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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0248

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Aus dem Heimalmuseum in Läckingen.

Vvn cand. H. Eiden, Trier-Freiburg i. Vr.

Die Stadt Säckingen besitzt in öem idhllisch gelegenen „Gallusturm" eine
recht ansehnliche Sammlung von Funden vor- und srühgeschichtlicher Zeit, die
zum gröhten Teil durch die rührige Pflegertätigkeit des Herrn E. G ersb ach,
Säckingen, im Laufe der Iahre am Hochrhein unö im Hotzenwalö gesammelt
werden konnten. Bei einer in der Zeit vom 19.—23. Juli ö. 2s. durchgesühr-
ten Teilinventarisation der Bestände aus der römischen Zeit ließen sich e'ini>ge
Fundgruppen herausarbeiten, die eine Mitteilung an öieser Stelle recht-
fertigen.

Klein-Laufenburg.

2m 2ahre 1929 entdeckte man auf öer Gemarkung Rhina, Amt Säckingen,
(der Ort ist jetzt zu Klein-Laufenburg eingemeinöet) auf der Gewann „Obere
Sitt", eine Stelle mit römischen Dautrümmern, die in den 2ahresberichten
dieser Zeitschrist verschiedentlich (vgl. Bd. II, 161, 239, 382) Erwähnung fanö.
Nn einem markanten Punkt, etwa 350 m vom Aheinufer entfernt, mit weitem
Blick in öie Landschast stehen hier heute noch in öichtem Gestrüpp meterhoch
römische Mauerreste. Llnter öen Lesefunden, öie im Laufe öer letzten
2ahre gemacht wurden, seien hervorgehoben:

/c. Ziegelstempel.

Die Stempel finden sich ausnahmslos auf flachen Dachziegeln (Tegulae)
und sind mit Ausnahme von 2nv. 34,13 und 34,15 eingetieft;zitiert wird
nach den im Lorpll8 In8oriprionum üniinnrum (abgekürzt LIÜ)
Bd. XIII, 6 (1933) unter der jeweiligen Legion aufgeführten Stempelformen.

1. Zwöls Druchstücke von Stempeln der XXI. Legion (sie liegt etwa vom
2ahre 46—70 n. Chr. in Winöisch; ihre Ziegelei wuröe in Rupperswil
(Kanton Aargau) aufgedeckt. Weitere Angaben s. LIÜ XIII, 6, S. 50).

n) Inv. 34,5 .... XXI -8L-VI. Links abgebr., Stempelhöhe 32 mm, Buch--
stabenhöhe 21 mm; Form OIÜ 26,

b) Jnv. 34.6. I^-XXI- 8 - L . rechts unö links unvollständig; Form LIÜ 26.
Stempelhöhe 32 mm, Buchstabenhöhe 21 mm.

o) Jnv 34, 7, 8, 11. Drei sehr fragmentarisch erhaltene Stempelreste der
Form d26; Stempelhöhe 25 mm, Buchstabenhöhe 23 mm.

ä) 2nv. 34, 9. I, - XXI . Links unvollst., Stempelhöhe 23 mm, Buchstaben-
höhe 18 mm; Form LIÜ 1«

e) 2nv. 34, 2 und 10. Zwei Stempelreste ü - XXI. Beiöe rechts abgebr.
Form LIÜ 1 oder 26.

k) 2nv. 34, 1, 3, 12. Drei Bruchstücke, auf öenen nur die Zahl XXI zu
erkennen ist; nicht näher zu bestimmende Form.

§) Inv. 34, 4. . .. XXIL, links unvollständig. Form LIÜ 5/.

2. Zwei Stempelreste der XI Legion (in Windisch von 70 — 101n. Chr;
weiteres s. LII^ XIII 6, S. 35).

n) 2nv. 34, 13. ÜLIO XI L? . . . rechts abgebrochen; Stempel erhaben.
Stempelhöhe 44 mm, Buchstabenhöhe 33 mm. Form LIÜ4/S.

b) Inv. 34, 14 ÜLiO (?) XIO, nur die obere Hälfte erhalten, rechts abge-
brochen.

3. Llnbestimmbar, ob der XI. oder XXI. Legion zugehörig, sinö sechs weitere
Druchstücke von Stempeln (2nv. 34,15—20); darunter Stempel auf Bruchstück
2nv. 34,15 erhaben. —2n den Funöberichten Bd. II, 382 ist öurch einen Druck-

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