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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt (61) — 1919 (September bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.3728#0592
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Aus Sradt und Unrgegend

Dle Weihnachts-Nachtragssteuer

Wir haben btzreits gest".: zu dcn nach unserer

-u °°m °l°ich-n Td-ma lallo» wir d>°

Ta' dich-m la--n I>"d d°n Stc„«Ml>l-ra
StcAcrm,chlm°aS°tt°l >mt°r d-n «lb«m
uen die we.iig ba,;u bvitrAMN w-rdcn. die truve
Mn'nvine der WsHimchtp- und Lobensfroude aufzu-
tzollcn. Wer nickt i,i d«r L>E 'st. durchSprru-a-
jchn mit oxoiiichen ^ipiercn oder durck Ueber-
vrelse uu'rwartcte Einloinenseciwimre äu «kMlen.
-- und dies ist ein grotzoc und.nicht der sch.ech-
teste Tetl der Biiveor - ist auf «in bcstumntes
Einkvmmei, angswiese,,. das m erner Zeit der
Ueberteucrung xür iiberlogt «inZ:i«llt wenen
niusr um das tügliclp: Loben äu gewabrleistoii.
Soläie unermarteten Naichtrngsford«'-
rungen. wie die oou der Ktrrdt belchertcn Wcib-
uachtsfl^icrn, sind mit einem siM'-tt ^aublich-'N
Stat ncichträgUch nicht mebr ,n

bringctt. Si« mussen notwend'ig. vt> Isach
Lu pebuninrcc Uoberlastung und zur Schwldcnwirt
schast f'chren. uno dics gcrc-.d- m den -broitcn und
snllen Schichten der Bcvolkc-uiig. die bisher nicht
c-willt und b-sähigt sind. sich durch die (öewalt-
mittel des Streiks und der Domonstratvon ihr
LobcnsrE zu v.wch.rfscn. Angesichts Licser nnbo-
streitlistrcn Tcvtsache srcigt man stch. woher Sdcmt
und G.'niclirde das moralische Recht — das
Recht der GemcM habcn sie sa — -u -solcli«n Na<l>-
tmSsforderunL n h».rner),nen. wio st« in diasin,
Iahre in skrupeliosester Wetse dom Wlr-
gcr zugcmutet worden stnd. Sicherlich nicht ans
dcm unge'.chriebenen Gesetzlnich dec wirtschastssitt-
lichrn Grundsähe. r<rs sonst irn biirgerlichrn Leiben
Eeltung hat. Denn hierwach kann niemand über
sem Einküw.men wrrtschrften. cbne crls unsolid A»
oetten; hierwach kÄNn nienmnd durch nachträsliche
ForderunK.'i, '-line ÄnMfsting selner Einivahmven
an seine Aussaben crzwinyen. obn« zum lästigen
Eiprcsser zu werden. Dte Moral sür den Ein-elnen
und sür die Eemeinde ist die Sleiche. Hievan kann
Vcin Ntehrkeitsb schlutz at'.vas ändern. Mern mog
einwenken. datz in autzerordendlichen Zeiten autzer-
ordentlich- Matzn-ahmcn am Platze soien Dirs
wird zugegeben. Aber dtese autzerordentlichen
Matznahmen dücsen nlcht in do,n autzerordentlich
Lequcmeii Mittel nachträglichm rürkstchts osen For-
derns. sondern sunüchst in einein «autzerordentlichon
Willen zu eiserner Sparsainvkeit. «rgS-'bigfter Wirt-
schnsl mid schonendcr Steucrsorm beslehen. Wo
dieße ricktige Matznahme an-g.wandt wird. dürste
man der salschen entraten köi'.nen. !Fn die'en Ta-
gen sollten ia wobl auch den Beamten zur Bi stvei-
tuno des kawm erschwinglichen LobensunterhaLtes
«ine Teuerungsbochilse zuslietze,,. Fn Wcchrheit
wird dieje Vethufe nur durch die Hände wr damrit
B'dachten ^nz oder zirm b'trächtlichen Tetl in
Form von Steuärnachtrngen wieder in die Staats-
und Stadtkasse Mrückflietzen. Sie ist ein blotzer
Celbstbetrng und kaan ihrcn Zweck kaum
erfüllen.

