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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0253

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Amll.Nachrichtenblatl für die ur- und frühgeschichtliche Zorschung,
herausgegeben vom Ausschuß für Ur- und Zrühgeschichte Badens.

DerantwortUch für die Schriftltg.: das geschäftsführende Mitglied des 2lus-
fchuffes für Llr-- u. Frühgeschichte Vadens, i. V. Prof. G. Kraft > Freiburg i. Br.

Band III Heft 7 April 1935

Breifach-Hochstelten.

Vorläusiger Bericht über die Ausgrabungen l9Zl/Z4.

Von Georg Kraft, Freiburg i. Dr.

Mit Deiträgen von K. Aaß, R. Paulsen, H. Tobien.

Jnhalt:

Lage. Entdeckung und Ausgrabung. Dodenverhältnisse. S. 225—236. —
I. Die Siedlung der Spät-Latenezeit. Die Gruben. S. 236—244. — Die
Drunnen. S. 244—254. — Gewerbliche Oefen. S. 254—258. — Weitere Oefen
und Feuerstellen. S. 258—262. — Eine Hüttenstelle mit Herö. S. 262—262. —
Die Gräben. S. 262—272. — Die Siedlung als Ganzes. S. 272—276. —
Dergleiche. S. 276—277. — Funde, Zeitstellung, Volkstum. S. 277—279. —
Die Münzen (R. Paulsen). S. 279—282. — Die Tierknochen (H. Tobien).
S. 281. — Menschliche Knochen (G. K. mit Tobien). S. 282. — II. Römische
Lleberreste. S. 282—285. — III. Die frühmittelalterlichen Anlagen. Die Sied-
lung (K. Raß). S. 285-292. — Rachtrag (G. K.). S. 292—293. — Der
karolingische Brunnen (G. K.). S. 293—297. — Die frühmittelalterlichen
Skelettgräber (K. Raß). S. 297—298. — IV. Der Grundwasserstand. S. 298
bis 322. — F. Kuhn: Schnitt durch eine römische Straße bei Deuggen (2lmt
Säckingen). S. 322—324. — Desprechungen S. 324.

Zwischen Rhein unö Schwarzwald erstreckt sich südlich des Kaiserstuhls öie
Ebene der Riederterrasse, die gegen die Tälaue des Rheins mit einer Steil--
kante, dem sog. Hochgestade abbricht (s. Karte Abb. 98). Jhre Schotter reichen
teils bis in die Ackerkrume hinein, teils tragen sie eine Lehmdecke von wechseln-
der Stärke, die von den Dergen herab- oder vom Rhein angeschwemmt ist. Die
Obersläche ist leicht, aber deutlich modelliert; trockene Rücken wechseln mit
feuchten, z. T. sogar Versumpften Mülden. Das Hochgestade war ein bevor-
zugter Platz sür Fischersiedlungen und sür den Verkehr längs des Flusses;
schon K. Schumacher hat darauf hingewiesenü Es verläuft im allgemeinen
ziemlich gestreckt von SSW nach RRO; südlich von Hochstetten aber bildet es
einen kleinen, aber deutlichen Dor'sprung nach Westen, um daraus von Hoch-
stetten ab nach Rorden zu ziehen, wo es sich an den Kaiserstuhl anlehnt; die
Höhe über dem Meeresspiegel beträgt bei Hochstetten 198 m. Der heutige Ort
Hochstetten liegt also aus einem Dorsprung des Hochgestades, genauer gespro-
chen etwas nördlich und zurück davon; auf dem Sporn aber selbst, liegen die
frühgeschichtlichen Siedlungen, mit denen wir es im folgenden zu tun haben.

^ Festschrift Röm.Germ. Zentralmus. Mainz 1922 S. 19.

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