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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0200

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auf Grund der schon bekannten oberbadischen Gräberfelder bestimmt zu er-
wartenden reichen Gräber des 7. Jh. liegen."

Bermatingen (2l. Lleberlingen). Jn Bermatingen steht an öer Ecke
Hauptstraße—Ahauser Straße eine kleine Kapelle; an ihrer Südwestseite
wurde im Sommer 1933 durch Maurer Alfons Obser aus Bermatingen ein
Äeubau errichtet; dabei sand man in der Baugrube ein geostetes Skeletk.
Landesgeologe Dr. Erb konnte noch IV2 gelbe Glasperlen aufsammeln und
über dem Skelett eine Art gebrannter Steine beobachten.

Rielasingen (A. Konstanz). Jm Garten öes Josef Streit, Rielasin-
gen, am Ostausläufer der Rosenegg (Gewann „älnter Rollen") wurde bei
Rebarbeiten in einer Tiefe von etwa 2 in im Kies ein Alamannengrab, OW
gerichtet, gefunden; die Schädelknochen fehlten faft ganz. — Beigaben: Sax,
41 -s- 26 cm Griffdorn (daran reichlich Holzreste), 5 cm breit, beiderseits zwei
Dlutrillen; Messer, 10,5 3,5 cm Grifföorn (abgebrochen), 2 cm breit;

Messer 11,5 -f- 3 cm Grifföorn (abgebrochen), 3 cm breit; Eisenrest von
Saxbeschläg, auf einer Seite gerunöet, 8 cm lang. 1,5 cm breit; ovale E isen-
schnalle 6/4 cm Hochgewölbt, Eisendorn 3 cm; 4 Bronzenietköpfe vom
Saxbeschläg, 2 cm Durchmesser, der eine noch auf einem Holzrest sitzend.

Güttingen (A. Konstanz). Die in Dad. Fundber. 2 S. 168 abgebildete
Perlenkette von Güttingen kam durch Händler als von Güttingen/Thurgau
stammend in den Desitz des Landesmuseums Zürich, das sie nach Feststellung
der badischen Herkunft uns anbot; sie wurde von Radolfzell erworben.

Löffingen (2l. Aeustadt). „Beim Dau öes neuen Weges, der vom Süö-
rand öes Frieöhofes am Südhang des Allenbergs entlangzieht, wurden März
und Npril 1933 westlich des Friedhofes zwei nach Osten orientierte Gräber in
Steinsetzung sreigelegt. Deigaben wurden nicht gefunden. Als ich die Stelle
besichtigte, war nur noch die Steinsetzung öes einen Grabes, die erhalten blieb,
vorhanden. 60 cm breit im Osten, 1,87 cm lang, 32 cm breit im Westen,
51 cm hoch, aus Muschelkalkplatten ausgesetzt, von drei Abdeckplatten war
noch eine erhalten. Skelettreste waren im Rathaus gesammelt. Etwa 160 m
weiter westlich waren vorher schon zwei weitere Gräber angeschnitten und be-
seitigt worden, ohne daß Melöung gemacht wurde. Jn dem einen seien örei
Skelette gelegen, darunter eines besonders groß." Am Allenberg sind seit
1780 wiederholt Gräber gefunöen worden. Schriften der Der. f. Gesch. unö
Dat.Gesch. der Daar IV S. 214 u. XV 1924. S. 52 (Prof. Revellio).

Donaueschingen. Jm Hause des Franz ällrich, Schulstr. Dr. 23,
wurden bei öer Aushebung eines Kellerlochs Teile eines Skeletts bloßgelegt,
dazu 1 Sax, 2 Eisenbruchstücke vielleicht von einem Messer und einer Schilö-
fessel stammend. Das Grab gehört zu öem Friedhof bei der Sebastians-
kapelle (Prof. Revellio).

Dad Dürrheim (N. Dillingen). Bei Anlage einer Grünschneise zwi-
schen Krankenhaus und Haus Schleich wurden mehrere Gräber angeschnitten.
Den Demühungen des Herrn Oberlehrers Holderbach ist es zu veröanken,
daß nicht alle Gräber zerstört wurden, die genannten noch geborgen weröen
konnten.

„Don Grab 1 am Südrand der Straße nach Hochemmingen gelegon,
stammen 2 Deschlägstücke mit ovaler Eisenschnalle. Die übrigen Eisenstücke
waren bereits weggeführt. — Aus Grab 2 am Aordrand der Straße nach
Hochemmingen, unmittelbar vor dem Krankenhaus gelegen, wurden gehoben

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