Lucka, Wilhelm [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 27): Landkreis Uelzen — Braunschweig, 1984

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HANSTEDT l-OETZFELDE

Das Gut Oetzfelde, hervorgegangen aus
einem zehntfreien Meierhof, liegt auf einer An-
höhe an der Straße von Ebstorf nach Lüne-
burg. Um einen weiten Hofraum mit einer
Eichengruppe sind locker die Gebäude grup-
piert, zu denen mehrere Scheunen und Ställe
aus der Mitte des 19. Jh. und ein Wohnhaus in
Fachwerk gehören (1832). Bemerkenswert in
ihrer den erweiterten Erfordernissen des
Gutsbetriebes entsprechenden Größe und
Anlage sind auch zwei jüngere Gebäude, eine
Scheune (1914) und ein Kuhstall (ca. 1910),
beide in Ziegelmauerwerk mit Fachwerkober-
stock.

HANSTEDT l-TEENDORF

Teendorf besteht heute aus drei Höfen zwi-
schen der Straße von Ebstorf nach Hanstedt
und der Schwienauniederung. Der Hof Nr. 1
zeigt eine klare Anlage: Langgestreckte Wirt-
schaftsgebäude, darunter eine Fachwerk-
scheune (1797), flankieren den feldstein-
gepflasterten Hof, an dessen Ende das Wohn-

haus, ein gut gegliederter Ziegelbau (1895),
steht. Etwas abgesetzt die ältere Kate (Mitte
19. Jh.) und in einem kleinen Gehölz in der
Feldmark ein zum Hof gehöriger Außenschaf-
stall (1841).
HANSTEDT l-VELGEN

Velgen liegt als weit auseinandergezogenes
Haufendorf in einer Senke am Rande des
Forstbezirkes Süsing. Größere Wiesen glie-
dern das Dorf in einen nördlichen und südli-
chen Ortsteil. Umfangreiche Baumgruppen
umgeben besonders die Höfe im nördlichen
Teil. Zu dem hier gelegenen früheren Meier-
hof (Nr. 1) gehört außer einem teilweise verän-
derten Haupthaus (1860) und weiteren Ne-
bengebäuden in Fachwerk (19. Jh.) ein gut
erhaltener älterer Vierständerbau (1821). Auf
den übrigen Höfen sind die aus dem 19. Jh.
stammenden Hauptgebäude zumeist durch
Anbauten und Ersetzungen überformt. Häufig
gehören auch große Wirtschaftsgebäude aus
dem 20. Jh. zu den z.T. recht umfangreichen
Hofanlagen. Erwähnenswerte Nebengebäu-
de sind ein kleiner Treppenspeicher (Nr. 10,

1712) und ein zweistöckiger Fachwerkspei-
cher (Nr. 8, 1866).
Die neue Schule des Dorfes wurde in seiner
Mitte zwischen den beiden Ortsteilen gebaut.
Es ist ein L-förmiges Gebäude mit Wohnteil,
einer Klasse und einem Wirtschaftsteil (Nr. 12,
1906, Architekt W. Matthies). Am Rande des
Süsing ist ein reetgedeckter Außenschafstall
erhalten.

HIMBERGEN

Himbergen liegt auf einer Geestzunge am
Rande des Forstes Göhrde. Der Ort hatte vor
allem als Kirchdorf eines größeren Pfarrbe-
zirks Bedeutung, sowie durch seinen jährlich
stattfindenden Vieh- und Krammarkt. Eine
neue Mittelpunktschule, Läden und Hand-
werksbetriebe haben nach dem Zweiten Welt-
krieg seine zentrale Stellung innerhalb der nä-
heren Umgebung weiter gefestigt.
Die Flurkarte von 1816 zeigt ein geschlosse-
nes Rundlingsdorf westlich der Kirche mit ei-
nem erweiternden Siedlungsansatz entlang
der Alten Poststraße und der Straße Zum Bot-

Hanstedt I-Teendorf, Nr. 1 Hanstedt I-Oetzfelde, Wirtschaftsgebäude, um 1910




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