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Lucka, Wilhelm [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 27): Landkreis Uelzen — Braunschweig, 1984

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https://doi.org/10.11588/diglit.44438#0130
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Mitte des 15. Jh. Ein Vortragekreuz (15. Jh.)
und die barocke Kanzel (1702) sind weitere
wichtige Teile der Ausstattung.
Den Kirchhof umstehen in einem weiten Oval
massive bäuerliche Wohnhäuser, die meisten
aus der Zeit nach der Jahrhundertwende und
mit Fachwerkteilen in den Fassaden. Einige
stammen aus dem Wiederaufbau nach dem
verheerenden Ortsbrand des Jahres 1868.
Östlich der Kirche schließt sich ein dicht be-
bauter Bereich an, der von kleineren Straßen
durchzogen wird, die sich in seiner Mitte in ei-
nem Knoten treffen.
Ältere Gebäude sind vor allen an den Ortsrän-
dern zu finden, unter anderen zwei zum Teil
veränderte Hallenhäuser am östlichen Orts-
rand. Am westlichen Ortsausgang stehen das
kleine Wohnwirtschaftsgebäude (1756) und
der verbohlte Speicher (um 1800) der Brinksit-
zerkote Nr. 17a. In dem Erweiterungsansatz
südlich der Schwienau befand sich zunächst
nur das Forsthaus (Nr. 26, im Kern 1744). Mit
der Umsiedlung des Hofes Nr. 1 an die Ebstor-
fer Straße entstand hier ein traufständiges
Hallenhaus in Vierständerbauweise (1848).

HANSTEDT l-ALLENBOSTEL

Allenbostel ist ein Haufendorf von ursprüng-
lich 10 Höfen, das trotz einiger Erweiterungen
recht geschlossen wirkt. Die Gebäude sind
unregelmäßig auf teils großzügigen, teils recht
engen Grundstücken gruppiert. Die erhalte-
nen Hallenhäuser aus dem 19. Jh. sind zu gro-
ßen Teilen durch Ziegelmauerwerk ersetzt.
Der Zweiständerbau Nr. 5 (1810) wurde 1926
durch einen breiten Vorbau an der Straßensei-
te ergänzt. Auf diesem Hof wurde auch ein
größerer Speicher an der Straße (1862) be-
wahrt. Weitere gut erhaltene Speicher sind auf
den kleineren Höfen Nr. 3a (1801) und Nr. 8
(1847) zu finden, beides Bohlenständerbau-
ten. Ein stattliches, in seiner Dachlandschaft
lebhaft bewegtes Wohnhaus mit massivem
Erdgeschoß und Fachwerkoberstock prägt
das Straßenbild im Bereich der Kreuzung in
der Ortsmitte (Nr. 1,1913).

HANSTEDT l-BODE

Bode entstand aus einem in der Schwienau-
niederung gelegenen königlichen Vorwerk,
das 1785 in zwei Vollhöfe und sechs Koten
aufgeteilt wurde. Die zwei Vollhöfe wurden
später zu einem Gut vereinigt, das durch eine
Eichenallee mit den kleineren Hofstellen süd-
lich davon verbunden wird. An der geraden
Straße stehen u.a. traufständige kleinere Vier-
ständerbauten (Nr. 3, 5; beide 1839, Nr. 7).
Außerdem sind mehrere Treppenspeicher aus
der 1. Hälfte des 19. Jh. erhalten (Nr. 4, 5, 6).
HANSTEDT l-EITZEN II

Die drei Höfe Eitzens sind am Rande der be-
waldeten Niederung des Oechtringer Baches
gruppiert. Neben den veränderten Haupthäu-
sern aus der 1. Hälfte des 19. Jh. sind drei älte-
re Nebengebäude in der regional üblichen
Bohlenständerbauweise erhalten, eine große
Scheune (Nr. 1,1780) und zwei Treppenspei-
cher (Nr. 2,1787; Nr. 3,1. Hälfte des 19. Jh.).

Hanstedt I-Bode, Nr. 4, Treppenspeicher,
1. Hälfte 19. Jh.


Hanstedt I, Ev. Kirche St. Georg,
Inneres nach Osten



Hanstedt I, Ev. Kirche St. Georg

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