiliaen
Duche warnte und es niLt dulden wollte.

Jm Pfarrhof erhielt man natürlich auck Kenntnis davon. aber
der alte aeislliche Rat Hefter kannte seine Pavoenheinier und wukte.
datz Zureden nichts helfen und das Aeraernis nur verarötzern konnte.

We'nn er Lkm Bibelforsc^r auf der Strafte beaeanete. saate er
bloß: ,T) mei Marten. du werst au alle Taae dümmer..." Das
spräch sich herum und nützte mebr wie Eiier und Lestiaes Schelten.

Der Geistliche Rat war nock aus der alten Schule; eiu aamüt-
licher, behäbiaer Mann. DereLrer einer trefflicken Küche, eines auten
Trunkes und ein Freund aller Meulcken. die iüre Ruhe haben wollten
und ihn selber in Ruhe lienen.

Damals war es auter Brauch. dak die Studenten nach Leende-
tem Schuljahre im Pfarrhofe ibre Aurwartuna'machten und die Zeug-
nisse vorwieien.

Am ersten Feriensonntaa traten wir üu fünf oder fechs vor den
Geistlichen Rat. der uns fröhlich bearükte und ein mildes Wort für
minder aute Noten batte.

„Macht ilichts".'saqte cr. ..Für en Dreier muk ma auch was
leisten, wenu's nur koa Vierer net is. Es is alleweil um an. Grad
bessa. und überhaupts koane Eeleht'n wollt's ia ibr aar net wer'n...

Für den zweiten oder dritten Sonntaa wurden wir dann zu
Tisch geladen, ekne Ehre. die wix sehr hoch schähten, henn es aab nicht
blok reichlichcs und autes Essen. iondern auck luitiae Unterhaltuna:
wenn die Mehlspeise aufaetraaen wurde. kam die dicke. alte KLchin
jiis'Zimmer. noch aerötet vom Herdfeuer und den Anstrengmiüen des
Taaes. um Lie Lobsprüche des 5>:rrn Ratrs in Empfcrna zu nehmen.

Kauir. fak sie. den Stuhl bcicheiden etwas zurückaerückt. fo sing
Herr Hefler an. Eeschichten zu er.iäblen von dem Bauerndirndl. das
im Vsichtstuhl dcn F naer in ein Allloch aosteckt katte und nicht mehr
loskani. uud Vami auf die Fraae des Geiitlicken. warum es nicht gehe,
eine undeutliche Antwort aab. die .mm Mikoeritändnisse führte.

Iedesmal kam Früule n Marie in fchamvoller Verlegenheit. und
jedesmal lachte der joviale Pfarrlierr und erklärt's umständlich. dak
es die Lllerunschuldiaste G.schichte iei.

Wir freuten uns darüber. aber ciner iak am Tische. der «ine
fäucrliche Ai'ene i«ffehte. ein Kooperator aus dein Kölnischen, den
die Folacn d.s Kulturtampfes nach Altbayern verfchlaaen hatten. ein
cifriaer Kümpfer und ein keimlicker Feind des autmütiaen Pfarrers.
der übriqens die Abneiguna kräitia erwiderte.

Ein seitsames Vorkommnis besreite ibn bald von dem m:L77--
aeinhinen Sireiter. aber den Prienern trua es einen Svitmamen em.
den sie keui-, noch nicht anacbrackt kaben.

S e hntten als Denkmal für die aeiallenen Kriegc'r einen Frie-
densenael b.stellt. dessen linke Brust deni Herrn Kooperator zu aros;
und zu fehr eiitblökt erschien. Am Taoe vor der Enthülluna übsr-
rrdete er einen Schlosscr. nachts die Brust abmfeilen. Er wurde über
Ler Tat crtappt. das Fest tonnte nock vcrickiob.'n und eii: neuer Enqel
bistellt wcrden. aber wer in der Ickmaeaend einen Priener üraern will.
heikt ihn heute noch ..Duiisnieiler". »

Worte aus der Dergangenheit

sür die Zeit

Im 2ahre 1792 erschien eine A'bhandluna „Ueber
den Einfluk politischsr Schriften und den Charatter der
Burkefchen" von Friedrich v. Gen k. Mehr crls hundert
Iahre liegcn di-e Worte zurück, die wir aus dieser Schrist
bier folgen lafsen, aber es dünkt uns. «ls ob sie üestern
gcschrieben worden wären.

