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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 23.1967

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https://doi.org/10.11588/diglit.44899#0277

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Fundschau 1960—1963: Alamannisch-fränkische Zeit

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Brunnadern (Hodischwarzwald), Uechtwiesen, 0,4 km NW. „Grab“
1957: Auf dem Grundstück Lgb. Nr. 383 war der Humus abgezogen worden. Bei einer
Geländebegehung wurden auf dem freigelegten Sandboden Knochenreste und „ver-
rostete Gegenstände“ aufgelesen. Offenbar waren durch die Planierraupe beim Abziehen
des Geländes ein oder mehrere Gräber zerstört worden.
Funde: 1. Großes, eisernes Beschlägstück einer Gürtelgarnitur mit drei Eisennieten;
L. 10,8 cm, gr. Br. 8 cm (Nr 57/1) (Taf. 110, 7). — 2. Flacher Eisenhaken mit angeroste-
tem Eisenrest; L. noch 7,3 cm (Ne 57/2) (Taf. 110, 8). — 3. Teile eines eisernen Klapp-
messers; L. des Messers noch 7 cm (Ne 57/3) (Taf. 110, 9).
Mtbl. 144/8216 Stühlingen. — Verbleib: Kreismuseum für Ur- und Frühgeschichte in
F. F. Slgn. Donaueschingen. (Selb)
Büßlingen (Konstanz) „Gehren“. Gräber
1956: Bei der Ausschachtung zu einem Neubau wurden Plattengräber zerstört, deren
Anzahl nicht mehr zu ermitteln war. Außer einigen Röhrenknochen konnten einige
Beigaben geborgen werden.
Funde: 1. Bronzedrahtohrring mit S-förmigem Verschluß; Dm. 4,2 cm (Sn 56/528)
(Taf. 110, 1). — 2. Zwei offenbar zusammengehörende Bronzedrahtohrringe; einer mit
einem gelochten und einem aufgebogenen Ende; Dm. 4,8 cm (Sn 56/529) (Taf. 110, 2),
beim anderen ist ein Ende abgebrochen, das andere aufgebogen; Dm. 4,6 cm (Sn 56/530)
(Taf. 110, 3). — 3. Stark korrodierte Eisenschnalle mit drei Bronzenieten, ovalem,
gewölbtem Bügel und abgebrochenem Dorn; L. noch 9,7 cm, Schnallenbügel-Dm.
2,3 x 3,6 cm (Sn 56/531) (Taf. 110,4). — 4. Stark korrodierte Eisenschnalle, Dm.
2,6 x 3,8 cm (Sn 56/532)- (Taf. 110, 5). — 5. Flaches Eisenstück, vielleicht Ende einer
Riemenzunge; L. noch 2,3 cm, Br. 2,6 cm (Sn 56/533) (Taf. 110, 6).
Mtbl. 146/8218 Hilzingen/Gottmadingen. — Verbleib: Hegaumuseum Singen.
(Wissert, Funk)
Ehingen (Konstanz) „Betteläcker“. „Grab“
1955: Von der Ostwand der Kiesgrube Küchler waren drei Gräber abgerutscht. Die
Skeletteile waren durch die abgestürzten Kiesmassen zerstört. Nachträglich legte der
Kiesgrubenbesitzer eine eiserne Lanzenspitze mit breitem Blatt und stark ausgebroche-
ner Tülle frei; erh. L. 35,5 cm, gr. Blattbr. 4,7 cm (Sn 55/230) (Taf. 110, 12).
Mtbl. 134/8118 Engen. — Verbleib: Hegaumuseum Singen. (Funk)
Güttingen (Konstanz) „Kirchental“, 0,7 km W. Gräber
1930/31: Vgl. Aufsatz G. Fingerlin, Eine Schnalle mediterraner Form aus dem reichen
Gräberfeld Güttingen, Ldkrs. Konstanz, in diesem Band, S. 159 ff. und Taf. 67—71.
Mtbl. 147/8219 Radolfzell/Singen. — Verbleib: Hegaumuseum Singen.
Herbolzheim (Emmendingen), Ortsetter. „Grab“
1960: Im Kanalisationsgraben der Grünen Straße wurde durch den Bagger offenbar ein
Grab herausgerissen. Skelettreste und Eisenreste konnten aus dem Aushub aufgelesen
 
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