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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0254

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Von vornherein evscheint dieser Platz bestimmt für einen Ämschlagplatz, der
zwischen Rheinschifsahrt und Hinterland vermi'ttelt. 2m späten Mittelalter und
zu Beginn der Äeuzeit kam diese Rolle Breisach zu> das den stolzen Bamen
„Schlüssel des Oberrheins" trug. Breisach liegt nordwestlich von Hochstetten,
inmitten des bleberschweinmungsgebietes des Rheines auf vulkanisch'Ln Bergen
M0N8 bri8iacu8). Solange der Rhein dem Hochgestade solgte — wenn auch' nur

Abb, Y8. Breisach-Hochstellen. 1 :100 000.

bei Hochwasser —, lag Dreisach im Flußlauf und hatte keine Berbindung. trvk-
kenen Fußes mit Kaiserstuhl, Bheinebene und Schwarzwald. Dei eintacheren
Verkphrsverhältnissen war so öie alte, dort besindliche Siedlung durch ihre
Lage im Rhein zwar gesichert, aber im Berkehr mit dem Hinterlanö durch
bleberschwemmungen gehindert 2ch nehme daher an, daß in frühgeschichtlicher

^ Eine anöere günstige Stelle lag dort, wo das Hochgestade dsn Südsuß
des Kaiserstuhls erreicht; in öer Tat hat Dr. Max Weber dort eine römische
Biederlassung gesunden, von der allerdings große Teile schon durch eine Kies-
grube zerstört sind. (Näheres im Nmtl. 2ahresber. sür 1934.)

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