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Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien — 1.1898

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https://doi.org/10.11588/diglit.19227#0192

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i8o

XXXV = XXIV 3), i. September 114 (XXXIX = XXVI 7). Neu erscheinen n. 2
(C. Iulius Saturninus und 6 L. Pullius Heracia, wenn nicht der erstere im Diplom
vom 14. Juni 92 (XXII = XV 2) zu erkennen ist, wo CI'VLI . . . ., der zweite
in demselben Diplom 6 oder 7, wo L/PVLLI .... und LBVLLI gelesen ist.
Doch ist an der ersteren Stelle ebenso gut möglich die Ergänzung zum Namen
des C. Iulius Clemens, Zeugen in den Diplomen XIV (J. 82), XVI (84), XXI (90),
an der zweiten zu dem eines andern L. Pullius.

E. BORMANN.

Ein neues Psephisma aus Amphipolis.

Amphipolis ist merkwürdig arm an alten Inschriften1). Es ergieng der
berühmten athenischen Colonie wie manchen anderen Orten, die bis in die
byzantinische Zeit blühten. Die spätere Stadt hat auf Kosten der früheren gelebt
und ihre Denkmäler allmählich verzehrt. Wenn ich die Zahl ihrer Psephismen
um eines vermehren kann, so ist dies bloß einem glücklichen Zufall, der die
Erhaltung veranlasste, zu verdanken. Die flache Marmorstele (Höhe rnm, Breite
Maximum o-34m), worauf der Text geschrieben ist, war nämlich in römischer Zeit
zur Bedeckung eines der zahlreichen Felsengräber verwendet, die in den Akropolis-
hügel eingeschnitten sind. Im vorigen Jahre wurde sie von einem Bauern, der
nach Alterthümern suchte, umgestürzt und später in die Kirche geschafft, wo ich
sie vorfand. Wie man auf der Zeichnung S. 181 sehen kann, ist die Schrift mit
Ausnahme einiger Buchstaben, nur längs der linken Seite und des untern Randes
erhalten, wahrscheinlich weil der Stein mit einem Streifen auf dem Felsen ruhte,
wo er der Verwitterung nicht ausgesetzt war. Die folgenden Ergänzungen wollen
meist nur den vermuthlichen Sinn der Urkunde wiedergeben:s)

"EJxoug? . . . ai[x yu|i,vaatapx[os oäpz&dc,

. tveo . 5 t]tjv äpyjjV i%[zye.iprj<je vqi a5-

'E]7ösE <3>i\nz%oc, [......ou toö cpiXaya{Kc« \y.a). 7tpoxk)|iiai

') Die früher bekannten sind bei Dimitsas H 2) Wertvolle Anregungen danke icli dem Scharf-

May.sSovioc sv Xiirotj etc. Athen 1896 p. 690 ff. ge- sinne Dr. Wilhelms, der so freundlich war, die

sammelt. Seit dem sind noch einige hinzugekommen, Druckproben dieses Artikels durchzusehen. Seine

vgl. Perdrizet, Bull, de corr. hell. XIX (1895) p. 109 fr. Ergänzungen von Z. 27 — 29. 33—36. 50—53 habe

J.Arthur u. R. Munro, Journ. of hell, studies 1896 ich ganz aufgenommen. Seine Bemerkung, dass die

p. 313 ff. — Einige kleinere Texte aus dieser Ge- Inschrift genau nach Silben abgetheilt sei, veranlasste

gend werden in der Revue de l'Instruction publique mich Z. 26 ^rpimc, zu vermuthen.
en Belgique, October 1898 erscheinen. .
 
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