„Wenn sich die schmeichelndsten Verheikungen angebeteter Ne-
volutionsstifter in Nichts auflösen wenn a.m Ende der gewaltsamsten
Zer.ütiunsen und der blutigsten Kriese nur ein-verändertes Eewand
sfür die alten Leiden erkämpst ist, oder aoenn gar nach einer finsteren
Reihe von Kalamitäten aller Art ein Zustand eii.porsteiqt. aegen wel-
chen der verworfene Gewinn wäre. so stirbt doch der brennende Wunsch
ncuer Rcvclutionen, nnd wsnii auch Koriouliio-ien! und neusr
Iammer der Preis wären, nicht in der Seele des Handelnden. nicht
in der Seele des Zusckmuers aus. Das Gefühl der 3iot drückt uncrb-
lcissig fort: was heute verfehlt ward, kann morgen ewicht werden.
Tansend miklnngene Nersuche schrecken den uicht zurück, desien einziges
Heil in Versuchen liegt: und das unbezwinaliche Rusen nacki Erlösuna
und Glüüseliakeit. das aus den Schauplähen des Iammers tönt. über-
Läubt die Stimme der Weisheit, der Erfahruna der Iahrhun-
derte . . .

„Der Lobredner der neuen Systeme. der Freiheit als das höchsle
Cut anbetet. streitet für eine ursprünaliche Kraft: der Geaner
fiir cme notwendise E i n s chr ä n ku n.g dieser K ras t."

„Der Lobredner der Revolutioii preiset ein tünftiges Gu 1
und lehnt sich wider ein a e a e n w är t i a e s Ilebel am: sein Gea-
ner warnt vor vinem tünftia -cn ULbel und nimmt ein gcaen -
wärtiaes Eut in Schuh."-

„Fürsten belohnen ihre Schmeichler und verachten sie: Völker
beten die ihriaen an." .

„So uugünstia auch die Zeiten sein möaen. es ist nnmöglich. die
Sache der Vernunft aufzugebrn.- Wsnn die ausschweifendsten Prophe-
zeiungen enthusiastischer Neuerer in Erfülluua aii'.gen. ioeim virilich
in wenrg Jahren die aanzs Oberfläche der Erde umaewandclt -wäre.
follte darum auch eine Revolution im Gebiete der Wahrheit voraehen'?
Sollte darum Sittlichkeit ihre ernsten Eebote. Kluaheit ihre alten
Vorfchristen ctbschaffen und Glüäseliakert ckuf dem Weae des Lerder^
bens aesticht werden müsien? Sollte darum, weil Nationen sreveln.
Verbrechen nicht mehr Verbrechen. und weil Nationen rasen. was ein
mal Unfinn war. nicht weiter Unsiim sem?

Es hat sich feit emiaen Iahren in die politischen Systeme. m die
Denkunasart der Nationey. m- die herrschende Litcratur und in alle
Verhältnisie. welche das Innere des Menschen am nächsten berühren.
eine Einseitiakeit von emer bisher ganz unbekannten Art einaefunden.
dis i^>em freien Geiftesschwuna. indem sie ihn zu beaünstiaen scheint.
den Untergana bereitet und die nichts weniger zur ALsicht hat. als
das acmze menschliche Geschlecht in eine und dieselbe Form M pcessen.
In einem Zeitalter, wo Eneraie fast aanz verloren und — vielseitiae
Bilduna das einziae und leiste Gut des Menschen ist. laim dies für
leine unbedeutende Gesahr a-Itcn: und wer Freihcit aufrichtia l'iebt.
kann es nicht mit Glejchaültiqkeit ansehen, das; unter ihrem tockenden
Nau.en eme Eeistessklavcr>.i >.inreiken soll, die. wenn al.'ich mit ciner
alänzondeil Aukenseite. nach dem inneren Werte lcnrteilt. um nichts
besser ist >als die Barbarei der iinstereu Iahrhunderte."

