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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0286

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der überlagernden Gruben nicht getrennt werden. Dielleicht svllte die Anlage
erst in Benützung genommen werden.

Dei 59 (32/53; Abb. 114) besteht der Dlock aus gewachsenem Kies, öen man
beim Ausheben öer Grube hat stehen lassen; öarauf liegt eine 7 cm starke,
mauerartige fundleere Packung von hellbraunem Kies, vermischt mit feinem
Lehm, der rot gebrannt ist. Die Wände fallen schräg nach außen ab. Ebenso
ist es bei 39 (33/100 b; Abb. 113); im Aiveau öer älntersuchung (— 50 cm)
stand im Dlock schon der gewachsene Kies an, so daß von der Lehmbeimischung

Abb. 112. Breisach-Hochstetten. Ofen Z8. 1: S0.

nur mehr Spuren festgestellt weröen konnten; sie sah auf der Oberfläche, wie
auf dem oberen Teil der Seitenwände wie eine Kappe auf. Wahrscheinlich
war also auch hier die Oberfläche des Dlocks (und die Seite) mit einer Pak--
kung aus Lehm und Kies versehen gewesen. Anders war der Dlock von 38
(33/100; Abb. 111, 112) errichtet. Sein Kern bestanö über etwas schmutzigem
Kies aus sehr fester, schwarzer, scherbenfreier Erde, die von gebranntem Lehm
bedeckt war; die Wänöe waren senkrecht bzw. nur leicht abgeschrägt, alle
Kanten waren abgerunöet. Der Lehm war oberflächlich glattgestrichen oder
glatt gedrückt, doch nicht sorgfältig geebnet, so öaß tiefere und flachere Fur-
chen den Dlock überzogen.

Der Ringkanal hat bei 59 und 38 muldenförmigen Querschnitt, ähnlich bei
6, wo die Wand gegen den Block steiler ist^°; er zieht in gleicher Breite und
Tiefe rings um den Block herum. Bei 39 dagegen steigen öie öen Block um-
fassenden Arme gogen die Mitte zu an> verschmälern sich, verlieren die ar-
chäologische Füllung und sind nur noch an der Schwarzfärbung öes Kieses zu
erkennen. Die Zuleitungskanäle haben bei 59 etwa gleiche Tiefe wie der Ring-
kanal, bei 38 und 39 senken sie sich dem Kern zu.

Bei 38 beobachtete Nah eine wichtige, sonst nicht erhaltene, wohl aber ur-
sprünglich vorhanöen gewesene konstruktive Einzelheit. Die Grube war im
Kies eingegraben, dessen Oberfläche hier betonartig versintert ist; diese Sin-
terzone war über der Einmündung des östlichen Zuleitungskanals in öen
Ringkanal als 10 cm dicke, 20 cm breite Brücke stehen gebliebenö^. Auf der
Gegenseite bilöete ein Querstreifen rot gefärbter Erde offenbar öen Aest einer
gleichen Brücke. Wie der zentrale Lehmblock, so waren auch die Außenwände
des Kanals rotgebrannt, ebenso zeigte der Doden rings um öen Lehmblvck
Branöspuren.

Die Füllung des Aingkanals und der Zugänge bestand bei 38 in schwar-
zer lockerer Erde, die auf dem Boden reichlich Holzkohle aufwies und durch-
weg eine Llnmasse größerer und kleinerer Scherben, aber nur ganz wenig

5° Wohl auch sonst.

o' Bereits bei der Ausdeckung etwas eingesunken gewesen und so gezeich-
net; sehr bald eingebrochen.

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