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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0335

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Amll.Nachrichtenblatt für die ur- und friihgeschichtliche Zorfchung,
herausgegeben vom Ausfchuft für Ur- und Zrühgefchichte Badens.

Verantwortlich für die Schriftltg.: öas geschäftsführende Mitglieö des Aus-
schusses für älr-- u. Frühgeschichte Dadens, i. V. Prof. G. Kraft, Freiburg i. Dr.

Band III Heft 9 2uli 19Z5

Inhalt:

G. Kraft: Jahresbericht für 1934. S. 305—308. — H. Gropengießer: Beob-
achtungen, Funde und Llntersuchungen im Dauabschnitt Mannheim der Reichs-
autobahn. 1934/35. S. 303—315. — G. Kraft: Murg (A. Säckingen), eine neue
altpaläolithische Station. S. 316—321. — P. H. Stemmermann: Römischer
Gutshof in Oefchelbronn. S. 321—329. — P. H. Stemmermann, Bier mero-
wingerzeitliche Gräber in Oefchelbronn. S. 329—333. — K. Wulzinger — F.
Garscha: Die Martinslirche zu Ettlingen. S. 333—344. —Besprechungen. S. 344.

«Zahresberichl für f 9Z4.

Bon G. Kraft, Freiburg l. Br.

Das vergangene Jahr hat in erfreulicher Weise den Beweis geliefert, dah
die Pflege der ur- und frühgefchichtlichen Den'kmäler auf ein neues Berftänd-
nis und tätige Forschung im Lande stöht. Bor allem hat die Verteilung öes
ministeriellen Merkblatts weithin zum Dewuhtfein gebracht, dah es fich bei
Bodenfunden nicht um Kuriositäten und bei ihrer Erforschung nicht um pri-
vate Liebhabereien handelt, fondern um eine Angelegenheit öes ganzen Vol-
kes. Gewih kommen immer noch Fälle von verfpäteten Melöungen vor, Aaub-
grabungen scheinen sich sogar eher zu mehren, aber bei immer wieöerholter
Aufklärung wird schrittweife das Ziel erreicht werden, unö die Vorzeit unseres
Bolkes auch in unferem Gebiet die Schätzung finden, die ihr zukommt.

So sind auf allen Gebieten der ur- und frühgeschichtlichen Denkmalpflege
wesentliche Fortschritte zu berichten, Ausgrabungen, Bergung von anfallenden
Funden, Geländebegehungen, Konservierungsarbeiten. Ebenfo neuartig wie
ergebnisreich waren die Auffchlüsfe, die der Bau der Reichsautobahn
bei Mannheim lieferte; da war einmal auf eine weite Strecke hin ein
Längsschnitt durchs Land gelegt, der einen Dlick tun ließ in den unabfehbaren
Aeichtum an historifchen Arkunden, der im Boden noch der Hebung unö Aus-
wertung harrt. Prof. Gropengießer und öer hierfür beurlaübte Hauptlehrer
Gember hatten alle Hände voll zu tun, um öen Anforöerungen nachzukommen.
Aus dem ausführlichen Bericht, der unten abgedruckt ist, greife ich heraus:

Strahenheimer Hvf: 23 bandkeramische Wohnstellen, mehrere schnur-
keramische Gräber, 15 ülrnengräber, Gehöft der Aeckarfueben.

Seckenheim: 3 bronzezeitliche Gräber, mehrere hallstattzeitliche Wohn-
gruben und ein Skelettgrab, 16 Erdgrubenhäüser der Aeckarsueben.

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