„Wer sich untersteht. zu behaupten. „dak Neformen wohltätiacr
als Nevolutionen wären", wer sich erkühnt. qcacn.das erhaben.e Ariom.
„dak das Volk nie irren könnte". den bescheideirdsten Zweifel -,u be-
gen, wer d-e Vermutuna waat. „dak cin Teil dss mcnschlichen Elends
aanz unabhänaia von allen Staatsoersasiunqen durch hen Wechsel der
Regierunasformcn nie aufachoben werden möchte". wer noch den Na-
men eines Könias nennt. ohne sich einen Räuber m denkcn. wird ver-
bannt, ausaestoken und verfolat. Eine Gesellfchast seichter Köpfe? die
alles, was Genie mit Mäkiauna verband. weaaescat und verwiesen
haben, gibt jetst. incht ihrem Päbcl allcm. sondern dem erstaunten
Europa den Makstab der Menschenbeurteiluna. die Theorio der,
Staaten, und die Grundsähe aller büra^lichen Derbinduna. aibt ste
mit einer Vermesienheit und einem Etolz. desien noch nie ein Fürst
sich fchul-ia gemacht hak . . .

Mer rät's?

15.

Die erfto,. eine Waffe ist,

In alten Zesten im Eebrauch.

Nicht nur zum Siechen tauate sie.

Soaar zum Wurf man braucht sie auch.

Die zweite kommt in Märchen vor.

Den Hexen rechnet man sie zu.

Reihft Du die beiden aneinand'

'Nen Mädchennamen findest Du!

<

- Lösuna des Rütsels Nr. 14: Eawan. Ebene Berlin Temple.
Feiichelhonia. Ueberlinaen. Roda-Roda. Düsseldorf. Irpne. Epiloa —
Gebt für die Eefanqenen.

N^chtiae Lösunaen schickten ein: Herbcrt Marqqraf Rohr-
bacherstrake 8. Frau Direktor L. F.. Frau M. V.. Roitmannstrake. F.
Schwarz, Neckarqemünd. Maria Moos. Mannheim.

Neranjwoltlicher Cchristleiter: Iulius Kraemer in Heidelbera






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OerVorn

wochenbeilage zur „Sadischen post"

1. Iahrgang, Nr. 11

28.'November 1919

Die Heimat und die Gefüngenen

Dori Rudolf Herzog

/

Schnee, nur Schnee und dcr schneidende Wind.

Fallende Flocken, dunkelnder Tag —

Ich rufe hinaus nach Mann und Kind
Und weiß nicht, wo ich sie suchen mng.

Meinen Notschrei zerbricht mir der Frost im Mrrnd,
Mein Wimmern und Weincn zerflattert im Schnee —
Der Winter reigt euch die Leiber wund
Und.oie Seelen der Feinen zu blutigem Weh.

Es sagen die Lieger, datz Eott uns verlietz,

Sie sagen, sie seien die Eeitzel des Herrn
Und das Nächcrschwert, das zur Hölle uns stidtz,

Und sie selber, sic selber der tommende Stern.

Und sagen... Verflucht, was sie sagen und tun.-
Unsrs Knaben vergehn in zerlöchertem Tuch?

Unsre Männer jtehu in den letzten Schuh'n!

Und half kein Hebet uns — so helf uns der Fluch.

Und einer sprech's vor, und ihr anderen, sprecht's mit:
Verflucht sei, wer sich vermessen der Gräul,

Der den wehrlosen Mann, der als Held mit ihm stritt,
Durch das Elend schleift unter Siegesgeheul,

Der von Freiheit ihm singt in des Kerkers Nacht
Und die Ketten oerdoppelr mit Teufelslist,

Aus Angst, aus Angst. datz der Herrgott erwacht
Und schaudernd gewahrt, w'er sein Werkzeug ist.

Und noch einmal sprecht, und den zweiten Fluch:
Verdammnis den Zungen im eigenen Zelt,

Die da predigten, wie aus hem Vibelbuch,

Von der Bruderliebe in aller Welt,

Vnn dem Vrudergrutz und dem Bruderkuß,

Mit dem Büttel getauscht, der die Peitsche schwingr,
Mit dem Henker getauscht, der im Blutgenuß
Vor Trunkenheit tanzt, wenn die Hände ihr ringt.

Eenug!! — Es gellt euer Fluch übern Rhein,

Zu den Mälincrn in Ketten, zu den Knaben i'n Not,

Und sic sprechen: Nun können wir ruhig seiu,

Demschland, nein Deutschland, ist nicht tot.

