Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — N.F. 6.1895

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KUNSTCHRONIK

WOCHENSCHRIFT FÜR KUNST UND KUNSTGEWERBE.
Ankündigungsblatt des Verbandes der deutschen Kunstgewerbevereine,

heratjsgebek:

CARL VON LÜTZOW und DR. A. ROSENBERG

WIEN
Heugasse 58.

BERLIN SW.

Wartenburgstraße 15.

Verlag von E. A. SEEMANN in LEIPZIG, Gartenstr. 15. Berlin: W. H. KÜHL, Jägerstr. 73.

Neue Folge. VI. Jahrgang.

1894/95.

Nr. 24. 2. Mai

Die Kunstchronik erscheint als Beiblatt zur „Zeitschrift für bildende Kunst" und zum „Kunstgewerbeblatt" monatlich dreimal, in den
Sommermonaten Juli bis September monatlich einmal. Der Jahrgang kostet 8 Mark und umfasst 33 Nummern. Die Abonnenten der „Zeit-
schrift für bildende Kunst" erhalten die Kunstchronik gratis. — Für Zeichnungen, Manuskripte etc., die unverlangt eingesandt werden,
leisten Redaktion und Verlagshandlung keine Gewähr. Inserate, ä 30 Pf. für die dreispaltige Petitzeile, nehmen außer der Verlagshandlung
die Annoncenexpeditionen von Haasenstein & Vogler, Iiud. Mosse u. s. w. an.

GRUNDZÜGE FÜR EINE KÜNSTLER-
BIBLIOTHEK.

(Schluss.)

Durch die Künstlerbiographien werden diese Pub-
likationen wesentlich ergänzt. Gerade für Künstler
geschrieben sind die biographischen Sammlungen von
Vasari (übers, von Schorn), Van Mander (franz. Ausg.
von Hymans), Sandrart, Houbraken. Monumental-
werke besitzen wir in den Biographien Brunellesco's
von Fabriczy, Raphael und Michelangelo's von
Springer, Michelangelos allein von Grimm, Dürers
von Thausing und Springer, Holbeins von Wolt-
mann, Rembrandts von Vosinaer, Poussins von
Chennevieres, des Velazquez, Murillo und Winckel-
mann (der auch zu einem guten Teil Künstler war)
von Justi, Schlüters von Gurlitt. — Ihre Ergänzung
finden diese Biographien in Schriften wie den von
Guhl herausgegebnen Künstlerbriefen, in Dohme's
Kunst und Künstlern, in Schmarsows Donatello,
Vischers Signorelli, Müller-Walde's Lionardo, Passa-
vants und Crowe u. Cavalcaselle's Raphaelbiographien,
in Springers Michelangelo in Rom, Henke's Menschen
des Michelangelo, Crowe u. Cavalcaselle's Tizian und
Meyers Correggio, Bayersdorfers und Zahns Schriften
über den Holbeinstreit, den Dürerschriften von Allihn,
Zahn und Trost, Schuchardts Cranach, Kolloffs und
Bode's Schriften über Rembrandt, Hymans' Histoire
de la Gravüre dans l'ecole de Rubens.

Für die neuere Zeit sind zu nennen die Bio-
graphien Graffs von Muther, Oesers von Dürr, des
Cornelius von Förster und Riegel, Overbecks von
Mm Howitt, Fohrs von Dieffenbach, Thorwaldsens

von Plön und Julius Lange, Bethels von Müller,
Führichs von Schwind, Kaulbachs von Müller,
Prellers von Roquette, Kaufmanns von Lichtwark,
die Schrift von Baisch über Reinhart, endlich die
biographischen Sammlungen von Pecht, Kaulen,
Regnet. — Biographien von Franzosen findet man
in der Sammlung der Artistes ceiebres, der Eng-
länder in Art Annual. Aus der reichen von Muther
aufgeführten Litteratur sind außerdem noch hervor-
zuheben Sensiers Schriften über Theod. Rousseau
und Millet, Bigots Peintres contemporains, J. Cla-
retie's Peintres et sculpteurs contemporains, Bazire's
Manet (über Courbet scheint noch keine seiner Be-
deutung angemessene Schritt vorhanden zu sein). —
Mit der jüngsten Generation beschäftigen sich Bode
(über Klinger, in den Berliner Malerradirern), Graul
(Uhde, Liebermann), Kämmerer (Liebermann).

Dazu kommen als höchst wichtiger Beitrag die
Selbstbiographien von Cellini, Tischbein, Carstens (in
dessen Leben von Fernow, herausg. von Riegel)
Schnorr (Briefe aus Italien), Führicb, Rietschel (von
Oppermann), Ludwig Richter, Eduard Meyerheim,
Stauffer-Bern (von Brahm) u. s. w.

Und weiterhin die eigenen Aufzeichnungen von
Künstlern, vor allem Liornado's Malerbuch und
sonstige Notizen (übersetzt von Ludwig, zum Teil
herausgegeben von J. P. Richter in den Litterary
Works of L. da Vinci, in Facsimile von Ravaisson
und jetzt auch der Codice Atlantico in Mailand)
Alberti's Schriften, Michelangelo's Gedichte, Dürers
Schriften (letzte und beste Ausgabe von K. Lange),
Schinkels Nachlass, Feuerbachs Vermächtnis, Klingers
Schrift über Malerei und Zeichnung, Hildebrands
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