Es soll hier iu ersler Linie nicht gegen d-io
Hühe dcr Stenerforderung an stch gesprochm w«r-
den. jondern vor alle-m acgen die innerhörte
Methode ihrcr Erhebun 6. Hier hatte stch
cin andrcr Weg finden lasten mnsten. der doni
Steuerzaihler sür seinen häuslich-'n Iahresctat «ine
unverän-derliche Steuersumme cmgibt. sodatz er den
Rest des Einkommens für seincn Lebensunterhalt
einteilen kann. und nicht Gefiahr zu kmsen braucht.
durch nachträgltche kurzfristige Steuerforderungen.
d. h. durch die Schuld von StaLt und Eomeinde.
in pevuniäre Schwierig-keit oder Verschuldung zu
geratcn. Zum mindesten hätten diese nncrhörten
Nachforderungan von vornherein aiif lange Fri-
st c i'. verleilt werden nvüssen. In den Matznah-
mcn fetvch. wiv ste in d-esem Icrhro Hier uirbelüm-
mert zur Äussührung kamen. tritt ein kcxmmu-
naler Eaoismuv zutage der brutal über dte
Rechte und Jnteresten der Bürger. vor allem der
wirtfchaftlich Scluoaichen. htnweaschveitct. -und Ber-
bitterun«. Mitzwirtschaft. Verschulduna. unbürger-
lichr Eclsinnnng und steuerliche Unmoral zücht'-'n
mutz Auch wer nicht mit allen Bestmvmungen der
geplanlen Reichsste.uer einverstandc-n itt. wird di>Ise
tee-halb begrüsp.n. weil dturch ste di«scr verwü-
stend'.'n Melhode der Rachtragssteuer-
crhebung ein Ende gemacht werden mivd.

l SporHr„H p." !

* Bernf und Leibesübung. Uober dic^ heute
besonders zeitgemütze Frage begann neukich Prof.
Dr. Rissow setne Vorträgc im RaÄnren d"r
Vo.'kshochschulkursr. Er erinnerte an ?Ähns Ruf
-ur Neusoburt deeitschen Tvlksbuars durch oie ncn-
gcschasfene Turnkunst vsr 'hundcrt Jahren in
Deuschlands ttcfer Bedrängnis und ani die heuti-
gen ühnlichcn Austünde der vüM clxn Heimfuchung
Lnrch Lutzere und inn-ere Vedrängniste. Hier tnt
zur Erneuerung dcr gesunkenen Votkskrast o«r Ve-
triech der Leibesiibungen als EruMage dc-r Kör-
perkraft unendUch not. Wenn vor dcm Kriege anf
un*-er 60 MillioneirvoN nock nind Million
Turn- imd bportbeflistene kamen. akfo nur LV aqifs
Tansend. so stnd d-i« Zahlen tiirch die Kriegsopfer
mieder noch weit ungünttiger gewordeü. Zwar
sstht Heidelbarg mit 1370 Turnern aiuf
66000 Einavohner gerechnet nock ü-ber dem
3k,eichsdurchschnitt. doch sollten divse Zahlen nach
zivci Iallirzehnten -allgemeinen Schulturnens noch
weit bester seiu. Auck das Frauenturnen bedars
noch wcttcrer Verbreitüng. darin ist z. B. Mann-
herm uns voraus. Mdner gtng dann «tu>s die lKn-
zemen Beniss ein. die nach körperlicher und geisti-
g:r Bcans-pnrchung schsiden sind D>e Notivrn-
digkelt der verständiüen Letbesübung Mr Kops- u.
Sitzarbeiter itt allgvmein anerkannt. n'icht dase-
gen die gleichl-alls nötige planvolle Lekbesfchu-Ku-ng
auch t-er körplcttch arbeitend^n Leute. Mn einen
vielfach -durch einfeitige Be-rn!priichung sichklich
mitzgcformten oddr unbeholfenen Körver ebemnä-
tzig und geivändt zi'. vestailen. Bei der geringfü-
gigen leivl-ich.ii Leistrmg oie-ler Berufr B. nrit
nur Büroarbeit. wird für die vorwiegcnde Fkrch
atmung nur ein Siebtel der Lungenfüllung benutzt,

Durch die Brachlevung von 6 Siebtel der Lungem
leistung entstehen -unyeUvolle Folocn für LnnLen-
und Herzkraft. Vlutbildung und Verdauung uff.
alo Echwäche und Leistungsmangel threr Oraane.
Dazu fioniimt dann die leiver betannte allgemeine
Ncrv^lät. nicht nur Lei KopscrrLeitern. die fal-
scher Lobons- und Arbeitsweise .Ueberanstrengnng)
entsprinüt. Hierüber wird lm Scklutzvortrag. d-'r
am Donncrstaa. Mrnds 8 Uhr im vrotzen Hörfaal
der Universität für iebermann stattsind'et. geiiprochen
wcrcen.