Es weint nicht mehr weibisch und wimmert nicht mehr,

Es wnrtet, die Zähne zusammengepretzt . . .

Und wir kommen, wir kommen, ein sterbend Heer,

Damit ihr — den Fluch — euren Fluch nicht v'er^etzt.

.Heimatbilder aus Handschuhsheim

Von Hellmut Cullmann

Kirche und Kirchhof zu Handschuhsheim

Der Herbstwind flattert über die raunenden Wipfel der Bäume
und streist von den tzerunterhänaenden Ärmen der Zweige das kni-
sternde Laub. Ueber den vereinzelt noch heroorluaenden moosarauen
Sterbekreuzen und' weiterblassen Denksteinen atmet Stille und seliaes
Geboraense-n. Aus den überqrasten Erabeshüaeln fchweben leise
Gottesqedanken über Trauin und Taq in die. Nähe des Unendlichen.
Von den Wänden des Kirchleins. das inmitten der Todesstatt liegt und
die stunimen Gräber hlltet. wie ein auter Hirte seine Herde, starren
d-e Grabplatten länqst vermodertcr Pfarrherren und riesiqer Recken-
gestaltem Ueber alle erhebt siegesstolz und andachtsvoll wie ein stein-
^ewordenes Liel der berqfricdartiAe Glockent-irm. sein aedankenschweres
Haupt und- späht voll ruhiqer, aottergebener Gclasienheit hinans m
die Landchaft. über Todesqarten und fallendes Laub. über Giebel und
Gasien, zw-schcn Himmel und Erde hindurch: „Stille ruh'n aüen die
Sterne und unten die Gräber!" ...-

Die alte Kirche von Handschuhsheim kanu aut auf ein Iahrtau-
send zurückblicken. Ums Iahr 770 errichteten unter deir Karolinaern
Lorscher Akonche daselbst eine kleine Basilika. Der Abt Arnold. der
5 Iahre jdem Fürstentum Lorsch vorskrnd und gleichzeitia Bischof von
Speyer war. erweilrrte 1053 die Basilika zur rommrrschen Kirche mrd
weihte ste am 8. November 1053 dem hlg. Bitus und Eeorg. Um 1450
brs 1480 ward der tzeute noch bestehende spätaotffche Chor anaefüat

und eine Ausbesserung der vou den StürMen der Zeit nicht uirberührt
qeblietzenen Kirche voraenoinmen. Damals mögen cruch die Baustile
verquickt uird vermengt worden sein. wie es z. D. au der bekannten
romanisch-qot'sch vermischten Klosterkirche zu Eutzerthal i. d. Rhein-
pfalz qdschah. Wis der Katolinaerzeit möqeu stammen: der Triumph-
bogen und die Cäulenfüke iin südlichen Kircheninnern (4 Säulens:
die aeqenüberl'eaende Säulenreihe ll Säule als Einporenträqer
vorhanden) scheint zerstört oder abaerissen worden zu sein. ein Ansah
der Maucrwand nach links vom Triumphboaen sichtbar. Der breite.
starke Turin. der an ähnliche Gebilde in dcr Chainpaane un-d im ger-
manisch-fränkisch durchtränktcn Nordfrankreich er'nnert. weist ein ro-
manisches Doppelfenster,auf. das Lanqhaus zeiqt au den Wänden ro-
manrsche Fenster. übdr den beiden tleinen Fenstern der Südnmnd
schauen oben 2 alte. rohqeineis^lte Steinköpfe heroor.

Die Handschuhsheimer Kirche. die ein Schmuck- uird Schakkäst-
le«n für sich ist, diente den Edlen von Handschirhsheim und von Helm-
statt. sowie einer Neihe von qeistlichen und weltlichen Herren als
letzte Heimstättc. I,n aanze,r ruhen wohl iiber 20 Tote im Kirchen-
inncrn. An einer Säule der Südseite hänqt eine reichverzierte. bau-
alte Gedenktafel 'in Stile des 18. Iahrhunderts. die unten mit eickem
breiten Akanthusblatt abschliekt: „Allhisr ruht im Friedon die wohl-
geborene Fräulein^ Charlotte Lomse Struppin von Eelnhausen. neb.
anno 1699 d. 4. May. qest. ^lo. 1713 d. 15. Auq Ihres Mers 14 Iahr

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