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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0189

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weitere Gräber zum Vorschein. Die Pfeile auf den Abbilöungen geben die
Wechfelnde Orientierung der Skelette an. — Är. 2 war das einer Frau, deren
rechter Oberarm vom Ellenbogengelenk zum rechten Oberschenkel statt zur
Schulter, also gestört, lag. Die Länge war etwas über 160 cm. 2lls Schmuck
trug die Frau einen offenen Drahthalsreif mit stempelförmig verdickten En-
den (2lbb. 73 Nr. 4) von 12 cm Durchmesser, sowie einen geschlossenen 2lrm-
ring am rechten Oberarm von 8 cm Durchmesser (2lbb. 73 Nr. 3) und rundem
Querfchnitt, 2—3 mm dick. — Das Skelett 2kr. 3 (2lbb. 70), ein 2Nann, war durch
früheres Legen einer Wasferleitung stark gestört, fo datz nur die Deine unberührt
waren. Beigaben wurden nicht gefunden. — 2kr. 4 (2Ibb. 71) war ebenfalls ein
Mann in normaler Rückenlage, aber klein, nur 152 cm, auch ohne Deigaben.
— 21r. 5 lag auf dem Rebengrundftück 2kr. 715, nur 37 cm unter Tag und
war wieder ein Frauengrab (2lbb. 72) Länge 155 om: aber es fehlten Wirbel und

2Irme. 2lls Schmuck trug die Frau einen Halsreif (2lbb. 73 2kr. 2) und an
den älnterschenkeln und an den Fesseln zwei ofsene Futzringe mit verdickten
Stempelenden. Fühe fehlten auch. Der öefekte Zustand des Skeletts muh her-
vorgehoben werden; er gibt zu mancherlei Deutungen 2Inlah unö ist bei einer
allgemeinen Darstellung des keltischen Grabritus zu beachten. Wir haben es
mit einem Degräbnisplatz der Mittel-La Lenezeit zu tun. Die Fundstücke
gelangten in das Mannheimer Schloßmuseum.

Flvesheim (2l. Mannheim). 2In der Kiesgrube Wolff eine Grube
aus der germanischen Spätlatenezeit (Sueben) mit Scherben und Knochen,
darunter auch eine Scherbe eines belgischen Gefähes mit steilem Ranö.

(Gropengießer.)

Brehmen (A. Tauberbischofsheim). Eine Viereckschanze ist von
Prof. Dr. Wahle im Walde „Dürgel" oder Bürgeter gelegentlich einer
Revisionsbegehung des topogr. Dlattes Gissigheim 1 : 25 000, 21r. 19 ent-
deckt worden. Er berichtet öarüber folgendermahen: „Sie liegt in schönem
Duchenwald auf der Höhe zwischen Drehmen und Gissigheim, hart an der
Gemeindegrenze. Sie bildet ein Rechteck von 80—100 m Seitenlänge; ihr
Wall ist etwa 1 m hoch und der davor liegenöe Graben zeichnet sich, weil der
Doden das Einsickern des Wassers verhindert, namentlich nach Regenfällen,
sehr deutlich ab. Das Besondere der Schanze, das sie mit einigen würt-
tembergischen und bahrischen Exemplaren zu einer Gruppe vereinigt, besteht
in einem Anbau, welcher sich an die nördliche Dreitseite der Hauptanlage an-
lehnt und hier seinerseits noch einmal gegliedert, ein ebenfalls don Wall und
 
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