Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien — 5.1902

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Aesopische Fabel auf einem römischen Grabstein.

Durch freundliche Mittheilung des modernen Geschichtsschreibers der Stadt
Florenz, Dr Robert Davidsohn, erfuhr ich auf einer italienischen Reise im ver-

gangenen Frühjalire, dass die von
mir in CIL XI i unter n. 1736 nach
ein paar Abschriften aus dem 17.
und 18. Jahrhundert herausgege-
bene römische Inschrift noch vor-
handen ist, und zwar an derselben
Stelle, an die sie nach ihrer Auf-
findung im 17. Jahrhundert gebracht
worden war. Der älteste Zeuge, der
fiorentinische Senator Carlo Strozzi
(1587—1670) hatte berichtet: „Tro-
vata al Pantano vicino a Empoli
due miglia e hoggi e nella villa de’
figli del sig. Francesco Federighi
chiamata Ghianella“. Die Yilla, die
jetzt noch Dianella heißt, liegt auf
dem nördlichen Ufer des Arno, etwa
drei Kilometer von dem am Süd-
ufer liegenden Empoli nach Nord-
westen auf einem mäßigenHügel, ist
von den Federighi’s an die Fucini’s
übergegangen und gehört jetzt dem
als Dialectdichter gefeierten Ispet-
tore scolastico für Florenz Renato
Fucini. Hier ist die Marmorplatte im
Innern der neben dem Hauptge-
bäude stehenden Kapelle in der
linken Seitenwand eingemauert.
Sie ist 1-48™ hoch und völlig intact.
Dass sie seit ihrer Auffindung und
Fig. I Grabplatte in Villa Dianella bei Emojali. sicher auch im Alterthum sich in

Jahreshefte des österr. archäol. Institutes Bd. V. I
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