Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hager, Georg [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,1): Bezirksamt Roding — München, 1905

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I. B.-A. Roding.

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Nachträge und Berichtigungen.

S. 2. Zur Frage, wann die Oberpfalz durch die Bajuwaren besiedelt worden ist,
vgl. neuestens Sigmund Riezler, Der Baiernband von Felix Dahns Königen der
Germanen, Beil.'d. Allg. Ztg., München 1905, Nr. 252.

S. 17. Literatur. Abschnitt 6, Topographie, ist nachzutragen: Fr. v. Weech,
Das Reißbuch anno 1504 (Die Vorbereitungen derKurpfalz zum bairischen Erbfolgekrieg),
Zeitschrift f. d. Gesch. d. Oberrheins XXVI (1874), 137—264. Hier finden wir Aufschluß
iiber die kriegerische Ausrüstung der Ämter cles kurpfälzischen Anteils der Oberpfalz
im Jahre 1504, aus unserem Bezirke speziell der Orte Bruck, Nittenau, Reichenbach,
Roding, Wetterfeld, Walderbach. Die Musterung der Mannschaft und Ausrüstung ge-
stattet einen Schluß auf die wirtschaftliche Bedeutung der betreffenden Orte und Ämter.

S. 97. REICHENBACH. In der Unterschrift von Fig. 86 a lies arn Schlusse
»links« statt »rechts«.

S. 104. REICHENBACH. Zur Unterschrift von Fig. 91 füge bei: i.Kloster-
kirche. 2. Der mathematische Turm.

S. 146. STAMSRIED. Das Bild von 1516 stellt wohl Walther von Pletten-
berg, Heermeister der Schwertbrüder, dar.

S. 154fr. STOCKENFELS, BURGRUINE. Der Liebenswürdigkeit des
Herrn Dr. Krollmann, Fiirstlich Dohnaischen Archivars in Schlobitten, verdanken
wir folgende, auf Stockenfels bezügliche wertvolle Mitteilungen aus dem Fürstlich
Dohnaischen Hausarchiv.

I. Die Erwerbung von Fischbach und Stockenfels betreffende Daten:

1. Lehens-Exspectanz, ausgestellt vom Statthalter der Oberpfalz, Ftirsten Cliristian zu
Anhalt, für den Burggrafen Christoph zu Dohna beziigl. der Giiter Fischbach und Stocken-
fels, falls der beabsichtigte Kauf vollzogen wird. D. d. Amberg 1618. XII. 3. (Original.)

2. Kaufkontrakt zwischen dem Burggrafen Achatius zu Dohna, Hauptmann
zu Waldsassen, namens und von wegen seines Bruders Burggraf Christoph zu Dohna,
Landrichter zu Neuburg, und Hans Konrad Schott, Landmarschalck und Pfleger zu
Cham, iiber die Güter Fischbach und Stockenfels. Kaufsumme 47 500 fl. ,und 500 fl.
Leikauf. D. d. o. 0. 1618. XII. 15. (Original.)

3. Pfalzgraf Friedrich, König von Böhmen, belehnt den Burggrafen Christoph
zu Dohna, nebst seinen Briidern und seinen uncl ihren männlichen Leibeserben in
gesamter Belehnung mit den Giitern Stockenfels und Fischbach etc. (Gleichz. Ab-
schrift.) D. d. Amberg 1620. V. 26.

4. Kurfürstin Maria Anna, Vormünderin, belehnt die Burggrafen Friedrich,
Christian Albrecht, Christoph Delphicus mit den Gütern Stockenfels und Fischbach.
D. d. Amberg 1652. I. 19. (Notar. Abschr.)

5. Desgl. D. d. Amberg 1653. I. 14. Unter demselben Datum Revers der
gen. Brüder. (Gleichzeit. Abschrift.)

6. Maximilian Pliilipp, Administrator, belehnt die Burggrafen Friedrich, Karl
Dietrich, Friedrich Christoph und Christoph Friedrich zu Dohna mit Fischbach und
Stockenfels. D. d. Amberg 1680. V. 24. (Notar. Abschr.)

7. Die Burggrafen Friedrich, Karl Aemil, Dietrich, Friedrich Christoph zu
Dohna verkaufen dem Grafen Christoph Leopold zu Thürheim die Giiter Stocken-
fels und Fischbach fiir 26000 fl. rhein. und 300 fl. Leikauf. D. cl. Regensburg 1686.
III. 6- . (Gleichz. Abschr.)

II. Angaben iiber das Schloß Stockenfels:

1. Aus dem Wertanschlag des Verkäufers Hans Konrad Schott 1618: »Stocken-
fels ein Berckhaus und ein Mayerhoff sambt Roß- und Viechstallungen, wie auch
Stadel, alles gemauert, die Viechstuben, Kuchen, Milchgewelb oder Keller und Vor-
fletz, alles gewelbt. Die auffart und eingang so gemachsamb geordnet, das man
gleichsamb die Höhe darbey vergißet undt nicht sonderlich gewahr wirdt. Das Hauß

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