Deutscher Altphilologenverband [Editor]
Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes — 25.1982

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Veröffentlichungen des „Horatianum“ in Rom sowie die Bibliographie 1950-1975 von
Gabriele Draeger. Ch. L. Babcock. Carmina operosa (1560-161 l).P.Connor.The Actual
Quality of Experience (1612—1639). E. A. McDermott, Greek and Roman Elements in
Horace’s Lyric Program (1640-1672). A. Setaioli, Gli „Epodi“ die Orazio nella critica
dal 1937 al 1972-1978 (1674-1788); Rez. betont seine Zustimmung zu Wimmeis Auffas-
sung (1757). R. A. LaFleur, Horace and Onomasti Komodein (1790-1826). J. Ter
Vrugt-Lentz. Horaz’ „Sermones“ (1827-1835). O. A. W. Dilke, The Interpretation of
Horace’s „Epistles“ (1837-1865). F. Sbordone, La Poetica oraziana alia luce degli studi
piu recenti (1866-1920). E. Doblhofer, Horaz und Augustus (1922-1986). E. Lefe vre,
Horaz and Maecenas (1987-2029). W. D. Lebek, Horaz und die Philosophie (2031-2092).
G. Nussbaum, Sympathy and Empathy in Horace (2093-2158).
In Bd. 31,4 sollen Beiträge zu Ovid vorgelegt werden. Dem Verlag wie den Herausge-
bern ist für diese Veröffentlichung ausdrücklich zu danken.
Anhangsweise sei darauf hingewiesen, daß Gedenkstunden zur 2000. Wiederkehr des
Todestages Vergils am 21. September 19 v. Chr. erst in das Jahr 1982 gehören, da die
fehlerhafte Rechnung 2000 - 1981 ein fiktives Jahr 0 voraussetzt.
Gerhard Radke, Berlin

Gerhard Radke, Archaisches Latein. EDF Bd. 150, Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Darmstadt 1981, VI, 259 S., 3 Abb., kart., DM 72,- (42,-)
Der Verf. untersucht im 1. Teil die historische Entwicklung und die lautlichen Verände-
rungen (Vokalschwächung als Folge der Anfangsbetonung, verschiedene Formen der Syn-
kopierung, Veränderungen vortoniger Silben, Rhotazismus) an Hand der originalen Über-
lieferung des archaischen Latein, das in Rom und seiner nächsten Umgebung vom 7. bis
zum 4. Jahrhundert v. Chr. gesprochen wurde. Der heutige Stand der Forschung wird aus-
führlich geschildert und vom Verf. teilweise entscheidend bereichert (Cippus Romanus;
sog. Duenos-Inschrift; die Inschriften auf der fibula Praenestina, am Sockel von Tibur, von
Madonnetta und von Satricum). Auch der Saturnier wird für archaisch gehalten und unter
den originalen Zeugnissen behandelt. Im 2. Teil wird die Überlieferung archaischer Texte und
das Studium von Inschriften in der Antike behandelt. Im Mittelpunkt stehen das carmen
Arvale, die carmina Saliorum, die leges XII tabularum, die Fasti mit einem Anhang: Die
Schaltung des röm. Kalenders und Caesars Reform (mit Übersichtstafel). Jedem Abschnitt
folgt eine Auswahlbibliographie; Anmerkungen (S. 163—238), Verzeichnis der Namen und
Wörter, Sachübersicht und ein Überblick über die im Text genannten Stellen erhöhen den
Wert des überaus lehrreichen Buches.

Der Verlag Philipp von Zabern (Mainz) legt folgende Neuerscheinungen aus der
Reihe Kulturgeschichte der antiken Welt vor:
1. Karl-Th. Z a u z i c h, Hieroglyphen ohne Geheimnis, 126 S. mit 8 Färb- und 6 Schwarz-
weiß-Abb., DM 34,—
Das Buch trägt den Untertitel „Eine Einführung in die altägypt. Schrift für Museumsbe-
sucher und Ägyptentouristen“ und ist vom Verein zur Förderung des Ägypt. Museums in
Berlin herausgegeben. Es gliedert sich in zwei Teile. Zuerst werden von den rund 700 Zei-
chen der Hieroglyphenschrift des Mittleren Reiches etwa 150 vorgestellt und Einzelheiten
über das Schriftsystem, die Ästhetik seiner Orthographie und einiges aus der Grammatik
vermittelt. Der zweite, reich mit Bildern ausgestattete Teil liefert die Beispiele. Vom Leser
werden keine Vorkenntnisse, sondern nur Interesse und Liebe zur Sache verlangt.

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