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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0426

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Jmmenstaad 2l. Äberlingen. Ein von öort gemeldeter Einbaum ist nach
Angabe von Dr. Gustav Schmies, Jmmenstaad, ein Fischzucht-Trog.

Oberuhldingen A. Äberlingen. Bei der Aachkorrektion wurden im April
rd. 2^2 m tief mittelalterliche Gefähreste gefunden.

Konstanz. Hauptlehrer Alfons Beck hat in öer Kultur- und Heimatbeilage
der „Boöensee-Rundschau" „Alemannisches Dolk" vom 9. 6. 1934—7. 7. 1934
einen grohen Fund von Tongeschirr öes 16. und 17. Jahrh. veröffentlicht, öer
im Sommer 1930 beim Abbruch des Schmies'schen Hauses gemacht wurde.

Jestetten A. Waldshut-Lauter Eichen. An öer Verbinöungsstrahe 2e-
stetten-Äeunkirch wurde beim Steinbrechen ein Kalkosen angeschnitten und
durch Forstwart Dannegger gemeldet; untersucht durch R. Halter. Keine
Funde.

Valm A. Waldshut. Jn öer Kiesgrube Schmutz eiserne Pfeilspitze und
Knochen (Dr. Kohler).

Rechberg A. Waldshut. Jm Rechberger Wald ein niederer Eröwall; nach
mündlicher Äberlieserung früher benützt als Ämgrenzung für das Weiöege-
biet der Schweine (2. Schneider; 1935).

Wieladingen A. Säckingen-Heidenschmiede. Durch 2 Gräben, davon der
äußere rd. 3 m tief, ist eine etwa quadratische Fläche aus der Hochfläche über
der Murg herausgeschnitten, auf öer noch Reste von Mauerwerk mit Mörtel,
Sandstein, Tuffquadern (Gersbach) zu sehen sind. Nörölich liegen öavor noch

2 Vorwerke. Es handelt sich doch wohl um eine stark verwitterte, einsache
Vurganlage.

Säckingen. E. Gersbach barg aus einem unterirdischen Gang östlich öes
Schlosses sehr gute Gefähe aus Ton und Glas.

Hausen A. Schopfheim-Vurgeck. Deranlaßt durch öen Flurnamen (ober-
halb der nördl. Fabrik, Punkt 534,3) hat Hauptlehrer Seith 1932/33 ge-
schürft und Mauerreste festgestellt, davor 2 Abschnittsgräben im Fels.

Holzen A. Lörrach. Fabrikant Schöpflin, Haagen, fand im Waldstück Beh-
len eine alte Axt auf dem Waldboden.

Kaltenherberge bei Tannenkirch A. Lörrach. Vrunnenstube unö eine (nicht
zugehörige) Wasserleitung, wohl aus der Veuzeit.

Liel A. Müllheim. Jm Gewann „Kleiner Ameisenbuck" im sog. „Jäger-
garten" ein nieöriger viereckiger Wall aus Erde; keine Schanze, geschweige
Ringwall.

St. Alrich A. Staufen. K. Zimmer aus Freiburg hat aus halber Höhe öes
Virkebergs ein kleines Funöament von rd. 2 m im Quadrat aufgeöeckt.

Oberbränd A. Reustadt. 2n der Aähe des Höchst ein Hügel, neueröings
angegraben; in der Aähe Waldgewann „Heidenloch" mit eigenartig geglie-
derten Steinlagen (Angabe Fladt, Freiburg).

Waltershofen A Freiburg. Jn dem Hohlweg nordwestlich öes Ortes, ober-
halb Punkt 220,9 findet sich in 2—2,30 m Tiefe eine Kohleschicht im Löß, kleine
Rheinkiesel unö mittelalterliche Scherben (A. Hanser).

Dreisach-Hochstetter Feld, Kiesgrube Karl Jchterz: Auf öer Sohle einer

3 m breiten, 1,20 m tiefen Mulde mit grauer kiesiger Einsüllung lagen ein
Schwert (wohl beginnende Veuzeit), Pickel und ein unbestimmbares Knochen-
stück (1935).

Endingen (Kaiserstuhl) A. Emmendingen. Höhle im Löh von 3,30 m Länge,
1,80 m Breite, 2 m Höhe. Hn den Wänden allerlei Schriftzüge, Zeichen, Zah-
len, z. B. 1411, 1649, 1733, 1844, 1869; ferner Rischen und Sockel an öen
Wänden. Die Höhe liegt unter bezw. hinter öem Keller öes Hauses Äntere
Hofstrahe 18 und kam durch eine Äberschwemmung zutage.

Wallburg A.Lahr s. 0. S. 369.

Lahr-Dinglingen. Vei Durchführung öer Kanalisation wuröe in Dinglin-
gen in 3,50 m Tiefe ein grohes Tongesäh (wohl romanische Zeit) geborgen
und in 3 m Tiefe ein zweites (wohl frühgotisch).

Aus derselben Gemarkung wurde durch den Schutterentlastungskanal süd-
lich der Südecke öes Baggersees bei der Änöitz, 50 cm unter der Sohle öes
Kanals, 1,30 m unter Niveau Ende Huli eine schmale eiserne Lanzenspitze un-
bestimmter Zeitstellung gefunden (Stadtbauamt Lahr, Stadtbaumeister Vä-
gele; 1934/35).

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