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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0446

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laufenden Zickzacklinien geschmückt sind. Jeweils dieselben Verzierungsmotive
stehen sich gegenüber, sie dürften von innen ausgetrieben sein. Das eine
Ende ist verjüngt, beide zeigen eine Durchbohrung; offenbar wurden die En-
den ineinandergeschoben und durch einen Stift zusammengehalten. Der Ring
ist an seinen Enden öurch Pickelhieb etwas verbogen und eingeörückt. Ge-
wicht: 8,2 §; Goldgehalt: 18 Karat; innerer Durchmesser: 5,2 em, äußerer
Durchmesser: 6,0 cm, Breite des abgerollten Bandes: 1,4 cm.

? 34/ g. Bruchstücke eines unverzierten Gürtelbleches (Abb. 182, un-
ten). Auf einer rund 8 cm breiten und 21 cm langen dunkel- bis schwarz-
braunen Verfärbungszone, wohl Lederreste, lagen drei zerdrückte rechteckige
bis quadratische Vronzebleche (l—III von links nach rechts). Vlech I zeigt in
der linken unteren Ecke eine Durchbohrung, wohl zur Vefestigung auf dem
Leöeruntergrunde. Alle örei Vleche lagen in ihrer Oberkante in derselben
Linie, während Llnter- und Seitenkanten nicht mehr festgestellt werden konn-
ten. Es ist möglich, daß wir uns öas Vlech als ganzes, unverziertes, zusam-
menhängenöes Stück rekonstruiert denken müssen.

? 34/5 r. Kleine älrne (Abb. 182, c), mit kurzem weit ausgelegtem Schräg-
canö, hohem wenig abgesetztem Halsfeld, weit ausladender verzierter Wan-
dung und fußartig eingeschweiftem Änterteil auf eingedelltem Boden. Das
Muster: Drei tief eingeritzte Längsrillen begrenzen dasselbe nach oben und
unten. Dazwischen liegende Vündel von jeweils 4 senkrechten Strichen schaffen
je acht schmälere und breitere Felder. Die schmäleren sind glatt, unverziert,
während die breiteren durch zwei sich schneidende, liegende Winkel in gitter-
gefüllte Voll- und Halbrhomben zerlegt werden. Auf diese Weise entstehen
rechts und links derselben je zwei Dreiecke, deren oberes linkes unö unteres
rechtes graphitgefüllt sind. Rand und Hals des Gefähes sind ebenfalls gca-
phitiert. Ton geschlämmt, stark mit Quarzsanö vermengt, innen verstrichen,
außen geglättet. Höhe 23; Mündung 15,5; Bauch 29,5; Boden 9,5 cm.

? 34/5 s. Halbmondförmiges eisernes Rasiermesser (Abb. 182, b). Quer-
schnitt keilförmig, Schneide an den Rändern leicht ausgebrochen. Gröhte
Länge 11,4; größte Breite 2,9; Stärke 0,4 cm.

3. Die Funde aus öem Schachtgrab (Abb. 183).

Scherben aus der Einfüllung des Grabes, die sich zu Oberteilen zweier
kleiner dünnwandiger Schälchen ergänzen ließen, unö zwar:

? 34/5 u. Halbkugeliges Schälchen (Abb. 183, e), unter dem Ranö leicht
eingezogen. Gefäßwandung verjüngt sich nach oben stark. Boden fehlt. Ton
schwarzgrau, geschlämmt, verstrichen, innen und außen geglättet. Höhe noch
4,2; Mündung 10; Bauch 4,5 cm.

? 34/5 v. Ergänztes Oberteil eines kleinen steilwandigen öünnen Schül-
chens (Abb. 183, ck); unter dem Ranö leicht eingezogen. Ton: grauschwarz, ge-
schlämmt, verstrichen, innen und außen geglättet. Höhe noch 3,8; Mündung
12 cm (ergänzt).

? 34/ x und s. Zwei massive, offene Bronzearmringe (Abb. 183, a).
Querschnitt vierkantig, auf der Schauseite mit neun scharfkantigen Längsrillen,
gegen die verdickten kugeligen Endknöpfe hin mit Kerbstrichen, Zickzack, ein-
gepunzten, konzentrischen Doppelkreisen und eingeschnittenem Gittermuster
verziert. Die Endknöpfe zeigen je acht „Augen", tiefe Grübchen, die von kvn-
zentrischen Ringen umgeben sind. Beiöe Ringe sind durchaus gleich, und
dürften wohl aus ein und derselben Gußform stammen. Erhaltung gut, sehr
schöne Patina. Durchmesser: ca. 7,5: 7,5 cm.

? 34/5 /. Geschlossener, massiver Lignitarmring (A'bb. 183, b). Quer-
schnitt halbkreisförmig. Der Ring ist aus drei einzelnen Scheiben zusammen-
gesetzt, öie durch fünf bronzene bezw. eiserne Stifte gehalten werden. Er-
haltung gut. Durchm. 6,5: 6,5; Breite 1,4; Stärke 0,8 cm.

? 34/5 aa. Groher dickwandiger Scherben, vom älnterteil einer grohen
grauen älrne (Abb. 183, c). Geschlämmt, geglättet, verstrichen, im Bruch grau.

älnser Hügel bietet in Aufbau wie Hnhalt manche bemerkenswerten un-
erwarteten Befunde; ihre Erörterung wird im Rahmen der Bearbeitung der

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