-Gerrchtszeitung

Heidclberger Straskammer vom 16. Dez. 1019
Tasköhner Eeorg Braun von Kirchheim. ein
lücksnlltger Betrüaer, «rschwiichvlte stch bei zwei
Fvanen von Sanbhausen u-nd Mieblingen 60 und
100 Mik. indem er dcnsclben vorgab. an seinem
Wagen set ein Nad gobrochen. desserr Reparatur er
Klaich r^zahien müste >u- dergl. m:br. worcvuf die
beiden Frauen retnfielen. Er wurde unter Ein-
v.'chimng einer von der Straskammer Manuhnm
erkiwnntcn Strafe zu 1 Jatzr 0 Monaten Eefängnis
nnd 5 Fcchre Ehrverlutt v> rurteitt. — Der frntz.r
Berstcherui'fzsbeanlte Adylf Wittenber-g scms
M-ünsder gab stch im I,uni d. Fs. einem Hod-licr
sn NeckaD.inriin'd gegenübcr a!-s Regieifmgsrat
Fvech. von Kettl-er - aus. wodurch levsel-b.- v'ran-
laht wnrde. ihm S^i-en und Eetränke in Höhe
vou 365 Mk. ncditweise zu vcrabveickM, wvr.us
cr «ines Twges s-purlos ver chwand. Der Äirg -
klagte stt wogen Bvtruas sch-n wi«d:rtzolt b straft
Di« Stcafe lautete cvuf 6 Monate Eefänanis, wo
rauf 5 Monate Unter,uchungshaft ang>:rech,rct mur
den. — Am 12. Sevt. dy. Fs. n:Gts zwi ch n 11 u
12 Uhr Wittelten d r Buchdnuker Rickiard Haid-
l e von hier. Bierbrvuer Martin Kratzach von
hier und der Gärtncr Fritz Fucks von Kavlsruhe
aus dern Felde bei dem Stift Neuburg etwa 1'.-
Zentner Aöpf^l. um sre mitzunehmen. wurden aber

davcni ver-
vvkbest-rafi
. . . .. 4 bezw. 1

Msnat. Hastile 1 Woche Eefängnis. — Dom SckM
fensrricht Sinsheim wurde der Handler Mv-cs
Kell-er von Hvsfenheim wegen Zmviderhandlung
oegcn 8 12 der D-O. ülber den Verkvtzr mit Nutz-
und Zuchtvieh zu 50 Mk. Straf» v:>rurtei!t. D sten
Berusu-ng umrde a>ls unbegründet verworien. Des
gl-.'ichen die Bcrusuua der Ludwia Zobelev
Mitwe in Han> sck^utzstzenu, die vom Schöf'engericht
tzier wegen Ue.bcrtretung des 8 71 P. St. N. E
mit einer Ee.dstrase vvn -1 M. bestraft rvorden
war.

UcLergrisfe der Volkswehr
Karlvruhe. 17. Doz. Di« Volkswehvleujr P-tzri.
Ios. Änten Kövv aus Me'genthei.m (der K«in
man^-ant der Kavlsrich r Volkswehr) und H:inr ch
Krug auv Karlsruhe hatten stch der Ve-amL e'
nötigu » g schuMg gcmacht. Sie) hatton e-inen
Bries an> das Amtrg-richt geschrieben, ;u dem sic
mitteilten. datz e-ine Frau bei itzn-'n war. um tta
darützer zu b-^Iage^i, datz sie viele> Lvufereien

beim Eari.cht tzaüe. S-e w.ird: immer yon Be-
amtcn al'gewicsen. Dw Volksimtzrleuw st.Ntm
doim das Ersuche.,. tzer Fr.ni zu ihrem Richt zu
verhalfen. Krng lmtie diasc», Nries verfatzt urb >-r
Konmranidant hatte ihn unteoschriebon. Der
enttzielt d-ve Drohung. wenn itzrem Verlongcn
nicht «ntsorochen wllrbe. würde der Kommcmdani
in den Karlsruhev Zeiiungen das Versatzron
Eerichts Zur Doröff ntlstliunü bringen. Im Ciir^
drr Ankl«-go vcrurleiUe div Strnfkannner dieDelkz,
webvnvännar Kovv unid KvM -u Eeldstrase^
von je 200 M. Jm FaNe d r Untzeitziin-'li^ ü
" ^ -mi tu 15 M. d«r Eeldstrufe e;„ n-«,a

Eefängnis üefcht. .

