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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0497
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verordnung.

Den Verkchr mit Vrcnnholz betr.
Auf Erund- der Vundesratsverovdnung vom Ü5.
Septeinber 1915 üb'er die ErriNuüü von Pttis-
iirüsun^bellcn ünd die VersoraMgsreaelüüa in
^er f?üssuna dcr Bekani') tmcukiunaen vom 4. No-
lunnber 101ö.*5. Auni 1010 lReichs-Eesetzbl'att 1015
Seite 607. 728. 1916 Seike 439, 673s wird verord-
uet. WÜS folat:

I. 2ll1;ie„reine Vestimnrnngen.

8 1.

^ür die Neaeluna deü Versorauna der Beööl-
lcrüna mit Brenühülz ist die bei ver sio'rst- ML>
7omäuendlVck1iön errichtets ..Laüv'.'sLre-nüboll-
stclle" zuständia. .

Die LandeÄbrennbolHelle ist eine Vestörde. Sie
untersteki^ dcr unmittelbärcn AüssiKt des Mini-
steriums des Innern. üü desseü aluMäüki<l)e Wei-
sunacü sse aebundcn sst.

8 2. '

Säintlrches in WaDüüacn oder aus sonstic.e-n
' mit Holz bcstockten Eruüöstücken aüfallendvÄrenü-
holz sowie die vorbandenen Dremiliolzvorrät'.
nntrrlre.ien dcr Bewirtschastuna durcb die Landes-
bttiMihoMelle. Sie üimmt däs Äol; fik'die
Versorauna der Vevölkeruna in Anspruch ün'd
wtzist es unter anaemesscncr Veilkeiluna auf das
Länd bestiimnten AbneMern (8 9s zu.

8 3.

Als Vrennhvlz im Sinnö dieser VerürdNmla
aikt auch das iN Säüerverren öder soMiacü §>olz
vcratbei!>enden Vetrioben anfallends Absallholz.

- Di-e LandesbrenübolMste kaüm.-reäelniästiae
Anstiaen ilbcr das anfalleüde LlbMMlz ünd die
Vei^itstelluna bestimmter Sorten von diesen Bci-
tricben verlanaen.

n. Bcröitstetlung vou Brennliolz. ^

8 4.

Die Waldbesiker sind verpflichtet. cmf Verlan-
lien der Landesbrennbolzstelle ihre Voranschläae
und die Nächrvelsunacn über den Umsana ihrcr
ssällünaen und den Ansall an Brennholz ein^uiei-
cken.

Auf Anordnuna der Landesbrennholsttelle ha-
ben sie eine von dieser — unter Umstä'nden nach
Hol?iart und Sorten — zu bestimmende Holznrenae
als Vrennbolz i;ur Versorauna der Vevölkeruna
Lersit m stellen. Hierbei rvird die Leistunasfäliig-
keit des Waldcs nach Möältchdclt berücksichliiat
werden.

Ist der Waldbesiüer nicht acwlllt oder t-n der
Laao. dcrs anaeforderte Vrennbolz aukübeveiten.
so kann 'die LandesbrennholFtelle dem Abnehmcr.
welchem das Brennholz zuaewiesen werdep soll.
die SelLstaufbereituna des Holäes übertraaen. Die
CeMaufbereituna ist nach der näheren Weisuna
des Forstamts. welchem der WaLd forstpolizeilich
nuae>/eilt ist. durch.mfübren. Vei der Ab.qabs des
Hokes werden vom Verkaufspreis die vom Focsb
amt festzusehenden Zurlchtunaskösüsn äbaejwaen.

III. Nnrneldirng des .Solzes.durch dei»
Wakdbesitzer.

§ 5.

Die Waldbesiher sind verpfllchtet. sämtliches
nicht für ihren eiaenen Bedars benötiate Brenn-
holz sowie sä.mtliches Schichtholz. das sie als Nut;-
holz verwertcn wollen. dc-m s?orstaml',. welchem dcr
Wald forstpoliilöilich masteilt ift. btnnM 14 Tnaen
näch dcr sfertiastelluna üNMmelden und biörbei
tziebsort. Holzmasse und Holzsorte M lüÄeichxeri.

