Bredius, Abraham [Oth.]
Künstlerinventare: Urkunden zur Geschichte der holländischen Kunst des XVIten, XVIIten und XVIIIten Jahrhunderts (Band 6) — Haag, 1919

Page: 2097
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INVENTAR VON JOEANNES DE VOS II.
(Mit UrkuDden iiber Johannes de Vos I und III).

In Leiden gab es im zweiten und dritten Viertel des
17. Jahrhunderts mindestens vier Maler des Namens Johannes
oder Jan de Vos. Vielleicht sind es ihrer sogar noch
mehr gewesen. Die Familie zeichnete sich durch einen
besonderen Kinderreichtum aus. Immerhin können aus
den zahlreichen erhaltenen Akten vier Persönlichkeiten mit
Bestimmtheit herausgehoben werden. Drei davon sind wahr-
scheinlich Vater, Sohn und Enkel; bei dem vierten (vergl.
den nachfolgenden Artikel) ist es nicht deutlich, in welcher
Beziehung er zu den übrigen gestanden hat. In den Büchern
der Leidener St. Lukasgilde kommt der Name Johannes
( Jan) de Vos in den Jahren 1644—1682fastununterbrochen
vor D, ohne dass es möglich wäre, von FaB zu Fall
festzustellen. welcher der verschiedenen Maier gemeint ist.
Nur soviel kann mit einiger Bestimmtheit gesagt werden,
dass die 1644 und 1645 vorkommenden Erwähnungen sich
auf Johannes de Vos I oder II beziehen, dass der von dem
Rapenburg kommende, der 1648 in dieG41deeintritt,wahr-
scheiniich der von uns Jan de VosIVgenannteist,während
man bei dem, der sich von 1671—1682 vornehm Johannes
de Vos van Vossenburg nennt, dieWahlzwischenllundlll
hat. Schon zwischen 1665 und 1669 , wo abwechselnd J. d. V.
de und J. d. V. de Jen^e vorkommen, kann es sich
nur noch um J. d. V. II und III handeln. Aus den Ur-
kunden geht hervor, dass mindestens J. d. Vos I, IlundlV
Coas^.seAJder gewesen sind; darum können sie doch, wie es

1) VergL Obreens Archief V, Register.

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