Mannheim. 15 Dez. D!e Vorgange zmiscken
bii Hir chDu.-nk:r'ä)rn imd christUchen Arbütern
eiirerseits und Z'vn freiauverNck-astlickmi Arb itern
ondererfeits bei der Fsrma Brown. Boverie

und b"d-ten den Verhnndlungsgegenstand ei-
ner Schössengerichtsstkung. Metzrere Hi<ch-Dunk-

SM mleri WüWs!

kcv'ch: undrchrlstliche Arbeiter wurdcn j! tzt ror den
Arbeiterauo-chnst geladen und ror die Äliernative
gesbe-lt, entwed:r zu den Fieien Eeivetk,chast.n
überzutreten oder nus der Fabrik zu gehcn. an-
dernfalls sv? <vnss.fp:rrt würden. Di. Firma stellie
stch vollstänbig neutral zu der Sache. wvrde aber
sch ietzlich gezwungrn. um nicht itzren ganzen Be-
tricL stilllegen zu müssen. die Arbciter zu enU-as-
sen. Negierung und Landtng üeMistigten stch mit
der Anselegcnheit. Die Firnia stellte cvuch wieder
die Leute später c-in. Angl-lavt waren nun 10 sretz
gewerk.ckprfrkich ovganisterte Avbeiter wegen Nö-
rieung. Das Eericht sprack die Arkxiter Strö-
bol. Thomo, F-rey, Keller und Eckert
'Dater und Sohn) frei nnd v-'rurteilte deu Dvctzer
Antou Hart.mann von Käfertal zu 100 M.,
t en Dv h r Wn dem!ar Eunzer von Käferia4 und
-'en Schlosser Heinrich tzeev von Käfertal zu je
60 Mk>. den Schloster Emil Wackor von Viäun-
heim zu 9V Mk. Eeldstrafe.

Zandel und Verkehr

» Die AttirngeseUschaft fiir S llin.ustrie sg
Maui'kcim genehmist« in ihrer leisten E.'
sa-mnrl-ung dre Erhvhung des Aktienkapitals von 4
uuf 6 Millionen Mk. Die ueuen atz 1. Fuli 1919
dividendenberechtisten Mtten übernimmt etn Kün-
ivtium zu 1,6 v. H. mid bietet sie 1:2 zu 120 v.
H. den Aktionären an. Feruer wurde die Ausgabe
non. 3 Mllionen Mk. SckMkdverschnitznn-MN
^chlosteu. um dem weiter oorha-ndenen Kapitakbe-
>arf zu eutsproch.'N Dmnit sollen 800 000 Mk. a-lte
Obligatiouen zurückaezahlt werden. Die ObliMtiv-
n-i.n werden durch dic Erundstücke der Es-.Vschaft
sichcr sestettt.

Mch»sM'KMWK We» beM §r/ö/s r» öer „MMKm S'sL'

Kommunalverbanv Hcivelberg - Stadt.

Bekanntmachung.

LckilMiMerteilmg

in der Zeit

vom 1?t. bis 27. Dezember 1919.

1. Für dte Verbranchcrr

1. ^eigwarru

850 Gruinm zu 60 P^g. sjc 125 Gramm für
Woche- auf sivloniallvarcnmarke Nr. 14. Verkaus
vom 18. viö 30. Trzrmbrr

L. Zucker

1 Pfund auf Zuckermarke Nr. 2. Verkauf ab 11.
bis 30. Dezember.j

3. Margarine

125 Gramm zu Aik. 1.25 auf Fetimarke Nr.
Vcriaus vom 18. diS 30. Dezember. Ueber Mar*
garincverteilung sür die Mvche vom 31. bis 27
Dezeinber erfolgt besondere Bekaiiutmachuug.

4. Kondensierte Milch (gezuckerte^Vollmttch)

1 Dvse zu Mk. 6.80 auf Be-' qrmacke Nr. I in
sämitichen Kolottial>var«rgeschu,tcn. Verkauf vom
22. bis 31. Tczember «

L. NÜböl

125 Gramm zu 2 Mk. auf VczugSmarke Nr. 6 in
sämtllcheii Uoloilialivaceiigeschäfrcri. Verkauf u-ui
18. bis 30. Dczember.

6. Lebkucheu

zu 66 Pfg. süc 125 Gramm pro Zkopf auf Bezugs
marke Nr. 6. lleber den Tag dcr AuSgabc erfvlgt
besondere BekanntmachungE

7. Kartoffclu

10 Pfund auf Kartostelkarlenabschnitte Nr. 3 und
4 zum Preise von 10 Pfg. per Pfund <je 5 Pfund
fiir 1 Woche). Vcrkauf Vvm 15. bis 30. Dezember.