, Wer Holz Mf dem Stock oder unailsLereitetes
Äockholz. qekäüft hat. ist äls Waldhesiher zu be-
ttachten. 5iu,derartiaen Käusen ist 'die Genehmi-
aüna der LandesbrennholKelle einmboleu: die
ohne diese Eönehmiauna aeschlossenen Käufe sind
unqültia. Die Eenerimiäunasbedinaüliacn sind ein-
iMhalten.

§ 6.

Die ssorstämter haben nach den von der La-ndes-
brennhoMelle zu erteilend'sn Richtlinien m be-
stinMen. ob und wieweit das in den Waldünqen
angefallene Hol:; nach seiner Beschaffenheit und
im Hinblick auf die Drinalichkeit der Brennholzbe-
schafsuua als Brennbol:; in Anspruch zu nehmcn ist
odtzr als Nuhhol?, zum freien Verkaüs maelasseu
wird. Bevor diese Entschei,duna aettoffeu ift. darf
leitens der Waldbesiher kein Nuhschichthoh ver-
kauft werden.

Zür Ueberwachuna dieser Bestimmunaen sind
die fförstämter berechtiqt, den gesamten Hiebsänfall
"> dcn nicht befd'rsterten Wäldunaen aufnehmen m
laffen.

Abgabe des Brettuhotzes durch den
Waldbesitzer.

§7.

Ieder freie Verkauf von Brennhobz durch dic
Waldbesiher. sowie seder freie Einkauf von Brenn-
holz fauch durch Händlers ist verboten.

Die Laudesbrennhol?stelle oder in dersn Anf-
iraq das Forstamt bestimmen. an wen das Vrenn-
hol; abmsehen ist, und weisen es den Abnechnirrn
i;u.

Die Zuweisuna des Holzes durch die Landes-
brennhoWelle oder das Forstamt erseht nicht den
Abschlus; des Kausvertraaes und die Uestleauna der
nähcren Bestimmunaen über dessen Vollzua durch
oie Beteiliaten.

Dex Waldbesiher hat einen Anspruch auf Var-
^ahlunq des Kauspreises bei der Ueberaabe des
b.olzes. Er jst berechtiat. das Brennholz insoLaüae
u»ht mr Abfuhr fveizuaeben. bis Banahluna er-
wlat ist.

8 8.

Dns Brennholz ist durch die Waldbesitzer zu
M vonr Ministcrium des Innerii sestaesehten
«oMpreisen abzuqeben.

D^e Landesbrennholzstelle ist Lerechtiat. von
b'Nzelnon Erosiverbrauchsrn Zuschläae zu den amt-
, ^"An Höchstpreisen für die Staatskasse zu erbebcn.

Die Versteiaeruna ^von Brennhol? ist verbotM.
-äusaenonimen von düeseni Verbot ist das unaufbc-
reitcte Neisjq. Die Versteiaeruna von äufbereite-
ten Wellen kann das zuständige ssorstamt in be-
londereu ställen aenehmiaen. Äuch ist die Landes-
^ustolzstelle befuat. bei Borlieaen besonderer
Umstände ausnahmsweise die Versteiaeruna von
«chichtbrennholz sSterholzs zuzulasscn.

Will der Waldbesiher in den Fällen des Abs. 3
Brennholz versteiaern. so hat er div Verkanfsbe-
dmaunaen jeio«.ils -vor dem Verkaus dem ssiorstanit
zur Einsicht vorzuleacn. daimit dieses erforder-
lichensalls beschränkende Bestimmunaen hinsichtlich
der Zulassuna der Käufer und zur Verhütuna einer
Ueberschreilüna der Höchstpreise treffen Vann.

v. Znweijmig des Brctttthotzes.

8 9.

Die Zuibeisunä des anaemeldeten Brdnnholzes
-erfolät in der Neael an die Gomeinden und zwar
eütmeder unmittelbar oder durch Vermb/tluNg von
Handlern. denen das Holz vom Forstaint oder von
Ver Landesbrennholzstelle züm Ankauf und Wei-
terverkauf -zuaeteilt wird. Die Händler sind nicht
berechtiat. über däs ihnen zuMrviesene Holz frei
zu v^rfüaen. sündern haben eS nach den Anordnün-
äen l^r Landesbrvnnholzstello oder des Forstwmis
weiter>nverkaufen. Hinsichllich der Uebertpaaunq
des Holzes an Händler sollen die vom Waldbe-
siher bei der Anmeldunä eliwa boraebrachttzn
Wünsche tunlichst berücksichtrat werden.

