Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hager, Georg [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,1): Bezirksamt Roding — München, 1905

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Martinsneukirclien.

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MARTINSNEUKIRCHEN.

KATH. KIRCHE ST. MARTIN. Filiale von Unterzell, ehemals PfaiTkirche Kath.Kirche
und seit 1644 dem Benediktinerkloster Frauenzell einverleibt. Matrikel R., S. 348. —

VO. XV, 286, 316, 321, 323 h, 440 f., 453 f-> 457—463; XVI, 41; XVIII, 157. —

Johann Prem, Beschreibung von Martinsneukirchen. MS. i. Hist. Ver. O. 419.

1633 von den Schweden niedergebrannt.

Einheitlicher, gefälliger Barockbau von 1721; 1729 eingeweiht, 1904 restauriert.

Chor nicht eingezogen, östlich abgerundet. Im Chor und Langhaus Tonnengewölbe

Fig. 58. Martinsneukirchen. Inneres der Kirche.

mit Stichkappen, auf Pilastern, nur mit einfachem Rahmenwerk (Quadratur) in Stuck
verziert. Sakristei nördlich, Kuppelturm südlich am Chor. An der Südseite des
Langhauses zwei Kapellen, mit Pultdach abgedeckt. Durch die westliche dieser
Kapellen fiihrt der Eingang in die Kirche. Die östliche ist Totenkapelle.

Einheitliche Rokokoausstattung. (Fig. 58.) Drei Altäre, Holz, mit je zwei Einrichtung.
gewundenen Säulen, gut irn Aufbau. Gute Altarblätter: Arn Hochaltar St. Martin
zu Pferd, den Mantel teilend. Am nördlichen Nebenaltar die 14 Nothelfer, rings
um ein von Engeln getragenes Bildnis der hl. Maria gruppiert. Am südlichen Neben-
altar St. Sebastian.

In der westlichen Seitenkapelle kleiner, zierlicher Rokokoaltar mit vier
Säulen.

An der Kommunionbank die Jahreszahl 1749, am Opferstock die Jahres-
zahl MDCCXXII.
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