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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0391

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Aushub förberte noch einzelne Bruchstücke. Wie sich bei öer Aachuntersuchung
herausstellte und mündlich berichtet wird, scheint öie andere Hälfte der Be-
stattung bereits vor mehr als 30 Jahren bei dem gleichen Vorhaben heraus-
gekommen zu sein. Der Finder berichtet, daß öamals ein „Bronzepfeil" (Raö-
nadel?) von etwa 80 am (?) Länge gefunden woröen sei, mit dem ec später
vft die Ratten im Schweinestall tötete. Die Beigaben:

1. Radnadel (L. 23,3; Br. 4,5 cm) mit Dreizackenkrone und vierkantigem
Speichenkreuz (2lbb. 165 a).

2. Armring (Dm. 5,8; Dicke 0,8 : 0,6 cm) mit schmälerweröenden verdickten
Enden (0,6 : 0,6) mit 6 parallelen Strichen und 3 schräg über die Fläche ziehen-
den Strichelreihen (Abb. 165 ä).

Abb. I S5. Rhein5heim. 1/2.

3. Armberge aus 19 Spiralwinöungen, mit umgebogenem Ende. Die Draht-
fpirale hat dreikantigen Querschnitt (L. 13; Dm. 6—5,4 cm). Dabei noch Kno-
chenreste des Llnterarms (Abb. 165 c).

4. Mittelbreites Knöchelband (8 : 6 cm) mit verlorenen gegenläufigen End-
spiralen aus vierkantigem Draht. Das öünne, nach den Enden zu abgerundet
sich verjüngende Blech (L. 17,5; Br. 3,9 cm) besitzt einen masfiven schräg-
gestrichelten Mittelgrat und randsäumend von außen nach innen schräg-
gestrichelte Randzone, 2 parallele Rillen und zickzackförmiges Sparrenm.uster
(Abb. 165 b, c).

Dermutlich handelt es sich um ein Grab eines ganzen Bronzezeit-Fried-

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