Dis Händler haben sür die Abfuhr und den
wcitertzn Versand des Holzes Sorae zu traaen und
dürfen ausier dem Ersatz ^der hierfür erwachsenen
Kosten und des Einständspreifes nur uoch den von
der Landesbrennholzstclle oder dem Forstamt zu-
äelassenen Handelszuschlaa beim Weiterverkauf in
Anspruch nehmen.

Fasls die Gemeinden den Ankauf des ihnen un-
mitrdlbar uzäerüiesenen Hohes durch eiaene Ve-
auftraäte oder HaN.dler vornehmen lassen. so blei-
ben sie doch dcm Maldbesihei aeaenüber sür die
Vezajhlünä des Käufpreises haftbar.

Gomeinden. die in der Lääd sind. ihren Vedarf
aus eiaenem EciNeindewäld oder Privatwaldun-
qen der etqenen Gemarkuna zü decken. haben kei-
nen Anspruch auf an,derwerte Zuweisunq.

Vl. Berteilttllg des Brcnnholzes an die
Verbrauchcr'.

Die VerjMüna des zuaewiesenen Holzes an die
Derbrauch^ haben die Eämeindon unter Berück-
stchiiäuna der Drinalichkeit des Bedarfs zu recreln:
sie können das Hol? entweder selbst an die Ver-
bräücher verbeilen oder zur Verteiluna die ortsan-
sässiaen Händlcr heraüziehen. Lehtcre sind bei der
Abqabe crn d'ie Verbüaucher und hinsichtlich der
Kausprcise strenq an die Weisunaen der Eemeinde
aebunden. Die Eemeinden bleiben für eine qc-
rechte und aleichmäsiiae Verteiluna des Holzes
verantwortnch.

Die Landesbrennholzstelle ist besüat. hinfichi'.lich
der Dertetlünä des Holzes durch die Esmeiuden
bssondere Anordnunacii zu treffen.

An Personen. die in der Laqe sind. ihren Bvenn-
holzbedarf aus eiaonem Wald zu deckön. darfHolz
aus anderen Waldima-en nicht abqeaeben werden.

Auf die Verabsolquna der Bürqerholzääbe in
Natur stätzt den BerechtiqtM ein Anspruch nur
insowcit zu. als dio Holzqabe zür Befriediäuna des
nachqewiesenen drinaenden Feusvunasbedürfnisses
erforderlich ist: für ihre wetteraehenjden Eabholz-
ansprüche werden die Vereckitiäten mit Eeld ent-
schädiqt (8 125a der Eemeindeordnuna. 8 121L der
Städteordnuna').

8 11. _

Wcr Vvennholz. insbesondere solches. das ihm
auf Erund ciner Verechtiquna zukoMn't oder nach
dsr Ncaeluna äeniasi 8 10 dieser Vsroijdnuna durch
die Eemeinde zuqcteilt ist. abzuaeben aewillt ist.
hat es der Gemeinde seines Wohnsshes zum Kauf
anzuibieten. Die Gemeinde hat das anqcbotene
Vrennholz, soweit sie es nicht zur Deckuna des
Brennholzbedarfs der eiaenen Bevölkeruna benö-
l>,iqt. dem sssorstanit zur Verfüauna zu stellen. Ic-
der freie Verkanf von derartiaem Holz durch die
Vesiher ist vcrbotcu.

VH. Bcstimmuttgen übcr autzerbadifches
Breunholz.

8 12.

Das nach Baden einäeführte Brennhblz bleibt
im allaenu ü'.em dem freien Derkehr üLcrlassen
uud U"t<rlupt nichr den HLchstpreisen. Doch ftnd
die Bezieher des einäesührten Holzes verpflichtet.
cs sofort nach der Einfuhr unter Anäabe v<r Men-
aen :>nd S'-rten sowie eines Nachwe'scs der Ee-
stehunqsloster der Landesbrennholzst^ll; anzü-
nieldtzr.

Die LnndesbrenNholMlle und die Eeme'-nde
fi"d beicäZ'äi im Benehmen mit dem Landes-
prcisamt die Abaabepreise für dieses Holz scstzv-
>ehen. Mit Eenehmiaunq der Landesbre'inholz-
stelle körnen die Kominunalverbände oder Gemein-
den iiäl-ere Bestimmunqen über den Verkehr m?r
äusierl-arischem Holz tressen.

vm. Verscnduttg ves Holzes.

