Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Hrsg.]; Hager, Georg [Bearb.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,1): Bezirksamt Roding — München, 1905

Seite: 168
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I. B.-A. Roding.

Kath. Kirche.

Grabdenkmal.

Glocken.

Bildstöcke.

S chlo ß.

Kath. Kirche.

Das Altarblatt St. Barbara soll aus der
Schloßkapelle von Schwärzenberg stammen und
1664 in Prozession nach Strahlfeld iibertragen
worden sein. (Heinrich.)

Innen an der rechten Chorwand Grab-
denkmal des Dietrich Heinrich Freyherrn von
Plettenberg, Herr zu Strallfeld, Khirn, Schwiirtzen-
berg und Altenkreit, »Ihrer Churf. Durchleucht
zu Pfaltz Geheimbter Rath, Sr. Hochfrstl. Gn: zu
Paderborn und Münster wiirklich Geheimbter
Rath und bevollmächtigter Gesandter bey noch
fürwährenden Reichs-Tag zu Regenspurg wie auch
Gemeiner löbl. Ober-Pfältzen Landschafft Yer-
ordneter Land-Marschall«, f 15. Aug. 1713, und
seiner Gemahlin Maria Margarita Magdalena Frei-
frau von Plettenberg, geb. Freiin von Muggen-
thall, »Ehedessen 16 Jahr Stifftfräulein deß Keys.
Gefiirst: frey-Weltlichen Hoch adelichen Reichs-
Stifft Nider-Miinster in Regenspurg«, f 15. Nov.
1742. In der Grabschrift heißt es, daß der
Verstorbene das Gotteshaus »von Grund hat auf-
erbaut«. Architektonischer Aufbau von weißem und rotem Marmor mit 2 Säulen.
Oben Allianzwappen. H. ca. 3,50, Br. 1,31 m.

Glocken: 1. S. RADEGVNDIS PATR. GARS. O. P. N. FVSERVNT
M. LANGENEGGER. ET A. ERNST MONACHY 1722. 2. Franz Jacob

Daller goss mich in Minchen A. 173g. 3. Aus dem Feuer floss ich Johann Schelchshorn

voti Regetispurg goss mich 1666.

BILDSTÖCKE. Yor dem Dorfe an der Straße nach Fronau Bildstock
(Fig. 154), Stein, breitmassig, von lebhaftem Profil. Oben Pinienzapfen. H. 2,50 m.
Um 1700. Es sollen vier solcher Bildstöcke vor dem Dorfe stehen.

SCHLOSS. Im 13. und 14. Jahrhundert blühte das adelige Geschlecht der
Strahlfelder. Später hatte Strahlfeld gleiche Besitzer mit Schwärzenberg. Das Schloß
ist 1703 und 1804 abgebrannt, nach dem Brande kleiner wieder aufgebaut. Bavaria II,
1, 610. — VO. VII, 123 ff., 148 ff.

SÜSSENBACH.

KATH. KIRCHE ST. JACOBUS MAIOR. Ehemals Pfarrei und dem
Benediktinerkloster Reichenbach einverleibt, seit 1817 Expositur von Wald. Matrikel R.,
s. 345. - vo. XV, 419 ff.; XVIII, 157.

Gotisch, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Rokokostil verändert.
Der eingezogene, gerad geschlossene Chor ist tonnengewölbt, das Langhaus flach
gedeckt. Chorbogen spitz. Die Fenster bis auf zwei spitzbogige irn 18. Jahrhundert
alle verändert. Siidlich gegen Westen spitzbogiges Portal, einmal gekehlt. Sakristei
siidlich am Chor. Westlich der Turm, in den unteren Geschossen gotisch, im Ober-
bau (mit abgerundeten Ecken) Rokoko, bis zum Brande von 1883 mit einer Kuppel,
jetzt mit kleinem Helmdach.
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