Zeitschrift für christliche Kunst — 34.1921

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Nr. 8 ZEITSCHRIFT FÜR CHRISTLICHE KUNST. 105

JAHRESBERICHT

DES DIÖZESANMUSEUMS

ZU OSNABRÜCK.

Zwei Jahre eifriger Arbeit im Dienst der Kunst der
Diözese werden mit diesem Jahresberichte zum Ab-
schluß gebracht. Die kurz nach Erscheinen des
I. Jahresberichtes beginnende Vorbereitung der Diözesan-
synode bezog auch das Diözesanmuseum mit ein. Es galt
das Interesse des Klerus für kirchliche Altertümer zu be-
festigen und zu erweitern. Zu dem Zwecke wurden einige
Zweige des Diözesanmuseums neu eingerichtet, andere
bedeutend erweitert. Durch das glückliche Zusammentreffen
verschiedener Umstände gelang es, die Abteilung litur-
gischer Geräte, eine Sammlung von Inkunabeln und Hand-
schriften für das Diözesanmuseum neuaufzustellen, den
Sammlungen für Plastik und Paramentik einzelne hoch-
wertige Objekte zuzuführen. Das außerordentliche Ent-
gegenkommen in Überlassung der Kunstobjekte beweist,
wie tief die Überzeugung von der Notwendigkeit der Samm-
lung Wurzeln geschlagen hat, und verdient unsern wärmsten
Dank. Nicht minder sei aber auch Herrn Museumsdirektor
Dr. Fr. Witte, Köln, gedankt für die selbstlose, opferwillige
Hingabe, mit der er sein reiches Können und Wissen in
den Dienst der Sammlung und des Vereins gestellt hat.
Trotz der schweren Zeiten geht der zwei Jahre umfassende
Jahresbericht 1920/21 mit der Hoffnung hinaus, das Inter-
esse für die Kunst und die Sammlung der Heimat zu er-
halten und zu mehren.

Osnabrück, den I.Januar 1922.

Der Diözesan-Museumsverein.
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