813.

Vrennholz jeder Art somie alles Nutisch'rchtholz
bis-zu 2^.5 Meter Länqe daH auf der Bahn over
zu Wässer nur mit abqestempelten FtMtbriefer
oder Konossements befördert weuden. Die Abstem-
pelunq der Ver,sandpapiere1erfolat für Vrennholz
durch die Laudesbrdnnholzstelle. für NMchichiholz
durch das staatlichs sssorstamt. aus desscn Dienstbe-
zirk das Holz stammr. Sofern es sich be^ dem Nuh-
schichtholz um den Versand nach auherbadischen
Plähen oder nach Plähen des besetzten Eebtetes
handelt. sind die Versaadvapiers- durch Vermirt-
luua der ssorstämtcr qemäs? 8 2 der Verordnung
vom 22. Sspteinber 1919 (Eesehes- und Verord-
nunqsblatt SeÜie 486) bei der Badischen Ausien-
handclsstelle in Karlsruhe zur Ecnehmiauna ein-
zureicheii.

Be- Vorlqae des FrachtSrüefs oder Konnossements.
welche den Empfänqer, den Absendcr. die Versand-
station und die Holzsorten. die zum Versänd kom-
men solleii. zu enthalic'n haben. ist anzuaeben. wo-
her das Holz stainmt. Versandpapiere. auf denen
Aenderunaen irqend welcher Art anqebracht ssnd.
sind unailtia.

Der Versand von Schichthölz. das vom Absender
als Nuhl-olz bezeichNü'i wird. kann vön der Dör-
kaqe eines Nachweises über d'L Leabsschtiqte Ver-
wenduna des Holzes abhänqsia aemacht werlden.

8 14.

Erfolqt die Besörderunq von Brennholz mit
Fuhrwerk. so ssnd die s?orstämter Lerechtiqt. für
die Abfuhr dio Einholuna von Beförderunqsschei-
nen zu vevlanaen. Der Beförderunqsschein wird
durch das Forstamt crteilt. Der Veförderer hat
den Schein bei sich zu führen. Die Besörderuna
darf nur an dem Taqe erfolqen. welcher vom Bür-
aermeisteramt des VersandEs als Abqanastaa
vermerkt ist.

ilür die Abstempelunq eines Frachtbrieses n«ch
H 13 dieser Verordnunq erhebt die Landesbrenn-
holzstelle eine Sportel von 1 M. Beim Versand
von aertnqereü Meüqen kann die Landesbvennholz-
steue oon der Erhebüna der Sportel absehen.

IX. Ausfuhr vott Vrcnttholz.

^ . 8 16.

Die Ausfuhr oon Vrennholz aüs Vaben ist ver-
boüen. Die Landesbrennholzstelle kann auf Anrraq
AusnahMen aestatten und dcren Bew'lliauna von
«der Ersülluna bestimmter Bedinaunaen abhänaia
M^chen. Insbesoudere kann sie verlanqen. das; der
Empfänaer den Unterschied zwischen den höheren
Vrenühvlzpreisen dos Empfanasortcs und den
badischen Bvennholzpreisen an die Landesbrenn-
holzstelle abfühvt^

X. Befchwcrde.

^ 17.

Eeqen die^ Verfüaungen der sssorstämtcr. die in
Vollzua dieser Verordnunq erqehen. ist d-e Be-
schwerdo an die Landesbrennholzstelle zulässia. die
endailtin entscheidet.

XI. Schlutzbesiimmuttflett.

8 18.

Zuwiderhandlunqen acaen diese Verordnuna
werden. soweit keine höhere Strafe verwirkt ist,
mrt Gefänanis bis zu 6 Monaten oder mit Geld
strafe bis zn 1500 M. bestraft.

8 19.

Dres-e Verordnuna trit'«, mit dem Taae ibrer Ver-
^nduna in Kraft. Auf jden qleichen Taa tritk die
Verordnunq des Ministeriums für Ernährunas-
wesen vom 14. sttebrrmr 1919. den Verkehr mit
Brennholz betr. lGes.- u. V.O.Bl. 1919 Seiie 40s
ausser W'rksamkeit.

Karlsruhe. 16. Oktober 1919. c.

Miüistcrium des Znnertt: >

N e m m e l e.

Höchstpreise fiir Brennholz betr.

