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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0385

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Vilchband 2l. Tauberbischofsheim. Dreitägige Grabung in einer Siedlung
der neolithischen stichkeramischen Gruppe. Es kam guter keramischer Fund-
stoff zutage, wenn auch nicht besonöers zahlreich und meist nur aus kleinen
Stücken bestehend (Wahle; 1935).

Messelhausen A. Tauberbischofsheim. Lutz-Vilchbanö barg hier nennens-
werte Reste einer bandkeramischen Siedlung, welche der Dampfpslug
zutage gebracht (Wahle; 1935).

Steinbeile.

Außerhalb von Siedlungen und Gräbern sind gefunden (Berichte bei öen
Akten):

Weiler A. Dillingen. Kleines Rechteckbeil (Revellio).

Wahlwies A. Stockach. Rechteckbeil (Funk).

Singen a.H. Aus der Aach (Vruchstück, spitznackig, Serpentin).

Anteruhlöingen A. Äberlingen (mehrere; Sulger).

Äberlingen a.S. Dei Anlage eines Wassergrabens wuröe 1926 im Gewann
„Stöcklesbrunnen" auch „Allikron" genannt, von Joseph Döhler in 0,7V m
Tiefe im Lehm ein schwarzgrauer durchbohrter Steinhammer (L. 11,5; Br. 5,5;
Dicke 3,5 cm) gefunden (Weckerle).

Dohlingen A. Konstanz. Jm Gewann Lummold am Südhang des Galgen-
berges fand K. Gutmann-Rastatt im 2uli 1935 ein halbes Steinbeil aus
graugrünem Schiefer (L. 7 cm; Dicke 2,5 cm).

Dettighofen A. Waldshut-Kirchweg, spitznackig (Häring).

Degernau A. Waldshut. Steinbeil (Schneider; 1935).

Wallbach A. Säckingen. Steinbeil am Hang der kleinen Kiesgrube (Gers-
bach; 1935).

Schwörstadt A. Säckingen. Lachengraben am Hang öes Eichbühls an der
Landstraße 2 Steinbeile, von einem Änwohner gefunöen (Gersbach; 1935).

Steinen i.W. A- Lörrach. 1925 oöer 1926 wurde in einem der Arbeitergärten
am Ostende des Dorfes zwischen öer Köchlinstraße unö öer Spinnerei bei älm-
stechen ein Steinbeil aus grünem Quarzit gefunden. 9,5 cm lang. Schulsamm-
lung (H. Schäfer).

Tannenkirch A. Lörrach-Erzberg und -Enken (Kromer).

Emmendmgen. Huttenhof (Wellmer; 1935).

Wallburg Ä. Lahr (s. u. S. 369; Wenger).

Lahr-Dinglingen. Vei Durchführung der Kanalisation wuröe bei der
Bahnkreuzung am Stellwerk in Dinglingen in 2,80—3 m Tiefe ein großes
Steinbeil gefunden (Städt. Dauamt; 1935).

Ottenheim A. Lahr-Siebenacker. Fritz Deiser fand im Gewann Siebenacker
östlich vom Ort in 80 cm Tiefe im Lehm eine Steinaxt (Serpentin) mit ge-
rollten Kanten. Durch seinen Bruder, Schüler Hans Beiser, und Dermittlung
von Hauptlehrer Herrmann unö Prof. Jacvbi gelangte das Stück ins Museum
für Llrgeschichte. Aach Prof. Krausenberger hanöelt es sich um ein altes, 500
bis 400 m breites Bett des Rheins, die Fundstelle liegt gegen seinen Ostrand
zu in Lehm (1935) (Abb. 158).

Nonnenweier A. Lahr. Abbildung einer Steinaxt von Nonnenweier im
Besitz der Städt. Sammlungen Lahr s. „Dad. Heimnt" 22, 1935, „Ossenburg
und die Ortenau" S. 54 Abb. 1.

Oberschopfheim A. Lahr. Steinbeil aus grünlichem Gestein, 1933 von einem
Schüler im Erdaushub eines Beübaus gefunden (Knausenberger: Abb. s.
„Bad. Heimat" 22, 1935, „Offenburg und die Ortenau" S. 54 Abb. 1).

Linx A. Kehl, spitznackig (anlählich der Grabung Diersheim gemeldet, aus
öem bisher fundarmen Hanauerlanö; Wahle).

Jffezheim A. Rastatt. Durch Hauptlehrer Dammert gelangte in die Schul-
sammlung ein bandkeramischer Arbeitshammer, den ein Schüler auf dem Spei-
cher gefunden hatte; er habe öort schon seit Großvaters Zeiten gelegen. Die
Fundstelle ist nicht mehr zu ermitteln, Hsfezheimer Bann öürste aber außer
Zweifel stehen. Das Werkzeug besteht aus Ämphibolitschiefer, ist 18 cm lang
und am Aacken 5,5 cm breit, Durchmesser der Bohrung wenig mehr als 2 cm.

Ferner befindet sich im Heimatmuseum Rastatt ein Keil mit Llmschnürungs-
rille, der angeblich durch einen Schüler von Qffezheim in das Heimatmuseum
Rastatt gelangte und von einer Rheininsel von Jffezheim stammen soll (zur

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