Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 25.1909-1910

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» VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN ?)

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^1 sie die Ausstellung quantitativ einschränken müssen. toniges Strandbild Maurice Denis', und ein imposanter ö

j>) So enthält die am 15. Juli ds. Js. eröffnete II. Kollek- Frühlingshimmel des aus Christiania gebürtigen K

M tion wenig mehr denn 100 Werke. Diese aber sind Eduard Diricks am besten. Von deutschen Künstlern (l

r) — z. T. wenigstens — von einer Qualität, die die endlich sind die Münchener Exter, Feldbauer, y)

M höchsten Vergleiche kaum zu scheuen braucht. Da Gröber, Karl Küstner, Püttner und Multerer, sowie U

d begegnen wir von Skulpturen dem wundervollen Max Liebermann - Berlin, Wilh. Trübner und von /■)

y\ weiblichen Torso Auguste Rodins, der erst kürzlich Volkmann in Karlsruhe, sämtlich mit vorzüglichen M

(« noch im Pariser >Salon< solches Aufsehen erregte, Arbeiten, vertreten. Dr. S. Markus (i

►) einer rassigen Bacchantin des Schweizers Rodo >V

M von Niederhäusern, prächtigen Mädchenbüsten der IS ÖLN. Der Kunstverein stellt nach längerer Ferien- (i

/) Pariser Bernard und Despiau, einer originellen zeit zunächst eine umfangreiche Graphische r\

^ Bronze Antoine Bourdelles, einer meisterhaften Kollektion aus: von den Münchenern Klemm und U

d Frauenbüste von Paul Niclausse, trefflichen Büsten Thiemann eine größere Anzahl Holzschnitte, die t)

v\ von August Heer und Hugo Siegwart, dem Entwürfe, von bester dekorativer Wirkung sind, auch reizvoll M

(i den Walter Mettler für den in Bronze ausgeführten in der zarten Tongebung, etwa bei einem Winter- r)

Pj originellen Fischerbrunnen in Zürich geliefert, einigen himmel über verschneiten Feldern, oder die ein W

M schlagenden Bronzekarikaturen des Zürichers Baldin. andermal amüsieren durch ihre kräftigen bayerischen (i

() Von den Malern ist Hodler mit zwei monumentalen Volkstypen in derber Bewegung. Ferner sind da K\

w weiblichen Köpfen und einer prächtigen Landschaft Kollektionen von Otto Fischer (Dresden), Arthur (*

() aus Grindelwald wohl am besten vertreten. Doch Illies (Hamburg), sowie von einer Reihe englischer K)

y\ müssen auch zwei leuchtende Arbeiten Buris, einige Künstler. Das Beste aber unzweifelhaft die ab- \i

farbensprühende Impressionen Cuno Amiets, ein wechslungsreiche und immer durch delikate Technik /)

►) prächtiger Mosaikentwurf Albert Weltis, sowie die und wundervolle Stimmung oder Beobachtung ent- M

m Landschaften der Boß, Cardinaux, Giovanni Giaco- zückende Fülle der farbigen Radierungen von Raf- u

,) metti, Rehfous, Sylvestre und des nunmehr in Davos faelli (Paris). — Bei Schulte sah man neuer- V\

N ansässigen W. L. Lehmann, die figürlichen Arbeiten dings sehr interessante Kollektionen von zwei

« Auberjonois', Burkhard Mangolds und Righinis und Schweizer Angehörigen des modernen Stilismus oder >a

die Porträte Sturzeneggers und Würtenbergers — dekorativen Kolorismus: Kuno Amiet und Giaco- U

U um die Schweizer zuerst zu nennen — Interesse metti. — In der Kunsthandlung Abels die neuesten d

►) finden. Von den Franzosen gefallen eine feine Werke des zurzeit in Paris lebenden Kölner Malers \

v Sonnenuntergangsstimmung Monets, ein weibliches Gminska, hellfarbige, dekorativ gehaltene Land- d

'A Porträt Renoirs, ein wundervoller Signac, eine schaffen und Straßenausschnitte; ferner graphische f\

$ sonnige Gartenlandschaft van Rysselberghes, ein Werke des Wieners Schmutzer von bekannter (4

d phantastisches stilisiertes Paradies Pierre Girieuds, Eleganz und Wirkung; zarte, poetisch empfundene K)

\ ein feines Pastell von Charles Dufresne, ein fein- Landschaftsradierungen von Reifferscheid (Hon- \A

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m Künstlerbandausstellung, Darmstadt M

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