Auf Grund des Höchstpreisqesehes vom 4. Auaust
1914 in der Fassuna vom 17. Dezember 1914. 21.
Ianuar 1915 und 22. März 1917 lReichs-Eeschbl.

1914 Seite 339 und 513. 1915 Serie 25 und 1917
Seite 253s. der Bundesratsverordnunqen oom 8.
Mai 1918 qeqen Preistreiberei lRe-chsaesehblatt
Seite 395) und oom 25. September 1915 über die
Errichtunq oon Preisprüfunasftelle und die Ver--
sorquuasreaeluna in der Fassuna vom 4. Nooem»
ber 1915. b. Auni und 6. Iuli 1916 fReichsgeseübl.

1915 Seite 607, 728. 1916 Se'te 439. 673). somie
auf Grund des 8 8 unserer Derzordnuna vom 16. Ok-
tober 1919. den Verkehr mit Brennholz bet.r. lEes.-
u. V.O.Bl. Seite 507). wird bsstimmt:

§ 1.

Der Preis für das in Vaden angefallene Brenn-
holz darf beim Berkauf durch den Erzcuqer den
aus nachstehender Zusammeirstcllui'.a ersichtlichen
Betraq nicht iiberschreitcn. Dle Prejse verstehcn
sich für Holz normaler Veschaffenheit frei fahr-
barer Weg, ab Erzeuqunqsort.

8 2.

Die» Vestimmuinq des § 1 findet auch Anroenduna
auf Brennholz. das aamäsi 8 11 unserer Verord-
nunq vom 16. Oktober 1919. den Verkehr mit
Vrennholz beiä. verkauft wird. M das Holz schon
aus dem Walde abaefülxrt. so dars der Verkäufer
zu dsm Höchstpreis einen die üblichen Fuhrkostcn
nicht überschreitenden Zuschlaq nehmen.

Zusammenstellunfl der Höchstpreife.


Scheiter und
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Prügel I

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Norm.

Well.

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21

18

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17

14

12

12

10

40

30

Grupp'e H . .

27

2421

16

22

19

16

14

14

12

15

34

Gnippe ill . .

30

27j24



21

18

15

15

19

50

38

Zu Gruppe I aehören die staatlichen t?orstämlivr:
sLrundorf. Förbach I und II. Furtwanaon. von
Eernsbach die abaesonderte Eemarkunq Kalten-
btonn. Hcrremvies. Kirchzarten. St. Vlasien.'
St. Märaen, Schluchsee. Schönau i. W.. Staufen
II. Todtmoos. Dodtnau. Tribera. Uehlinaen.

Zü Eruppe II qehören die staatlichen Forstämtcr:
" Blumbera. Bühl. Donaueschinaeu. Enqen. Frei-
bura. Geissnqen. Eenäenbach. Gernsbach. mit
Ausnahme der abqesonderi^n Eemarkunq Kalten-
bronn. Kandern. Konstanz. Löffinqen. Lörrach.
Markdorf. Mestkirch, Sloustadt. Oberweiler. Ot-
tenhöfen. Petcrstal. Psullendotf. Radolfzell.
Säckinqcn. Schopfheim, Staufen .1, Stockach.
Stühlingen, Sulzburq. Ttenqen. llaberlinaen,
Villingen. Waldkirch. Wendlinqen. Wolfach.
Wollbach. Zell a. H.

Zu Eruppe III qehören die staatlichen Forstämter:
ickdelsheim. Baden. Boxberq. Bveisach, Vretten.
Bruchsal, Vuchen. DurLach. Cberbach. Emmeu-
dinqen. Eppinqen, Ettenheim, Eltlinaen. Eer-
lachshsim. Eraben. Hardheim. Heidclbera. Hu-
chenfeld. Ichenheim. Iestietten, Karlsruhe. Karls-
ruhe-Hardt. Kenzinaen. Kork. Lahr. Lanqenstein-
bach. Lstannheim, Mittelbera, Mosbach. Neckar-
bischofsheim. Neagracinünd. Neckarschwarzach.
Odenheim. Osfenburq. Pforzheiui. Philippsburq,
Nastatt, Renchen. Nhiei-nbischofsbeim. Notenfels.
Schönau b. H.. Schwehinqen, Sinsheim. Stein.
Stelnbiach. Tauberbischofsheim. Walldütn. Wein-
heim. Wertheim. Wiesloch. sowie die städtischen
Forstämier Baden. FreiLura. Heidelberq. Vil-
linqen.

