Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 35.1914-1915

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WILLKOMM-
KRANZ FÜR
HEIMKEHRENDE
KRIEGER, AUCH
FLAGGEN KRANZ.

DER KRANZ
IST OFFEN ALS
SINNBILD DES
LEBENS.
LORBEER VON
BÄUMCHEN, DAS
IN DEUTSCHLAND
GEZOGEN IST.

DEUTSCHE BLUMENGABEN FÜR
HEIMKEHRENDE KRIEGER UND FÜR GEFALLENE.

KS kT?] daS Hand-Werk zu Ehren,
der/,Fach"-Handwerke

le zum Glaubenssatz:

"Künstler" di7H^Tfr,mUSSC sich durch den
,.,:„..._„ ,. dle Ha«d führen lassen.

wieweit dies berechtigt""^f"' Wie UnÜ
untersucht werden N f S°U 'etzt nicht

daß seit l£ im ^'^»«werd«!.
binderei an dPr J? -I? f-ehrfach der Blumen-
in Dahlem H ^niShchen G^nerlehranstalt

Blume wf lmgeWirkt WUrde' daß diese
ßiumenbinderei „deutsch'

öabTn8 h?ßt w 1 "-B^ien sind Opfer-
gaben; der letzte Ausklang der Opferung:

Menschenopfer, Tier- und Wertopfer (Edel-
metalle, Geräte), Blumenopfer. — Blumengaben
wollen Böses bannen, Gutes herbeiziehen!
Wer ist sich dessen bewußt, wenn er einen
Strauß schenkt, oder einen Kranz? Aber aus
dieser unbestreitbaren historischen Tatsache
erwachsen die Leitmotive der Blumenbinderei.

Ein Opfer soll „rein" sein (Jungfrauen,
Jünglinge, Erstlinge der Herden und des Feldes
— Knospen, Blüten). So müssen Blumenbin-
dereien das edelste, frischeste der Blumen- und
Blattzweige vereinen, wenn aus dem Werk der
Menschenhand mehr entstehen soll als aus dem

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