^ 2. Für dic VcrkaufSstellcnr

Leigwareii werden zugeführt. Rüböl wird 17. 12. silr
Geschäste A btS Lk. am 18. 12 für Geschäiie L
bis W bei Firma Braun L Co. gegen Barzahlung
auSgesteben. — Zuckcr, kondenstcrte Milch und
siariosselri werden zugesührt. — Margarine ist,
svweit uicht zngefi'ihrt. am Donnerstaq, deu 1-^.
Dczembcr von v—4 Uhr bei Firma Muisch, Hauvt-
straße 192 abzuhvten.

Heidelberg, dcn 12. Dezember 1019. 9244

StadtischcS Nahruttasmittelamt.

vekanntmachung.

Die Ausgabe dee Lebettsmittelkartett süc den
nächsten Zeitabschnitt rrfolgt a.n

Donnerstag, den lS.Dezember 1919

f. Lie Bezirke t, 3, S, 7, v, 11, 13, 1L, 17, 1v, am

Freitag, den 19. Dezember 1919

für di- Bezirke S, 4, S, 3, 10, 12, 14, 16, und 1«
von vormittagS S biS ybends 6 Uhr.

Soweit versvrgungSberechtigt werdei» tzegr»» Ntt»,
lerschrift an eiue Pcrson verabfolgt:

1 Brotkarte, 1 Kolonialwarenkarte,
1 Fleischkarte, 1 FleLschbestellkarte,
1 Milchkarte.

Ferner gelangt an die Oinder im Alter bo>» 7 biS
einschließlich 16 Jahren (die Iahrgänge 1903 biS 1913)
eine Zulage von 750 lÄramm Brot oder 600 Gramm
Mehl für dcn Zeitraum von 4 Wochen zur AuSgabe.

Vei dcr Empsangnahiue müstcn die grünen Aus-
»velskarten vorgelegt werden. An irmder nnter
12 Jahren werden keine sia.ten abgegcbeu.

Die Karten sind bri dcr Empfangnahme nachztt-
-äylett imd ctwatge Unflimmigkeiten bei der betr.
Ausgabestelle sofort zu bckichtiaett. Lpätere Nckla«
matwnen über unrichtigcn Empfäiig bleiben unberiick'
fichttgt.

Wiv machett die Bevölkevttttg attSdrücklich
darauf anfmerksam, dasi wir nicht dafür ga.
rantieren tönnrn, dast auf Fleischtariett, die
nich» an de» «tusgavctagett in dcn Gertrkc»
avgrholt werde», anch tatsächltch Fleisch ge-
liefert wird.

Die an obeu bsie'chncteu Tage i nicht eutttommenen
Karlen köimei» erst vou Montag, TS. Dezember
ds. FS. ab auf unserem Amr, Zimmer 16, in Empsang
genommcn wrrden.

Heibelberg. den 16. Dezembec 1619. 9905

EtüdtischeS NayrttttgSmittelaMt.


^lsäsn LamsksZ peoZeammwselissl

Svwis clss 6,-stklsssiLs Osrsmbsk--k»foLramm

Wegrn Ausgabe dcr Lebensnüttelkarten sür den
nächsten Zeitabschnitt bleiven un ece EeschäftSzimmer
9!r. 14. 15 und 10 am Douuerstag imd Freitag, deu
»8. und 19. Dezember ds. Js' grfchloffen.

Alle i.brigeu Gcschüfisräume, auch die lllttlch» uttd
llranlenversorguiig (Z'inmer 29) siud V0N 9—1 Uht
aii beiden Tageu geöffnet.

Heidelberg, deu 16. De^embec 1019.

Städtischcs Nahrttngömtttelamt. 932i

^slirräcksr. dtstimssaliinsn
Qsrbicilsmpsn . Qsrdici
TrsatLtsils Qummitrsrsifung

dei dilllkLter kerccknung.

1luupt5trriLe 151. S2VH

ükUullif

vas nütrNetzZto



für (i.suncke unck tzelckenckc
lst eln

V/olilmu1k'80ki6p elsklno

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Cstinr. kiko!§e bei stke>ven-

Islcken, Utzeumstis,

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Verirmxen 8ie 9rosp. bei
llxon Vioter, öiun"tzeim
V5.7 8Uru:ci.13
» ». « »L—» 6ett -Verts cker6 XVotzl-
mutn^co .vrescken. 7« ctz-
li^Ver reierLesuctzt. 92 3

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o bekommo ivk meins VVai-6 soknell uml
biilig8l gefardt unö gepeioigl? — in lloi-

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n Ailsaabe dcr Lebensmittelkarten für den ---«'-o-——« W 8 ZtzA

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