Deutscher Altphilologenverband [Editor]
Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes — 25.1982

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Interessenten wenden sich bitte zunächst zur Anforderung der entsprechenden
Richtlinien mit Adresse, kurzer Darstellung des beruflichen Werdegangs und ggf.
Hinweis auf Veröffentlichungen bis zum 31. Mai 1982 an den Schriftführer des
DAV Dr. Harald Merklin, Stephanienstr. 42, 78 Freiburg i.Br.,
Tel. 0761/402979.

Harald Merklin (Freiburg/Br.)

Buchbesprechungen

Aufstieg und Niedergang der römischen Welt (ANRW), Teil II Principat, Hrsg. H. Tempo-
rini und W. Haase, Bd. 31,1, W. de Gruyter, Berlin — New York 1980 (X, S. 1-705), Gzl.
295,- DM: Bd. 31.2.1981 (VIII.S· 707-1399). Gzl. 295,- DM. Bd. 31.3.1981 (VIII,
S. 1401-2158), Gzl. 340,- DM
Die neuen drei Bände ANRW II 31,1-3 mit insgesamt 2158 Seiten behandeln ausschließ-
lich Vergil und Horaz. Ihr besonderer Wert beruht darauf, daß mehr als die Hälfte des Ge-
samtwerkes bibliographischen Zusammenstellungen und Fachberichten gewidmet ist, die
auch ihrerseits Bibliographien bieten. Damit erhält der Lehrer des Lateinischen einen un-
erschöpflichen Schatz von Themen, die durch wissenschaftliche Arbeit behandelt wurden.
Wenn er auch nicht zu allen unmittelbaren Zugang finden kann, so besitzt allein die Vor-
führung der Stoffe den hohen Wert der Anregung und vermitteln die Fachberichte - als
solche sind auch manche Spezialbeiträge zu verstehen - Einblick in eine große Reihe wert-
voller Studien bei kritischer Sichtung. Darüber hinaus vertiefen Einzeluntersuchungen nam-
hafter Gelehrter das Gesamtbild der Forschung zu Vergil und Horaz und damit zur augu-
steischen Zeit. Hervorzuheben ist W. Suerbaums ebenso umfangreiches wie gewissenhaftes
Werk; das ist der treffende Name für seine Beiträge, die in sorgfältiger Würdigung beson-
derer Vorzüge mehr als ein Drittel beider Vergilbände ausmachen.
Übersicht der Beiträge (aus Platzmangel nur mit gelegentlichen Anmerkungen): W.
Suerbaum, Hundert Jahre Vergil-Forschung (3-358); „die Aeneis ist nicht nur das Er-
gebnis der augusteischen Erneuerung, sie ist auch eine ihrer wichtigsten Voraussetzungen“
(326). E. L. H a r r is o n. The Structure of the Aeneid (359-393). W. Suerbaum, Spezial-
bibliographie zu Vergils Georgica(395-499). K.-H. Pridik, Vergils „Georgica“ (500-548).
P. Boyance, La religion des „Georgiques“ (549-573). J. Van Sickle, Reading Vergil’s
Eclogue-Book (576-603). W. Kraus, Vergils vierte Ekloge (604-645); ohne Kommentar.
St. Benko, Virgil’s Fourth Eclogue in Christian Interpretation (646-705). V. Pöschl,
Virgil und Augustus (707-727); „die Entdeckung des Humanen im Bereich des ländlichen
Lebens ist ein wichtiger Beitrag zum augusteischen Kulturbewußsein“ (719). R. Rieks,
Vergils Dichtung als Zeugnis und Deutung der römischen Geschichte (728-868); umsich-
tige Darstellung. G. N. Knauer, Vergil and Homer (870-918). E. Chr. Kopff, Vergil and
the Cyclic Epics (919-947). W. W. Briggs Jr., Virgil and the Hellenistic Epic (948-984).
G. K. Galinsky, Vergil’s Romanitas and his Adaptation of Greek Heroes (985-1010); die
Zweifel an Antonie Wlosoks Urteilen übernehme ich nicht (989L). R. R i e k s. Die Gleich-
nisse Vergils (1011-1110). J. Richmond, Recent Work on the „Appendix Vergiliana“,
1950-1975 (1112-1154); die Vorwürfe gegen J. Götte sind unberechtigt (1142L). W.
Suerbaum. Von der Vita Vergiliana über die Accessus Vergiliani zum Zauber Vergilius
(1156-1262); man beachte den Katalog der Vergilviten (1165ff.). W. W. Briggs Jr., A
Bibliography of Virgil’s Eclogues, 1927-1977 (1265-1357). W. Suerbaum, Verzeichnis
der modernen Namen (1359-1399). W. K i s s e 1, Horaz 1936-1975: Eine Gesamtbiblio-
graphie (1403-1558); Rez. vermißt mit Bedauern Hinweise auf die seit 1968 laufenden

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