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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 23.1967

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https://doi.org/10.11588/diglit.44899#0045

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Vier Brandgräber der Urnenfelderzeit von Tauberbischofsheim

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14. Taf. 10, 8. Wetzstein aus schwarzgrauem, hartem und dichtem Gestein. Annähernd
parallelogrammförmiger Querschnitt. An einer Seite leicht facettiert; L. 5,5 cm, größte
Br. 1,5 cm, größte Dicke 1,1 cm.
15. 657 g Leichenbrand (vgl. Beitrag Arendt).
16. Unverbrannte Tierknochen.
Grab 2
Grab anscheinend ohne Steinschutz, frei im Boden stehend.
Beigaben: Außerhalb der Urne Knickwandbecher mit Henkelchen, Henkeltasse, rote
Schale (2., 3. und 4.) und möglicherweise Scherben weiterer Gefäße. Die Gefäße waren
mit der Mündung an die Wand der Urne gelegt, etwa in Höhe von deren Umbruch. —
Inhalt der Urne: Etwa bis zum Umbruch mit Leichenbrand gefüllt, in diesem Bronze-
nadel, Hirschhornperlen, Knochenleiste, bearbeitetes Geweihstück. Darüber Henkeltasse,
die mit einer umgestülpten Schale zugedeckt war (5. und 6.).
Beigaben:
1. Taf. 11, 1. Urne. Oberer Teil von Schubraupe abgefahren. Hochgewölbte Schulter,
hoher konischer Unterteil. Boden schwach nach oben gewölbt. Ein kleines, auf der Innen-
seite erhaltenes Stück des Halses deutet auf einen Zylinderhals hin. Auf der Schulter,
direkt überm Umbruch, drei Riefen. Braune polierte Oberfläche. Rötlich-brauner, mittel-
fein gemagerter Ton. Die Magerung aus kleinen Quarzteilchen und gelb glänzendem
Material; H. noch 28,9 cm, größte Weite 32 cm, Bodendm. 12,4 cm.
2. Taf. 11, 3. Knickwandbecher mit Henkel. Kräftig abgesetzter Schrägrand, Schulter-
zone nur schwach konisch, fast zylindrisch. Unterteil konisch, leicht nach außen gewölbt.
Boden schwach aufwärts gewölbt; 0,8 cm unterm Umbruch nochmals ein leichter Knick.
Randständiger, sich etwas über den Rand erhebender x-förmiger Henkel mit kantigem
Querschnitt. Direkt unterm Henkel Verzierungszone: drei horizontale Rillen. Stumpfe
poröse Oberfläche, nur an wenigen Stellen glatt. Farbe von Orange nach hellem Ocker
und Grau wechselnd, im Bruch schwarzgrau. Feine Magerung. — Farbe, Oberfläche und
stellenweise Verziehung des Gefäßes zeigen an, daß es im Feuer gewesen ist; H. 8,2 cm,
Randdm. 14,2 cm, größte Weite 13,1 cm, Bodendm. 3,9 cm.
3. Taf. 11, 2. Schale. Einfache konische Form, Profil teils gerade, teils leicht geschwungen
bis geschweift. — Stumpfe poröse Oberfläche, fleckig gefärbt: orange, gelblich, grau, auf
der Innenseite bis schwärzlich. Weitere Spuren des Feuers: Rissige verzogene Bruch-
stellen; Narben eines abgeplatzten Henkels; H. 7,7 — 9,3 cm, Randdm. 17,3 —18,6 cm,
Bodendm. 7,8 — 8,5 cm.
4. Taf. 11,4. Henkeltasse von konischer Form, Profil leicht geschwungen. Randständiger
Bandhenkel, der die Mündung der Tasse ein wenig überragt. — Rotbraune bis schwärz-
liche Oberfläche, schwach glänzend. Im Bruch dunkelgrau. Recht grobe Magerung;
H. 7,3 — 7,8 cm, Randdm. 10 cm, größte Weite 10,3 cm, Bodendm. 4,3 cm.
5. Taf. 11, 5. Bauchige Henkeltasse. Abgesetzter Schrägrand, geschweiftes Profil. Am
Umbruch schwacher Knick. Boden hochgewölbt. Randständiger Bandhenkel. Recht grob
 
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