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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0213

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Len Sand verkitten. Dte Deutung der Grube ist unstcher: man kann an ,eine
ausgebrannte Grubenhütte oder an eine Herdgrub-e neolithischen Alters den«
ken. Auffallend bleibt das mit geschmolzener Schlacke überzogene Sanöstein-
stück. 2edenfalls lehrt dieser Fund, dah ssit dem Aeolithikum an dieser Stelle
keine beträchtliche Bewegung des Dünensandes mehr stattgefunden hat. Der
Linsenbühl muh also eine geschlossene Pflanzendecke getragen haben.

Bl. 97. 2kr. 131. Zwischen Leopoldskanal und Allmendwalö: Kleiner
schwarzer Scherben mit Stichornament (Rössener Keramik).

Gemarkung Forchheim.

Bl. 97. Rr. 97. Kleine, vielleicht vorrömische Scherben; öie Fundstelle ist
iöentisch mit der Fundstelle 97, Bad. Fundber. I, S. 371, an der „gute
Schwarzfärbung" festgestellt wurde.

Abb. 81.

Scherben von Zorchheim,
westlich „Hasele"

Dl. 97. Rr. 10 4. Gewann Salzweg. Kleiner schwarzer Schevben. Sine
Austernschale, wohl römisch.

Dl. 97. Rr. 105. Gewann Linöenbrunnenbuck. Ein kleiner schwarzer
Scherben, vielleicht vorrömisch.

Dl. 97. Rr. 106. Westlich der Strahe Forchheim, westlich „Häfele". Scher-
ben, darunter ein gröheres Randstück eines rot und hart gebrannten Ge-
fähes mit einer Reihe runöer scharfrandiger Eindrücke 2 cm unterhalb des
Ranöes. Der Scherben enthält viel Augit; einzelne Augitkörner sind zu Kü-
gelchen zusammengeschmolzen. Da der Augit einen Schmelzpunkt von min-
destens 1100° Celsius hat, muh die beim vorrömischen Drennen erzielte Tem-
peratur mitunter, wenn auch nur bei öer Entstehung von einzelnen Stich-
flammen, diefen Betrag erreicht haben. Der Scherben ist endneolithisch
oder bronzezeitlich (Abb. 81).

Bl. 97. Rr. 107. Aordöstlich Winkel öer Kreuzung Königsweg—Strahe
Forchheim-Weisweil: zunächst öem Königsweg an einem Rübenloch ein tief-
schwarzer Scherben mit viel Augit; an einem weiter entfernten Rübenloch:
ein Scherben mit Augit, ein zweiter mit trübem, weihem Feldspat. An einem
dritten Rübenloch, etwa 120 m vom Königsweg entfernt: Zahlreich-e Scherben
kleiner und mittelgroher Gefähe. Ein Teil grob mit viel Quarz, ohne be-
sonöeren Glattstrich öer Oberfläche, gut rot gebrannt, einer mit viel Augit.
Dazu ein Ranöstück mit nieöerer ovaler Warze (Abb. 82 a); eine hohe
Warze (Abb. 82 b), öeren Dmgrenzung aus ebenen oöer leicht konkaven
Flächen besteht (Einörücke der Fingerspitzen). Ein Randstück mit rundlich-en
Eindrücken (Abb. 82 ci), die 1,5 cm vom Rand enifernt stehen. Der andere
Teil öer Scherben ist schwarz, dünn und gut geglättet. Dazu gehört ein Scher-
ben mit Ornament: zwei parallele bogig verlaufende Linien, öie flach einge-
drückt sind und unshmmetrischen Querschnitt haben. Dazwischen vier mit spitzem
Gegenstand eingedrückts Bertiefungen (Abb. 82 c). Eine kleine Klinge aus

2 S 4cm

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