Bredius, Abraham [Oth.]
Künstlerinventare: Urkunden zur Geschichte der holländischen Kunst des XVIten, XVIIten und XVIIIten Jahrhunderts (Band 3) — Haag, 1917

Page: 772
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DAS NACHLASS-INVENTAR VON CLAES LOURISZ
(VAN EGMONT).

De.n Maler Claes Lourisz fand ich bisher nur einmal
erwähnt, bei van der Willigen, Les artistes de Haarlem,
aber nicht im Register, sondern S. 18 als Mitglied des
Vorstandes der Haarlemer S^ Luhasgilde im Jahre 1614.
Später hat er sich in Leiden niedergelassen.
Claes Lourisz war nahe verwandt mit der Haarlemer
Hünstlerfamilie de Grebber. D Der Maler Frans Pietersz de
Grebber war ein Sohn von Pieter Mourings und Claes
Lourisz ein Sohn von dessen Schwester Haesge Mouringsdü
Ein Bruder von Haesge und Pieter Mourings, Adriaen
Mourings, war Verwalter der Abtei Leeuwen-
horst und hatte einen Sohn, Willem de Grebber, zugenannt
Sampson, der geisteskrank geworden zu sein scheint.
Mr. Willem Sampson de Grebber wird am 1. Januar 1602
als Advocat# V Hbo/b van HWaid (des Reichsgerichts) erwähnt;
er sagt, ungefähr 30 Jahre alt zu sein. -) Er besass von
seinem Vater her ein grosses Vermögen, das seiner Unzu-
rechnungsfähigkeit wegen durch Verwandte, unter ihnen
Claes Lourisz, verwaltet wurde. Nach des Franken Tod
(1638) wurde sein Nachlass hdeikommissarisch verwaltet.
Ausser Claes Lourisz und seinen Brüdern haben u. a.
Frans Pietersz de Grebber, sein Sohn Pieter de Grebber,
ja noch die Witwe des Malers Metsu regelmässig Geld aus
dieser Erbschaft erhalten. Vor mir liegen an die hundert
Urkunden, die hierüber handeln. Die Sache ist aber zu
umständlich und weitläußg, um in extenso publiziert zu
werden.
1) Vergl. die genealogische Tabelle auf S. 776.
2) Prot. Not. van der Wuert, Leiden.
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