Für Stockholz. aufbereitete Brennrinde und son-
stike in obiaer Züsanlmenstelluna nicht qenannte
Sorten seht das Forstamt einen anqenressenen
Preis fest.

1. Rollen ssnd unaufqospaltene Stllcke von über
14 Zm., Prügel von 7—14 Zm.. Reisprüqel von
—7 Zm. Durchmesser am dünnen Ende qemessen.
2. Zum sonstiaeu HartlaEolz qehören: Ciche.
Ulme. Lsche. Ahorn. Birke, Akazie. KirschLaum.
Edclkasianie.

3. Zum osnstiaen Weichholz aehöron: Weisserl«.
Linde, Pappel. Aspe. Weide. Nosikastanie.

4. Für Prüqc-lwellen öder Neisw-.llen ist der
Preis Um 60 v. H. zü erhöhen Lezw. zu ermäsiiüen.

5. Für Unterholzwellen aus MückelwaiWiläaen
mit höherem als 15jäk^:iaem Umtrieb kann vom
Forstamt eiüd PMserhöhunq bis zü 20 v. H. zü-
qcstanden werden.

Eehören aneinandor arenzende Forstbezirke ver-
^iädenen Preisqruppen an, so werden die Preise
für die an den Vezirksarenzen aelegenen Waldun-
qen. soweit es nach Laqe und AbfuhröerLältnisseii
beqründet ist. von dcn FörstäMern unler Änleh-
üunq cm die Preise des Nachbarbczirks entspre-
chend erhöht öder ermässtat. Diese Preisfestsehuna
unterlieat der Genehmiauna der LandesLtennhül,v-
stelle und wird in den in Vejlracht kommenben
Forstbezirken unter qenauer Anqabe ^-es örtltchen
Geltunasberciches amtlich bekünNt aeqeben.

§ 3-

Fürenrrindetes, in das Maaf; qeschich-
tetes Brennholz fSchälholz) erhohen ssch
die in der ZusamMenstelluna bezerchneten Preise um
20 v. H.

8 4.

Die Sortierunq des zum Verkauf bestimmten Hol-
zes ha'. tunlichst nach den in obiqer Zusammcn-
stellunq anaeaebeüen Sorten zu ersola<n. Wo dies
nicht anqänaiq ist.-richtet ssch der Höchstvreis nach
deni MischunasverbältNis der-Sorten.

8 5.

Eine Erhöhivna dcr nach 88 2 und 3 fest-
aesehten Höchstpreise kann das Forstamt.
welchen der Wald forstpoLizeilich unterstellt ist. auf
Antraä des Waldbesstzers um höchstens 30 v. H. in
folqenden F'ällcn aestatten:

1. falls dem Waldbesitzer unqewöhnl'ch hohe Zu-
richi'iunas- und Brinaunaskosten erwachsen sind. die
den festqesehten mtt'tleren Vetrag in dem in Fraqe
komwendtzn Forstbezirk wcsentlich übersteiqen: -

2. falls bssönders niedrtae Fuhrlöhne zur näch-
sten Vahnstation oder zu dem Bestimiüunasort in
Vetracht kommen. jdi'e wesentlich unter dsm festäe-
fehten mittlercn Fuhrlohn des Forstbezlrks stehen.

Eine Ermäsiiquna der nach 88 2 und 3 fsst-,
aeset;,'LN Höchstpreise hat das Forstamt, -welchem
der Wald forstpolizeilich unterstellt ist. tn solqen-
den Fällen vorzunehmen:

1. falls es ssch um minderwertiaes Holz handelt:
als mindevwertiaes Holz sind Schester 3. 'Klasse.
di>e aerinqeren Sorten der Prüael 2. Klasse der
Reichsprüqel und Wellen anzuschen:

2. falls Lesonders hohe Fuhrlöhne zur nächsten
Bahnstation öder bei näherer Laae des B<stim-
munqsortes zu. diesem erwachsen, die den festäeseh-
ten mittleren Fuhrlohn des ForstMirkes wesent-
lich übersteiäen.

Das Forstamt hai, üei den nach Absah 1 und 2
vorzunehmenden Preisfestsehunqen nach den von
der Landesbrennholzstells aufzustellenden Richt,
linien zu verfahren. Die mittleren Zurichtunns'
und VrinMnqskosten sowie die mittleren Fuhv
löhne weichen von der Landcsbrennholzstelle füt
den Forstbezirk Lcfonders festaeseht.

