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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0313

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terkante lag 450 cm ttef. Der Rahmen war mit kleinen Bruchsteinen hinter-
packt.

Die Mauerwandung begann in 410 cm Tiefe, 20 cm über öer Oberkante
des Holzrahmens mit einer Lage größerer quaderförmiger Steine; öer Holz-
rahmen muh also im Laufe öer Zeit sich teils gesenkt haben, teils geschrumpfk
sein. Das Mauerwerk ist bis 240 cm unter Niveau gut erhalten unö besteht
durchweg aus Kalksteinen verschiedener Gröhe; eine Tenöenz zur Quaöerbil-
dung ist deutlich zu erkennen, direkte Dearbeitungsspuren konnten aber nicht

Abb. 127. Breisach-Hochstetten. Römischer Brunnen (nach N. H. Mühlbach).

1. Römische GesiWcherben. 2. Anhäufung von Nollkieseln. 3. Bruchsteinbrocken.^ 4. Bruchstücke von röm.
Leisteiyiegsln. 5. Knochen eines kleinen Läugetieres. 6. Lchneckenkäuser. 7. Lkelett eines Hirsches.

8. Bron;eblech. y. Liserne Rolle. 10. Kummetaufsatz aus Bronze. II. Liserne Achse.

12. Lisener Haken. 15. Balkenrahmen. 14. Nömischer Backstein. 15. Liserne Nägel.

16. Lerra Ligillata. 17. Bruchstücke eines Longefäßes.

nachgewieseu werden. Nicht selten sieht man waagrechte Fugen durchgehen
und zweimal waagrechte Lagen größerer Quadern, öie Brunnenmauer ist also
in konzentrischen Lagen ausgeführt worden. A.eber diesem festen Mauerteil
lag von 240—190 cm lockeres Gemäuer, hierunter auch ein großer, runder.
als Mauerstein sicher wenig geeigneter Brocken von Kaiserstuhlgestein (Te--
phrit). Darüber unö darin häuften sich lose Steine zuckerhutförmig bis 145 cm
unter Ler Oberfläche, dann folgten spärliche mittelalterliche bezw. neuzeitliche
Lleberreste (Rollsteinanhäufung, glasierte Scherben, Ziegelbrocken, kleine
Druchsteine).

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