Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 25.1909-1910

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I DIE JAHRF^AUSSTELLUN IM WIENER KÜNSTL^HA^^ |

^ EMILORLIK DER JUNGE KOMPONIST ^

A XX, Ausstellung der Berliner Secession W

^\ Leitner mit seinem düster inszenierten ^Friedhof ihrem Besten gegeben. Ernst Payer, der ein altes M

(i beiZara«.Ferdinand Brunner,derimstande ist,die Jagdhaus im Mondlicht sehr poetisch schildert, der (i

K\ Natur überzeugend treu wiederzugeben und dabei Orientmaler Mielich, Wilhelm Legler, weiter im £\

\A seelisch zu ergreifen, entfaltet diese seine Gaben Nachwuchs Therese Schachner und Karl u

w indem großen Oelgemälde >Eilende Wolken< auf Lorenz, endlich der Neuling Anton Filkuka sollen t)

^ij das schönste, und Heinrich Tomec sucht, freilich nicht übergangen sein. Unter den Plastikern ge- VI

A mit anderen Mitteln, mit denen der Vedute zumal, bührt Karl Wollek der Vorrang; seine »Grab- /)

>\ dasselbe Ziel zu erreichen, wenn er »Das Wandern« figur« bleibt, ohne konventionell zu werden, in der >v

(i unter seine Aussicht über den herbstlichen Wiener- Tradition solcher auf einer Tumba liegenden Ge- K

K) wald schreibt. Eduard Ameseder liebt die tiefen stalten, die Porträts zeigen ihn als scharf blicken- V\

\i und satten Farbentöne, schier kühn durch die nach- den Stilisten, und ein Brunnen aus Majolika und w

A drückliche Pinselführung, die ihn von seiner Um- Erz, den eine kernhaft anmutige Badende krönt, ver-

M gebung unterscheidet, in der allein Frau Wisinger- vollständigt das Bild dieses vielseitigen Könners. M

A Florian und Adolf Kaufmann so energisch ins Mehr in allgemeinen Formen bewegen sich eine ()

Zeug gehen. Auf ihrer Seite stehen die deut- Grabmalstudie von Hans Schaefer, die Allegorien

(i sehen Gäste, aus München Fritz Bayerlein, von Theodor Stundl, aus malerischem Klassizis- H

K) Gilbert von Canal, Heinrich Brüne, O'lynch mus ist das Hochrelief >Das letzte Abendmahl« von k)

ii of Town u. a. m., aus Düsseldorf Otto Acker- Richard Jakitsch entwickelt, ganz realistisch eine u

p mann und F. von Wille, endlich der Worpsweder lebensgroße Porträtstatue von R. Kauffungen, wie t)

M Modersohn. Unter den Oesterreichern herrschten auch so manches von der zahlreichen Kleinplastik M

A die aus Wien ohne Mitbewerber, hätte sich nicht (Lugerth, Charlemont, Scherpe, Granner, /)

Graz mit dem immer fesselnden Zoff, mit Damia- Löwenthal, Gerhart, Gornik). Ganz vortrefflich, N

(i nos und Mytteis, Lemberg mit Roman Brat- und darum vor den vielen guten (von Lewandowski, (i

►) kowski, der rosig leuchtenden Schnee malt, ein- Heller,E.v.HoFMANN,ZERRiTSCH)hervorzuheben, K)

VI gefunden. Aus seinem Deutschböhmen hat Fritz sind die Porträtbüsten von Seifert, zu deren Anmut U

W Pontini diesmal zwei Winterbilder und >Enten in die energisch durchgearbeitete von Hans Mauer, 5)

W der Herbstsonne« heimgebracht, Zeugnisse dafür, daß einem Debütanten, ein Gegenstück bildet. Ausgiebig M

(l ersieh künstlerisch in aufsteigender Bahn befindet. istdasGebietderMedaille undPlakette gepflegt worden, A

N Auch Suppantschitsch, der den Platz vor dem durchScHWARTZ,Marschall, Schaefer, Hartig, N

(K öiifldrn Ru rcrtr\r c\cY\ in Kocnn A crn. r Wi'önor 1 11 Pt_ W/n I MDcnr. C O PdiMV HlMKD f.PiTH linH HnFFP {*.

ü äußern Burgtor sich in besonderer Wiener Luft- Weinberger, Prinz, Hujer, Grath und Hofer. ti
^ Stimmung ausersah, Russ, Zetsche, Wilt, Simony, Was an Graphik aufgeboten wurde, erscheint neben l\
ki Karlinsky, Holub, Oswald Grill haben von den schon erwähnten Blättern von Brangwyn be

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