8 6.

Dor Preis für Abfallholz der Säqewerke und
fonstiaen Holz verarbe'tenden Betrieben sowie für
das aus Scheit- und Prüqelholz herqcstellte Bün-
delholz beim Verkauf durch den Erzeüäer darf
höchstens bctraqen:

1. Vei Bündelholz frei Eisenbahnwaqen oder ab
Werk für 1 Bündel:

2. bei oiner Länqe von mindestens 20 und we-
niger als 25 Zm.:

a) wenn der Durchmesser mindestens 80 Zm.
betrifft. 65 Pfq.

b) wenn der Durchmesser mindestens 20 Zm.
und wcniqer als 23 Zm. betrifft. 40 Pfq..

2. Bei einer Länae von mindestens 25 Zm.:

L) wenn der Durchmessex mindestens 30 Zin'.
betrifft. 7b Pfq..

b) wenn der Dürchmesser mindestens 23 Zm.
uüd weniaer als 30 Zm. LetrifMbO Pfq..

c) wenn der Durchmesser mindestens 20 Zm.
wenik'er als 30 Zm. betrifft, 60 Pfq..

c) wenn der Durchmesser mindestens 20 und
weniqer als 23 Zm. Letrifft. 45 Pfä>,

II. Bei Bündelwellen. welche eine Länqe von
90 b''s 100 Zm. und einen Durchmesscr von 20—25
Zm. besihen. für eine Welle frei Eisenbahnwaqen
130 Pfq.

III. Bei Schwartcn und sonstiqem Mfallholz:

1. Säqefallend ohne weitrre Bearbei-una:

u) frei Ersenbcchnwaaen für je 10 Tonnen (200
Zentner) 850 Ntk.

b) ab Werk bei Abgabe unmik.ielbar an den
Verbraucher in Akenqen Lis zu 10 Ztr. füt
einen Zeütner 4,50 M.:

2. qeschnitten aus Länqen von 80 bis 100 Zm.:
2) frei Cisenbahnwaqen fiir je 10 Tonnen (200

Zentner) 1000 M.:

b) ab Werk bei Abqabe unmittelbar an den
.Verbraucher in Aienäcn bis zii 10 Zentner,
für einen Zentner 5,25 M.

3. Esschnitten aus Länädn unter 80 Zm.:

a) unqebündelt frei Eisenbalmwaaen für je 10
Tonnen (200 Z§.) 1150 M.:

b) unqebündelt ab Werk bei Abaabe unmit-
telbar an den Verbvaucher in Menäen bis
zu 10 Zentner für emen Zentüer 0 A(.

Ist auf Erund des 8 8 dieser Bekanntmachunq
fllr zerklrinertes Holz ein höhorcr Verbraucher-
höchstpreis festqeseht worden, so dars bej Abaabs
von solchcm Holz^in Mengen bis zu 10 Ztr. unmit-
telbar an den Verbraucher disser Höchstpreis be-
ansprucht werden.

Diie Landesbrennholzstelle ist befuat. sich bet er-
aebendem Bedürfnis im Venehmen mit dem Lan-
despreisamL Höchstpresise für im Absah 1 nicht an-
aeführte Verkaufssorten festzusehen.

8 7.

Das Landespreisamt ist berechtiqr. im Beneh-
men mit der Landesbreniiholzstclle die zu den Er-
zeuqerpreisen (8 1 bis 6 dieser Belanntmachuna)
zulässiaen Zuschläae beim Weiteroerkauf durch den
Handel festzuschen.

Die Händler haben beim Weiterverkaus von
Vrennholz. welches sie noch zu den bisheriqen
Preisen erworben haben. lclstere Preise üirarunde
zu leqen.

8 8.

Die Städte mit mindestens 10 000 Einwohnern
ssnd verpflichtel. für die Abqabe des Vrennholzes
in zertloinertem und unzcvkleincrteiii Zustand an
die Verbraucher Höchstpreiss nach Anhöruna des
Landespreisamies festzusehen. Die iibriqen Ee-
meindcn können solche Hochstvreise nach Beoörf in
qleicher Weisc bestimnien: anch können sie bierzu
vom Landespreisamt anqchaltcn wcrdcn.

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