Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 26.1915

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INNEN-DEKORATION

PROFESSOR A. NIEMEYER —MÜNCHEN. ZIMMER DER KINDER IM HAUSE KRAWEHL. MÖBEL IN KIRSCHBAUM-HOLZ

Am wenigsten fügsam und künstlerisch verwendbar
ist und bleibt immer der Raum über den Möbeln,
namentlich der über den Schränken. Fast alle unsere
Möbel haben die Eigenart, daß sie oben mit Platten ab-
schließen, daß sie eine horizontale Decke tragen. Da-
durch wird auch der Raum über den Möbeln horizontal
abgeschnitten, aber hier und dort in verschiedener Höhe,
und es entstehen zwischen den Möbeln und der Raum-
säule darüber Verhältnisse, die selten gut ausbalanciert

sind. Die Gesamtform des negativen Raumes, mit der
breiten Basis an der Zimmerdecke und den höheren und
kürzeren, dickeren und schlankeren, abgeschnittenen und
zerstückelten Raumsäulen ist ungünstig. Nur einschnei-
dende Änderung kann da Abhülfe und einen erfreu-
licheren Eindruck schaffen. Einige Vorschläge seien hier
gebracht. . . . Verschiedene Mittel haben die Architekten
versucht, dem Übelstand abzuhelfen. Am radikalsten wir-
ken eingebaute Schränke und heruntergezogene Decken.
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