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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0141

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genug gezeigt haben, wie notwendig die Sicherung der Brücke durch ein rechts--
rheinisches Bollwerk war (Staehelin, 1. c. S. 284). Da Valentinian um 370
nachweislich ,,eliam ultra 6umen" („auch jenseits des Flusses") (Ammianus
28, 2, 1) Befestigungen gebaut hat, so würde eine Ansetzung des Drücken-
kopfes in die Zeit des lehten großen Ausbaus des Rheinlimes auch in dieser
Hinsicht g-ut passen.

Die Brücke selbst wäre natürlich älter. Vereinzelte kleine Scherben in der
Spihgrabenauffüllung, die mir frühen Charakter zu haben scheinen, können
selbstredend nichts anderes beweisen, als daß die Römer schon im 1. Jahrhun--

Abb. 44, Wjjhlen, Turm l

dert aus dem rechten Rheinuser zu tun hatten. Wichtiger dagegen ist, daß unter
der Fundamentplatte von Turm l ein La Tene-Grab sestgestellt worden ist
(Bad. Fundber. 1, 1928, S. 335). Da wir anderseits auch ein alamannisches
Gräberfeld hart neben dem Vrückenkopf kennen, das neben frühen Gräbern
auch Plattengräber ohne Veigaben aufweist, so hätten wir eine kontinuierliche
Besetzung öes Flußüberganges von der Eisenzeit bis weit ins Mittelalter
hinein. Das muß um so mehr ausfallen, als öer Platz heute von Siedlungen
völlig verlassen ist und nur noch eine nebensächliche Fähre den spärlichen Ver-
kehr zwischen dem deutschen und dem schweizerischen Plfer vermittelt.

k) Die Brücke.

Das Dorhandensein einer Vrücke kann heute nur noch aus der Lage von
Castrum Kaiser-Augst und Brückenkopf Whhlen und aus der an den Ahein
führenden römischen Straße auf dem linken älfer erschlossen werden. Auf Ver-
anlassung Wagners untersuchte die Großherzogliche Rheinbauinspektion Frei-
burg im wasserarmen Winter 1889/90 das Rheinbett an öer fraglichen Stelle.
 
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