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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0338

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seme geschichtlichen Studien. sort, sammelte Material für wissenschaftliche Ar-
beiten, die er noch bewältigen zu können hoffte. Aach einigen Jahren verlegte
er seinen Ruhesitz nach Tiefenhausern und von dort, als er schon den Todes-
keim in sich trug, nach äilnterentersbach bei Zell am Harmersbach. Aur wenige
Monate waren ihm noch vergönnt im schönen Kinzigtal, öa erfaßte ihn der
Töd, er starb im Januar 1934 im Krankenhaus in -Zell am Harmersbach.
Sein Hauptwerk war die Ausgrabung in der römischen villa Gurtweil,
worüber bisher nur eine vorläufige Mitteilung (diese Zeitschrist 1, 203sf.)
erschien; die VerLffentlichung seiner genauen Pläne unö Grabungsaufzeich-
nungen ist vorgesehen.

2m Blick auf die Fülle der angefallenen Funöe bringt dieses Heft nur öie
Berichte über einige der wichtigsten Ereignisse; das andere wird zusammen mit
den Funden des 2ahres 1935 im folgenden 2ahre vorgelegt. Zum Schluh
mache ich unsere Leser noch daraus aufmerksam, öaß sie dank der Anregung
und Förderung des Ministeriums im Laufe öes 2ahres noch einige volks-
tümliche Beilagen zu den Funöberichten erhalten werden. Mögen diese
dazu dienen, weitere Kreise für die Ergebnisse öer Bodenforschung, für die
Frühzeit unseres Bolkstums zu gewinnen. älnsern bisherigen Beziehern öan--
ken wir für ihre Treue und bitten sie um Mitarbeit am Ausbau, sei es durch
Anregungen, sei es durch Werbearbeit für öie Berbreitung unserer Daöischen
Fundberichte. _

Beobachlrrngen, Zunde und Unlersuchungen im
Bauabschnitt Blannheim der Reichsautobahn. t YZ4/Z5.

Bon H. Grop e n g ießer, Mannheim^Feuöenheim.

Die umfangreichen Erdarbeiten, öie mit der Anlage öer Aeichsautobahn
im Dauabschnitt Mannheim von öer hessischen Grenze bis hinter Friedrichs--
feld seit Februar 1934 eingesetzt haben und noch bis in den 2uli öes folgenden
2ahres andauern, haben mit ihrem kilometerlangen 30 m breiten Berfuchs-
graben neben breiten Abdeckungen von vielen Hektar Dünengelände eine un-
gewöhnliche Fülle von Fundergebnissen gebracht. 2n die Deobachtung teilten
sich der Bezirkspfleger Gropengießer, für den Bauabschnitt nördlich des
Aeckars besonders Hauptlehrer Franz Gember von Feuöenheim, der vom
Llnterrichtsministerium für das Sommervierteljahr öazu beurlaubt war, für
den Seckenheimer Abfchnitt Hauptlehrer Karl Wolber von Seckenheim, und
auf der ganzen Strecke wechselnd der -Zeichner Fritz Aupp vom Schloßmuseum
Mannheim, der grub, zeichnete unö vermaß. Es wuröe meist gleichzeitig auf
der ganzen Strecke gearbeitet, im Dünengebiete nach der hessischen Grenze zu
westlich des Strahenheimer Hofes und südöstlich von Seckenheim im Dossen-
wald auf breite Strecken die Sandhügel des Dünengebietes in einer Breite
von vielen hundert Metern zur Auffüllung der vielen Aüffahrtsrampen ab-
getragen; bei Seckenheim sind allein über 2(4 Millionen Kubikmeter Erde
bewegt worden. Das Entgegenkommen der örtlichen Bauleitung, Aeichsbahn-
rat Kraft und seines Aachfolgers Reichsbahnrat Dertram auf der einen,
wie auch der verschiedenen älnternehmer und ihrer Aüfsichtsbeamtrn
auf der anderen Seite hat eine eingehende Erforschung öer angeschnittenen
Fundstellen ermöglicht, zu öer auf Beranlassung von Stadtrat Hof-
mann die stäötifche Arbeitsfürsorge Mannheim (Direktor Schumacher,

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